Business-Strategie „Weltkonzern light“
Small Global Player beschreibt ein neues Unternehmerbild:
Klein- und Kleinstunternehmen, die in die Welt expandieren. Eine
Entwicklung, die getragen wird vom Trend zur
Selbstständigkeit: Knapp 30.000 Unternehmen werden
jährlich in Österreich gegründet, davon die
Hälfte als so genannte Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Dabei
wächst die Gruppe der globalen Akteure rapide, denn die
Vorteile liegen auf der Hand: klein ist wendig, schnell,
ungebunden.Mit kreativen Ideen und Spezialwissen sprießen
die Small Global Player in den Nischen der Weltwirtschaft.
CSR-Offices: Die neue Professionalisierung des
Moral-Marketings
Corporate Social Responsibility (CSR) boomt in den USA –
jener Unternehmenssektor, der sich mit den ethischen Fragen des
Business auseinandersetzt und Bereiche wie Philanthropie,
Arbeitnehmerrechte und umweltfreundliche Produktion umfasst.
Immer mehr renommierte Unternehmen beschäftigen einen
CSR-Officer, kurz CRO, also einen Top-Manager, der für die
Implementierung und Ausführung solcher Praktiken in einem
Unternehmen zuständig ist. Laut Einschätzung des
Fachmagazins „The CRO“ werden die CSR-Abteilungen
eine ähnlich explosionsartige Entwicklung durchlaufen wie in
den 1990er Jahren die „Human Resources“. Während
es 1990 in den USA keinen einzigen Manager gab, der für
Human Resources zuständig war, sind es heute 270.000. Im
CSR-Bereich fängt diese Entwicklung gerade an: Gab es Mitte
letzten Jahres lediglich 12 CRO-ähnliche Positionen in den
USA, sind es heute bereits mehr als 200.
Future Forecast 2008
Veränderungen in unserer Gesellschaft sind häufig
auch Anlässe, um über Business- Modelle und
Zukunftschancen nachzudenken.Wir haben in unserer Vorschau einige
Trends für Sie zusammengefasst, die schon bald unsere
Geschäfte beeinflussen werden.
Das Wikinomics-Prinzip: Die neue Kunst der Kooperation
Procter&Gamble und Boeing, eBay und Facebook,Wikipedia und
Linux machen es vor: Die Wertschöpfung der Zukunft
gehört den offenen Netzen.Wikinomics nennt sich die neue
kooperative Weltökonomie auf Basis globaler Netze und
Technologien. Dahinter verbirgt sich eine neue Art,
Geschäfte zu machen, bei der Unternehmen sich öffnen,
gemeinsam mit anderen Firmen und Kunden Innovationen entwickeln
sowie ihr bisher streng gehütetes Eigentum freigeben und
teilen. Die Öffnung nach außen erlaubt es Unternehmen,
die Macht der Massenkooperation für die eigenen Zwecke
nutzbar zu machen.
Kulinarisches Erbe per Mausklick
Heritage ist derzeit DAS Buzzword in den USA, wenn sich die
Diskussion um Food dreht.Von Heritage Pie bis Heritage Cereals
wird den Konsumenten eine Palette vermeintlich authentischer
Lebensmittel verkauft. Und die sehnen sich – gesättigt
von immer gleich schmeckenden Industrieprodukten – nach
Produkten mit Historie und Tradition.
Lesen Sie außerdem:
- Klimaneutrales Business
- Neue Rekordumsätze im deutschen Online-Handel
- Web 3.0: Das semantische Web
- Prophylaxe Functional Food
- Trend-Update: Ethno-Marketing
In einer Schwerpunkt-Ausgabe lesen Sie alles über
„Glocal Glamour“ – Luxus in Zeiten der
Weltgesellschaft

Luxus, das war lange Zeit der Duft der
großen weiten Welt. Luxus ist andererseits ein
Wachstumsmarkt mit unbegrenzter Halbwertszeit. Und ohne Luxus
können wir uns nur schlecht ein genussvolles Leben
vorstellen. Das US-Magazin „Forbes“ hat jüngst
beeindruckende Zahlen zur neuen Lust auf edlen Konsum geliefert.
So ist 2006 der Luxusgüter-Index, der „Cost of living
extremely well index“, weltweit um 7 % gestiegen. Eine neue
Lust aufs Edle und Teure kündigt sich an. Luxus ist
mittlerweile ein Liebling der weltweiten Börsen. Merrill
Lynchs Luxusfonds ist 2005 um 23 % und 2006 um immerhin noch 12,5
% gestiegen.Morgan Stanleys Index wuchs 2005 um 14 % und 2006 um
7 %.
Auch Versace strebt an die Börse, ebenso der
Edel-Schuhfabrikant Ferragamo. Doch Luxus hat seine Bedeutung
verändert. Markenvergötterung und pure
Statusorientierung interessieren die Luxus-Kunden der Zukunft
kaum noch. Tyler Brulé, legendärer Gründer des
britischen Design-Magazins „Wallpaper“, hat das
kürzlich so formuliert: „Luxury is about having things
that are unique, that are not ubiquitous. Legitimacy is
important; people are looking for legitimate experiences. The
hollow brand is dead.“ Legitime Bedürfnisse,
nachhaltiges Vergnügen, die Erdung der Luxussehnsucht
– in diese Richtung marschiert künftig der Trend. Wir
haben darauf reagiert und möchten Ihnen in unserem
Weihnachts-Special die neuesten Entwicklungen auf dem Markt des
Luxus und des Genießens erläutern. Glocal Glamour
nennen wir diese neue Entwicklung, die sich bereits auf viele
Branchen auszudehnen beginnt.
Glocal Glamour beschreibt einen Trend, der sich in vielen
Branchen durchsetzt und der auch schon bald für Ihr eigenes
Business relevant werden könnte. Glocal Glamour liefert
Ihnen eine Reihe von Best Practices, an denen Sie lernen
können, wie Lokales, Regionales und Herkunftsbezogenes den
Sprung auf die weltweiten Märkte geschafft haben.
- Handel: Die regionale Luxusliga
- Food: Lokaler Luxus
- Beverage: Die Glocal Player
- Design: Erinnerungen und Identitäten als
Lifestyle
- Tourismus: Tradition und Luxus
- Handwerk: Alte Zünfte erobern den Weltmarkt
- Gesundheit: Regionale Heilrezepte für den Megamarkt
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