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Verstaubte Kurorte werden zu hippen Medical-Wellness-Hotspots

veröffentlicht am 27.04.2011 unter Trends & Zukunft

Staatlich finanzierte Kurorte sind längst keine Selbstverständlichkeit mehr, und als Folge davon kämpfen die althergebrachten Erholungsorte verstärkt um Patienten. Nach wie vor stellen Heilbäder und Kurorte jedoch einen wesentlichen Faktor des deutschen Binnentourismus dar.

Medical Wellness ist in den meisten Heilbädern längst angekommen - eine Verknüpfung aus touristischen und medizinischen Angeboten. Gesunden und Genießen heißt die Devise, die Hotels veranlasst, Ärzte einzustellen, und Kliniken dazu bewegt, Patienten als Erholungsgäste zu empfangen. Der Zukunftsletter stellt Ihnen hier einige erfolgreiche Beispiele vor:

1. Hightech mit Schampus

Das Ascara Health & Beauty Center liegt direkt gegenüber des mondänen Kempinski Hotel Falkenstein, das in Ausstattung, Service und Gastronomie keine Wünsche offen lässt. Verschiedene Packages können gebucht werden, etwa ein "Risk & Health Check", der neben Anamnese und Lifestyle-Anamnese, Ganzkörperuntersuchung, EKG, Fitness-Test und zahlreichen anderen Checks wie Laboruntersuchungen auch zwei Übernachtungen, ein 3-Gänge-Menü und die Nutzung des Wellness-Bereiches vom Kempinski beinhaltet. So kann nach den Untersuchungen bei einem Glas Champagner der Blick auf die Frankfurter Skyline genossen werden.

2. Prävention und Kurz-Therapien

Das Medical-Wellness-Zentrum der Klinik am Haussee inmitten der mecklenburg-vorpommerischen Seenlandschaft verbindet Prävention und Entspannung. Zeit für Körper und Psyche sollen die Gäste in dem Erholungsort finden, die zwischen Wohlfühl- und Entspannungsangeboten - Massagen, Fango- und Moorpackungen oder auch Aquagymnastik - sowie umfassender medizinischer Vorsorge wählen können. In Form von Kurzkuren werden Alltagsleiden wie mangelnde Fitness oder leichtes Übergewicht behandelt, aber auch präventiv Herz-Kreislauf- oder Diabetes-Erkrankungen.

3. Naturheilen und Sterne-Gastronomie

BollAnt`s im Park im beschaulichen Bad Sobernheim vermarktet sich als Romantikhotel mit Vital Spa und Medical Wellness-Angebot. Für die Gäste bedeutet das auf der einen Seite Schlemmen im Sternerestaurant "Passione Rossa", gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, sich bei Indikationen wie rheumatischen, gynäkologischen, Herz-Kreislauf- oder Stoffwechsel-Erkrankungen sowie bei Erkrankungen des Skelettsystems, des Verdauungstraktes, der Atmungsorgane, bei Allergien, allgemeiner Leistungsschwäche oder auch zur Rekonvaleszenz behandeln zu lassen.

Der Schwerpunkt liegt auf Naturheilverfahren, die ergänzend zur Schulmedizin verstanden werden. "Zurück zur Natur" heißt das Motto der im Mittelpunkt stehenden "Felke-Therapie", basierend auf den Elementen Licht, Luft, Wasser und Erde.

4. Gesundheit als nachhaltiges Ziel

Im Prinzip wären ausgefallene Architektur, stylishes Design, puristisches Lifestyle-Ambiente und herrliche Landschaft Grund genug, um ein paar Tage im Lanserhof abzusteigen - doch das Gesundheitsmedizin- und Therapiezentrum in der Nähe von Innsbruck bietet dem Erholung Suchenden weit mehr als "einfache" Entspannung und Urlaub. Das Hotel ist an den speziellen Bedürfnissen seiner Gäste orientiert: Die Gesundheit des Menschen wird als Ganzes gesehen, weswegen nicht nur einzelne Symptome behandelt, sondern Körper, Geist und Seele gleichermaßen verwöhnt und stimuliert werden.

Ob Prävention oder Regeneration, Entschlackung oder Fitness, klassische oder naturheilkundliche Medizin - das Programm ist so vielfältig wie die Wünsche der Gäste. Gemeinsam wird ein Ziel erarbeitet, das bereits zwei Wochen im Vorfeld von den Gästen verfolgt werden muss. Ein anschließend mindestens dreiwöchiger Aufenthalt im Lanserhof folgt. Ein Team aus Ärzten, Therapeuten und Spezialisten steht dabei dem gesundheitsorientierten Urlauber mit individuellen Ratschlägen zur Seite, um auch nach den Ferien so gesund wie möglich zu leben.

Prognose des Zukunftsletters:

Kein Touristikveranstalter, kein Ferienort oder Hotel kann sich dem Thema Gesundheit auf Reisen heute noch entziehen. Das Luxusgut wird zum entscheidenden Faktor beim täglichen Einkauf ebenso wie bei der Gestaltung des Urlaubs. Ob Kurz-Kur oder Langzeitferien:

Urlauber wünschen sich in erster Linie Angebote, die sich positiv auf ihre Work-Life-Balance und damit auf ihre Gesundheit auswirken. Von dem neuen Health Empowerment können die Reisebranche und insbesondere auch die Kurorte profitieren, wenn sie es schaffen, die Grenze zwischen krank und gesund, zwischen Patient und Gast einzureißen.

 

 

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Sabine Kuhlage, LBS Westdeutsche Landesbausparkasse, Münster

Vorgestellt
Dr. Eike Wenzel
Dr. Eike Wenzel
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