veröffentlicht am 03.05.2011 unter Trends & Zukunft
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So sichern Sie die Leistungskraft, wenn Ihre Belegschaft altert

Don Tapscott ist ein weltbekannter Vordenker. Sein Spezialgebiet ist die digitale Welt. Der „TrendScanner” fragte Tapscott auf der Digital Life Design Conference (DLD) nach den Regeln für die Führungsarbeit der Zukunft.
So können Sie die Nachteile der alternden Belegschaft eindämmen: Orten Sie zunächst Bereiche, in denen besonders großer Handlungsbedarf besteht (s. rechte Spalte). Danach, im zweiten Schritt, legen Sie geeignete Maßnahmen fest:
  1. Fragen Sie Mitarbeiter, die die Arbeit jeden Tag machen, nach Ideen. Das vermeidet Konflikte, die entstünden, wenn alle Aktionen nur von der Geschäftsleitung ausgingen.
  2. Sorgen Sie für mehr Rotation. Lassen Sie Mitarbeiter zwischen leichten und schwereren Jobs wechseln, etwa zwischen Staplerfahren, Wareneingang und Kommissionierung.
  3. Bauen Sie in Belastungsbereichen Überstunden und Mehrarbeit ab. Das verringert Ihre betrieblichen Risiken. Überstundenlast sollten Sie besser neuen Mitarbeitern übertragen.
  4. Sorgen Sie für Nachwuchs in fluktuationsarmen Jobs, z. B. indem Sie wenig bekannte Berufe an Schulen in Ihrer Umgebung vorstellen. Diese Werbung können Sie mit anderen Firmen gemeinsam durchführen.
  5. Automatisieren Sie - wenn möglich - Arbeitsvorgänge. Hier sollte die Einsparung von belastenden Arbeiten (nicht von Arbeitsstunden!) der Antreiber sein.
Hinweis des „TrendScanner”: Die Folgen des Altersumbruchs werden zwar heftig diskutiert, aber in der Praxis noch zu wenig umgesetzt. Liegt das Durchschnittsalter in Ihrem Unternehmen bei über 36 Jahren, besteht Handlungsbedarf!

Spüren Sie Demografie-Risiken im Betrieb auf

  • Lokalisieren Sie Arbeiten, die mit hohen, einseitigen, lange andauernden körperlichen Belastungen einhergehen. Beispiel: In der Logistik eines Handelsbetriebes bewegt ein Kommissionierer pro Jahr das Gewicht von 1.000 Lkws. Er hat nach der Hauptschule begonnen, ist also im Alter von 50 bereits 35 Jahre im Beruf.
  • Identifizieren Sie Ressorts, die eine besonders stabile Mitarbeiterschaft haben (wenig Abgänge, lange Betriebszugehörigkeit), in denen sich Belastungen also über die Jahre kumuliert haben.
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