
Wie das Mobiltelefon künftig Krebszellen findet und
Staus meldet
Daniel Fletcher will jedes Mobiltelefon auf der Welt in ein
Medizinlabor verwandeln: Der US-Wissenschaftler hat einen Aufsatz
entwickelt, der auf die Kamera des Handys gesteckt wird und es in
ein Mikroskop verwandelt. Am Ende des so genannten CellScope
befindet sich eine kleine Scheibe, auf die etwa ein Tropfen Blut
aufgebracht werden kann. Das CellScope vergrößert das
Bild so stark, dass sich einzelne weiße und rote
Blutkörperchen erkennen lassen. Ein so geschossenes Foto
kann zur Diagnose per Kurznachricht an einen Arzt gesendet
werden. Fletcher ist in der Lage, anhand der Handyfotos Malaria
zu diagnostizieren.
Gesellschaft: Warum sich Kinder wieder Beulen holen
dürfen
Sie tragen Knieschoner, Ellenbogenschützer und bei jedem
Wetter einen großen Hut, der jeden UV-haltigen Sonnenstrahl
abfängt. Im Rucksack: das Mobiltelefon mit Ortungsfunktion.
„Paranoid Parents“ werden im englischsprachigen Raum
Eltern von Kindern genannt, die mit all diesen Accessoires
ausgestattet sind.
US-Autor: „Die Vorstadt ist zum Sterben
verurteilt“
„Mega-Einkaufszentren sterben aus. Wohnen auf der
grünen Wiese wird zum Auslaufmodell. Arbeitswege, die
länger sind als 15 km, mag niemand mehr in Kauf nehmen.
Wohnen und Arbeiten konzentrieren sich wieder in den Kerngebieten
der Städte.“ Das ist die Vorhersage von James
Kunstler, einem bekannten amerikanischen Autor („The Rise
and Decline of America‘s Man-made Landscape“).
Erst der richtige Service macht Produkte zum Erfolg
Die Bank of America wollte mehr Kunden für ihre
Sparkonten gewinnen. Als interessante Zielgruppe erkannte man
junge Mütter. Ein Team von Verbraucher- Erforschern
begleitete Mütter beim Einkaufen, beobachtete ihr Verhalten
zuhause und sprach mit ihnen über das Sparen. Aussage:
„Wir wollen gerne sparen, kommen aber nicht dazu.“
Für dieses Bedürfnis entwickelt die Bank eine neue
Bezahlkarte, Produktname: Keep the Change (übers.: Behalte
das Wechselgeld). Wenn mit der Karte ein Einkauf bezahlt wird,
rundet die Bank die Summe auf dem Kassenbon bis zum nächsten
ganzen Dollar auf. Dieser Unterschiedsbetrag wird automatisch vom
Girokonto auf das Sparkonto des Kunden überwiesen. So
können die Kundinnen ohne zusätzliche Mühe sparen.
Erfolg innerhalb von einem Jahr: 2,5 Mio. neue Kunden, 700.000
neue Bankkonten.
Diese Management-Trends prägen die nächsten
Jahre
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben Innovationen im
Management die Art verändert, wie Unternehmen geführt
werden.
Fallstudie: Mit Internet-Video vom Eckladen zum
Großversender
Vor ein paar Jahren war er noch ein ganz gewöhnlicher
kleiner Weinhändler. Dann entschied sich Mitinhaber Gary
Vaynerchuck, mehr aus seinem Geschäft zu machen: Er
führt 19 Minuten lange Weinverkostungen durch, filmt sie und
stellt die Filme ins Internet.
Schwellenländer: So erreichen Sie vier Milliarden neue
Kunden
66 Prozent Marktanteil – auf diesen Wert kommt der
Handyhersteller Nokia in Afrika. Damit beweisen die Finnen, dass
sich selbst mit Menschen, die mit wenigen Dollar am Tag auskommen
müssen, gutes Geld verdienen lässt. Das Erfolgsrezept
von Nokia: qualitativ hochwertige Geräte, mit denen sich gut
telefonieren lässt – mehr aber auch nicht. Auf
Funktionen wie MP3-Spieler, Kamera oder Terminplaner verzichtet
Nokia bei Mobiltelefonen für den afrikanischen Markt. Vom
robusten und staubdichten Modell Penny etwa (Preis: 50 Dollar)
wurden 200 Mio. Stück verkauft.
Handel I: Wie der Supermarkt der Zukunft aussieht
Warten an der Kasse, Kramen nach Kleingeld, liebloses
Discount-Ambiente – das soll bald alles der Vergangenheit
angehören. Wie, das zeigt jetzt die Metro AG: In
Tönisvorst bei Düsseldorf hat das Unternehmen den
Future Store eröffnet – ein SB-Markt von Real, in dem
alle jene Technologien getestet werden, die Einkaufen
künftig bequemer machen sollen. Der Trendletter hat den
Markt besucht und fasst die wichtigsten Entwicklungen für
Sie zusammen.
Per Mitmach-Netz neue Kontakte zu Kunden knüpfen
Wie bekommt ein Unternehmer ohne viel Einsatz 200.000 warme
Kontakte zu Kunden? Victoria‘s Secret ging diesen Weg: Der
Hersteller von Damenmoden und Dessous stellt sein Profil auf
www.myspace.com, ein digitales Poesiealbum für Jugendliche
und Erwachsene. Erfolg: Binnen weniger Monate zählt
Victoria‘s Secret über 200.000 so genannte Freunde,
also aktive Verknüpfungen zu anderen Nutzern dieser
Plattform. (Bitte www.myspace.com/vspink im Netz ansehen. Klicken
Sie sich zu einigen Kundinnen weiter.) Dieses Beispiel zeigt:
Aufbau und Pflege der Beziehung zum Kunden sind künftig eine
Straße mit Gegenverkehr.
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