Dass Kunden im Laden mit ihrem Handy nachprüfen, wie viel ein Produkt anderswo kostet, ist bald an der Tagesordnung. Amazon treibt diese Entwicklung jetzt voran: Das Online-Kaufhaus verschenkt an seine Kunden eine kostenlose Software namens Price Check. Nutzer, die sie auf ihr iPhone aufspielen, können damit den Barcode eines Produktes scannen - und sehen sofort auf dem Display, zu welchem Preis Amazon die Ware online anbietet.
Trendletter-Prognose : Die vier Wände eines Ladens sind in Zukunft durchlässig. Sonderangebote im Geschäft können jederzeit mit Preisen von anderen Läden oder Versendern verglichen werden.
Folge: Mehr Preistransparenz, stärkerer Wettbewerb. Als Erstes werden das die Händler von Unterhaltungselektronik und weißer Ware spüren. Doch der Vormarsch der mobilen Schnäppchenjäger bietet auch Chancen: Händler können die Kunden buchstäblich aus dem Laden der Konkurrenz weglocken.
Beispiel: Die Elektronikkette
Best Buy kooperiert mit dem mobilen Preisvergleichs-Programm
TheFind. Der Clou: Merkt die Software, dass sich Nutzer mit ihrem Handy an der geografischen Position einer
Wal-Mart-Filiale befinden, blendet sie spezielle Sonderangebote von
Best Buy ein. So will der Elektronikmarkt die Kunden vom Hauptkonkurrenten weglocken.
Kunden vergleichen per Handy die Preise: So können Sie gegensteuern - Bieten Sie verstärkt Produktkombinationen an.
- Schnüren Sie Angebotspakete aus Produkt und Dienstleistung.
- Bieten Sie Produkte - wenn möglich - exklusiv an.
- Inszenieren Sie das Einkaufserlebnis stärker.