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Arbeiten Sie nicht mit Original-Deckungsbeiträgen!
Warum Sie bei der Steuerung Ihres Außendienstes nicht mit Original-Deckungsbeiträgen arbeiten sollten. Frage an die Redaktion von Verkaufsmanagement aktuell: "Eine Steuerung des Außendienstes nach Original-Deckungsbeiträgen finden Sie nicht sinnvoll, warum?" Lesen Sie hier die Antwort:
Die Beantwortung dieser Frage ist komplex. In der Frage ist unterstellt, dass wir mit sog. Original-Deckungsbeiträgen als einem Vertriebssteuerungsinstrument arbeiten. Lassen Sie mich schlagwortartig die Begründung geben: - Will ich eine Vertriebsorganisation mit Original-Deckungsbeiträgen steuern, muss ich diese Deckungsbeiträge, also meine Kalkulation, veröffentlichen. Es ist dann unvermeidbar, dass dieses Material bei Kunden und Mitbewerbern landet. Unmöglich!
- Über die Steuerung mit Deckungsbeiträgen will man erreichen, dass der Außendienst die entsprechenden Prioritäten gegenüber dem Kunden vertritt: Wie soll er das tun, wenn das Unternehmen z. B. mit 300 oder 3.000 Produkten arbeitet und er alle diese Deckungsbeiträge kennen müsste?
- Die Original-Deckungsbeiträge ändern sich quasi permanent: Materialpreis-Schwankungen, Währungsveränderungen, Veränderungen im Produktionsverfahren könnten zwar über "standardisierte" Kosten nivelliert werden: Nur, warum arbeite ich dann überhaupt mit der Größe Deckungsbeitrag?
- Beispiel: Das Produkt A hat einen Original-Deckungsbeitrag in Höhe von 60 % des Listen-Verkaufspreises, das Produkt B von 30 % des Listen-Verkaufspreises. Welches Produkt wird der Außendienstmitarbeiter forcieren? - Er wird das Produkt A forcieren und das Produkt B vernachlässigen.
Das aber kann völlig konträr zur Vertriebspolitik liegen! Ich kann doch unmöglich meine Vertriebsprioritäten bestimmt sein lassen durch das mathematische Verhältnis der Deckungsbeiträge A und B zueinander! * Last not least: Die Arbeit mit Original-Deckungsbeiträgen ist arbeitsaufwändig, für den Außendienst verwirrend und kann im Konflikt zu unserer Vertriebspolitik liegen. Wie Sie den Vertrieb über einen so genannten Vertriebs-Deckungsbeitrag steuern, lesen Sie in der nächsten Ausgabe Ihres Beratungsletters.
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| Vorgestellt |
Dr. Marion Steinbach
Chefredakteurin von
PRPraxis
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