Die Plattform Fab.com wächst wie irrsinnig. Das Unternehmen ist momentan DAS Beispiel dafür, wie Konsum in der digitalen Zukunft funktioniert: Fab war ursprünglich ein Portal für die amerikanische Homosexuellen-Community. Es kommt also tief aus einer sozialen Bewegung heraus und hat im Zuge dessen sein Geschäftsmodell nach und nach umgebaut.
Wie es das Unternehmen geschafft hat, 600.000 Mitglieder innerhalb von zwei Monaten zu rekrutieren, zeigt der Fachinformationsdienst
Zukunftsletter:
Fab ist stylish, chic, äußerst angesagt – und wird deshalb intensiv über Twitter, Facebook und Google+ verlinkt. Was die klassischen Luxus-Marken im Internet wahrscheinlich auch in 10 Jahren nicht schaffen werden: Fab wird von der Social-Media-Community geliebt. Über Fab wird geredet, und bei Fab wird gekauft.
Wie verdient man 1,4 Millionen US Dollar in einer Woche im Internet mit Schmuck, Möbeln und Haushaltsgegenständen?
Fab wollte nie ein Luxus-Retailer werden, aber die Community wollte es. In der Regel verdient Fab mit Flash-Deals, also zeitlich begrenzten Verkaufs-Aktionen, die sich über 72 Stunden erstrecken. 25 % des Umsatzes, den Fab am Black Friday (der Tag nach Thanksgiving und der Start des Weihnachtseinkaufs) einfuhr, kamen über Verlinkungen mit Facebook zustande.
Die Konsequenzen für Sie: Softwaregetriebene Handelsinnovationen wie
Fab.com oder Warby Parker weisen den Weg in ein E-Commerce-Zeitalter, das seine Attraktivität über die Nähe zur Internet-Community gewinnt.
Die
Trennung in kalten E-Commerce und Erlebniseinkauf im stationären Handel entspricht
nicht mehr den Wünschen der Konsumenten von morgen. Die verbinden mit dem abgedroschenen Begriff „Erlebnis“ künftig vor allem auch: authentisches Community- Shopping im Netz.