Info-Produzenten nutzen RSS (Really Simple Syndication), um Nachrichten „wirklich einfach“ zu verbreiten. Im Kampf um Aufmerksamkeit im WWW kommen vor allem die Onlineportale der Medienhäuser nicht mehr umhin, die Meldungen und Artikel aus den einzelnen Redaktionen über RSS-Kanäle zu verbreiten.
Wie der
Zukunftsletter berichtet, bietet die New York Times 100 (!) verschiedene RSS-Feeds an (die freien Podcast-Angebote noch nicht mitgerechnet). Die einzelnen News-Kanäle sind den redaktionellen Ressorts zugeordnet, auf Jobanzeigen und dort jeweils auf bestimmte Städte bezogen, oder sie stellen die von den Lesern per E-Mail meistversendeten Artikel bereit.
Kleinanzeigenportale wie
Quoka ermöglichen das Abonnieren der jüngsten Annoncen einer bestimmten Suchabfrage wie „3- bis 4-Zimmer-Wohnungen im Umkreis von 25 km“ zu einem gewählten Ort.
Die personalisierte Zeitung: RSS ist der individuell zugeschnittene Nachrichten-Mix Die Webbrowser Firefox, Safari und auch der Internet Explorer 7 von Microsoft haben RSS integriert und lesen die zugrunde liegenden XML-Dateien aus. Die Empfänger profitieren davon, dass RSS eine Abonnement-Funktion ist, die ihnen die neuesten Artikel sofort nach Veröffentlichung auf den Rechner spielt.
Auch Podcasts können über einen RSS-Feed mit einer angehängten MP3-Datei abonniert werden. Der Empfänger bestimmt seinen Nachrichten-Mix also selbst.
Sogar komplette Webseiten können aus einem Patchwork von XML-Dateien bestehen. Verbands- oder Branchen-News etwa können so in die eigene Website eingespeist werden. Unter
www.rss-verzeichnis.de oder
www.rssscout.de finden sich Feeds nach Themenkategorien geordnet. Ein Beispiel für einen webbasierten News-Reader ist der
Google Reader.
Der schnellste Weg zum Journalisten und Wege aus der Belästigungsfalle Siemens und McDonald’s beispielsweise setzen ihre Presseveröffentlichungen zusätzlich als RSS-Feed auf. Auch der Heiztechnikspezialist Vaillant baut darauf und bedient gleich mit 13 verschiedenen Kanälen die verschiedensten journalistischen Interessengruppen.
Zukunftsletter-Fazit: RSS wird in Zukunft nicht nur aufgrund des erhöhten SPAM-Aufkommens an Bedeutung gewinnen, sondern auch, weil Kunden E-Mail-Adressen aus genau diesem Grund ungern weitergeben möchten - etwa für Unternehmens-Newsletter, die allzu oft umständlich abzubestellen sind.
Checkliste RSS: Kommunizieren Sie mit Ihren Kunden, wenn diese es wollen!Mit RSS vermeiden Sie, unerwünscht im digitalen Briefkasten Ihrer Kunden zu landen oder im Spam unterzugehen. In RSS-Feeds spielt die Nachrichtenfrequenz keine Rolle - im Gegenteil: News-Kanäle werden abonniert, weil man mit vielen Meldungen rechnet, aus denen die Highlights gepickt werden.
Nutzen Sie die neuen Verbreitungswege! Das Multichanneling von Markenbotschaften per RSS kommt den neuen Mediennutzungsgewohnheiten (mobiler, selbstbestimmter, aktiver, aber auch selektiver) entgegen. Handys der neuen Generation können bereits RSS-Feeds auslesen.
Zukunftsletter-Tipp: Google liebt RSS! XML-Dateien werden mitunter weit oben im organischen Index von Google platziert, weil sie in Listen oder webbasierten Feed-Readern ständig aktiviert (ausgelesen) werden und somit „Klicks“ erzeugen. Die neuen Internet-Browser wandeln diese Dateien gleich in lesbaren Text um.