Wie Computer ohne Tasten den Alltag erobern
Rechner werden im Betrieb auch dorthin vordringen, wo ihr
Einsatz bislang noch unmöglich war. Bald denkbar:
Arabien lockt – was Sie von den Geschäften dort
erwarten dürfen
„Es muss nicht immer China oder Indien sein“, sagt
sich mancher Unternehmer. Ein interessanter Wachstumsmarkt von
morgen liegt nur 6 Flugstunden entfernt von Mitteleuropa –
die arabische Halbinsel. Dort werden sich die
Absatzmöglichkeiten für Maschinen, Produktionsanlagen
und jede Art von Technologie weiter verbessern. Die Region
investiert etwa in Flughäfen, Fabriken, Straßen,
Telefonnetze und touristische Infrastruktur. Diese Nachfrage
bietet auch Chancen für mittelständische Unternehmen,
die im internationalen Geschäft tätig sind:
Nutzen Sie die Strahlkraft von Made in Germany für Ihr
Geschäft
Was haben Unternehmen wie Wiha (Werkzeuge), Schardt
(Möbel), Töpfer (Kindernahrung, Cremes) oder Paradies
(Kopfkissen) gemeinsam? Sie alle fertigen ausschließlich in
Deutschland, machen aber die Herkunft ihrer Produkte zu wenig
bekannt. Damit verschenken sie ungenutztes Marktpotenzial –
denn immer mehr Kunden achten auf das Made in Germany.
Wie Sie gegen den Ideenklau aus China vorgehen (I)
Deutsch-chinesischer Alltag, ein Fall von Siematic: Ein
chinesischer Konkurrent bedient sich auf der Homepage des
Küchenherstellers. Die Bilder werden übernommen, das
Warenzeichen verfremdet, bald sind die kopierten Produkte zu
Billigpreisen im Angebot. „Ein durchaus typischer
Vorgang“, beschrieb Unternehmensberater Gerd Kerkhoff auf
einer Veranstaltung von Kerkhoff-Consulting in Shanghai die
Praxis. Der Experte für Beschaffungsoptimierung kennt einige
solcher Fälle. Sein Rat:
Mittelstand: Der 5-Punkte-Plan für anhaltendes
Wachstum
„Deutscher Mittelstand vom Aussterben bedroht?“
– unter diesem provozierenden Titel liegt eine Studie der
Deutschen Bank vor. Ihre Autoren leiten aus ihrer Lage-Analyse
einige Empfehlungen ab, die beschreiben, welche Strategie
nötig ist, damit Ihr Unternehmen künftig zu den
Erfolgreichen und nicht zu den Aussterbenden gehört. Es geht
um 5 Punkte:
Fallstudie: So wird jeder Mitarbeiter zum
Qualitätsmanager
Die Firma Busch-Jäger ist Marktführer im
Geschäft mit Elektro-Installationstechnik. 30 Mio.
Steckdosen (größtes Werk in Europa) vermarktet der
Betrieb, darüber hinaus Schalter und andere Teile. Die
Produktion erfolgt größtenteils im Sauerland –
nicht in China. Ein typischer Lichtschalter, aus
Fernost-Produktion für 5 Euro zu haben, kostet bei Busch 30
Euro. Technologie- und Qualitätsführerschaft
stützen die Hochpreis-Strategie. Ungewöhnlich: Man
verzichtet auf Outsourcing, obwohl sich der Massenmarkt dazu
anböte. Die Fertigungstiefe beträgt 60 bis 70 Prozent.
Das Qualitätsmanagement-System heißt „Be just
excellent“:
Mit Wikis mehr aus dem Wissen Ihrer Firma machen
Wikipedia, das Lexikon im Internet, ist mittlerweile die
meistbesuchte Webseite der Welt. Das zeigt, wie stark der
Vormarsch der interaktiven, Netze knüpfenden Angebote ist,
die unter dem Thema Web 2.0 laufen. Wie Unternehmen in Zukunft
davon profitieren werden, zeigt die Praxis von IBM.
Gegenmeinung: „Amateure aus dem Netz können Profis
nie ersetzen“
Das Netz ist ein Abladeplatz für Info-Müll. Es
verführt selbst seriöse Menschen zum Info-Diebstahl.
Von beliebigen Nutzern geschaffene Inhalte untergraben die
professionelle Moral im Unternehmen. Das sind die Vorwürfe,
die Andrew Kenn in seinem neuen Buch „The Cult of the
Amateur“ als Attacke auf das Web 2.0 formuliert. Aus der
Sicht des Trendletter scheinen sie allerdings überzogen,
denn:
So führen Sie Mitarbeiter, die Sie fast nie sehen
Ein Team, ein Büro – diese Gleichung geht nur noch
selten auf. Unternehmen wie BP oder Nokia überwinden
Ländergrenzen und Zeitzonen dank Intranet und
Videokonferenztechnik. Die Zukunft gehört den virtuellen
Teams, hat eine Forschergruppe um Professor Lynda Gratton von der
London Business School in einer internationalen Studie
nachgewiesen.
Wenn junger Nachwuchs knapp wird: Halten Sie ältere
Mitarbeiter fit
Im Jahr 2015 wird der Durchschnittsdeutsche 44 Jahre alt sein.
Indien kommt dann gerade mal auf 30 Jahre. Klar, dass dieser
Abstand im globalen Wettbewerb eine Rolle spielt. Deutsche
Unternehmen müssen lernen, das Optimum aus einer alternden
Erwerbsbevölkerung herauszuholen. Das ist die zentrale
Botschaft einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting
Group (BCG).
Umwelt: Spezialisten bessern Ihre Klima-Bilanz auf
„Klimaneutral“ – dieses Label heftet sich
derzeit eine wachsende Zahl von Unternehmen an. Es bedeutet: Der
Betrieb produziert in der Summe keine Treibhausgase. Als erstes
Unternehmen weltweit legte die Hongkong & Shanghai Bank
(HSBC) vor drei Jahren eine solche ausgeglichene Umweltbilanz
vor. Um kohlenstoffneutral zu werden, unterstützt der
Finanzdienstleister Klimaschutzprojekte wie eine Biogasanlage in
Deutschland. Damit werden CO2-Emissionen, die die
Geschäftstätigkeit verursacht, ausgeglichen.
Unternehmen, die ihre CO2- Bilanz aufbessern wollen, haben zwei
Möglichkeiten:
Rohstoffe: „Kein Grund zur Panik“
Der Weltwirtschaft gehen so bald nicht die Rohstoffe aus, sagt
der britische „Fleet Street Letter“ in einer Analyse.
Er nennt folgende Gründe:
Netz-Attacken: So retten Sie Ihren guten Ruf
Es ist der GAU jedes Marketingleiters: Ein verärgerter
Ex-Mitarbeiter veröffentlicht die geheimen Verkaufstaktiken
seines Arbeitgebers. Genau das ist dem USElektronikhändler
Circuit City letzten Monat passiert. Gewinnspannen, mögliche
Rabatte, Verkaufsargumente – all das offenbarte ein
anonymer Aussteiger im Netz. 73.000 Surfer schauten sich seine
Bekenntnisse allein am ersten Tag an, auch die Konkurrenz. Wie
sollten Unternehmen auf solche Netz-Skandale reagieren? Der
Trendletter nennt und bewertet die Handlungsoptionen:
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