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Megamarkt: Maschinen mit Mobilfunk-Modul

veröffentlicht am 21.04.2011 unter Trends & Zukunft
Gegenstände und Maschinen sind in Zukunft standardmäßig mit Mobilfunksendern ausgestattet: Sie melden ihren Standort, warnen vor Defekten, fordern einen Wartungstechniker an (Fachwort: Machine-to-Machine-Kommunikation, kurz M2M). 50 Milliarden Geräte werden im Jahr 2020 am Mobilfunknetz hängen, schätzt der Hersteller Ericsson.
Interessant: Derzeit bieten vor allem kleine Anbieter Maschinen an, die per Handy kommunizieren können. Das Modell: Die Spezialfirmen kennen die Bedürfnisse in einer Industrie gut und bringen die nötigen Funkmodule auf den Markt.

Drei Beispiele zeigen, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten sind:
  1. Die Container Security Box (CSB) ist etwa so groß wie ein Auto-Nummernschild und wird auf dem Dach eines Containers angebracht. Sie schickt regelmäßig eine SMS mit ihrer Position an den Verlader und schlägt Alarm, wenn die Türen der Ladungsbox geöffnet werden. Auf Wunsch meldet sie auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Container. Entwickelt wurde die CSB von Rainer Koch, einem ehemaligen Funkfachhändler. Kühne & Nagel setzen den Sensor bereits ein (www.csb-technologies.de).
  2. Die Firma Hessen-Forst bewirtschaftet 340.000 Hektar Staatswald. Problem: Immer wieder werden gefällte Bäume gestohlen; aber eine Kontrolle der Ablageplätze wäre zu aufwändig. Lösung: Hessen-Forst versteckt in ausgehöhlten Baumstämmen kleine Funkmodule mit Satellitennavigation. Am Computer können die Mitarbeiter so verfolgen, wo sich die Stämme befinden.
  3. Wenn Züge verunglücken, ist oft eine gebrochene Wagenachse am Waggon der Grund. Abhilfe schafft die Münchner Firma Eureka: Sie hat ein Gerät entwickelt, das an der Waggonachse angebracht wird. Es erfasst Kilometerleistung, Bremsverhalten und eventuelle Schäden. Rollt der Waggon in einen Bahnhof, überträgt das Gerät die Daten mittels drahtlosem Internetzugang an den Betreiber. Ein Pilotversuch läuft.
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Birgit Nalke, Zentralverwaltung der Pflegeheime Rita Münch, Neuhausen/Erzgebirge

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Bernd Röthlingshöfer
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