Auch wenn der Fußball-Weltverband Fifa seit 2006 alles dran gesetzt hat: Der Bundesgerichtshof hat beschlossen, dass die Fifa andere Unternehmen nicht daran hindern kann, von der Vermarktung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zu profitieren (BGH, Urteil vom 12. November 2009, Az.: I ZR 183/07).
Trotzdem haben Sie als Marketingverantwortlicher noch keine freie Fahrt, sondern sollten Vorsicht walten lassen...
Der Erwerb einer Lizenz zur Nutzung der FIFA-Marken ist nun leider zeitlich nicht mehr möglich.
Beachten Sie daher prophylaktisch folgende Punkte, um die Rechte der FIFA nicht zu verletzen:
1. Fifa-Markennamen sind tabuUnbedingt zu vermeiden ist, die Bezeichnungen „FIFA“, „Zakumi“ sowie die sonstigen Marken der FIFA außer „WM 2010“ und „Fußball WM 2010“ zur Bewerbung der eigenen Produkte zu benutzen, da diese nicht Gegenstand des Löschungsverfahrens sind.
2. Schaffen Sie Distanz Vermeiden Sie den Eindruck, es bestünde eine vertragliche Verbindung zur FIFA, wenn dies nicht der Fall ist. Aufgrund der hohen Marktdurchdringung und Präsenz der Fußballweltmeisterschaft wird es nicht unbedingt notwendig sein, die Bezeichnungen „WM 2010“ und „Fußball WM 2010“ zu benutzen. Eine nur mittelbare Bezugnahme zu der Großveranstaltung verringert erheblich das Risiko, die Marken der FIFA zu verletzen.
3. Suchen Sie AlternativenSofern es notwendig ist, sollten die Bezeichnungen „WM 2010“ und „Fußball WM 2010“ rein beschreibend benutzt werden und nicht zur Kennzeichnung Ihrer Produkte.
4. Wenden Sie sich an den FachmannLassen Sie Ihre Konzepte im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft sorgfältig durch Spezialisten überprüfen, um eine Inanspruchnahme der FIFA zu vermeiden. Denn es drohen nicht nur Unterlassungs-, sondern auch Auskunfts- und erhebliche Schadensersatzrisiken.
TippsVertrauen Sie nicht darauf, eine Markenbenutzung würde in Ihrem Segment der FIFA nicht auffallen. Die FIFA beschäftigt bereits mehrere „WM“-Fahnder, um gegen möglicherweise markenverletzende Produkte.