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Eine Analyse aus England rückt die Zukunft der Arbeit in ein neues Licht. Kernaussage: angestellter Freiberufler, so wird der Status des typischen Berufstätigen im Jahr 2020 beschrieben.

veröffentlicht am 24.03.2011 unter Trends & Zukunft
Der Mitarbeiter hat zwar einen festen Arbeitsvertrag mit monatlichem Lohn - aber er ist breit qualifiziert und wird im Laufe eines Jahres in wechselnden Funktionen eingesetzt, ähnlich einem Freelancer. Den festen Arbeitsplatz mit über Jahre konstantem Job-Inhalt wird es demnach nicht mehr geben. Grund ist der erhöhte Bedarf an Flexibilität in den Unternehmen. Rasche Veränderungen in den internen Prozessen und ein hohes Innovationstempo werden aus den Mitarbeitern interne Job-Nomaden machen.
Die Prognose, dass die Zahl der selbstständigen Ich-AGs in Zukunft weiter zunimmt, wird aber so nicht eintreffen. Viele Unternehmen legen bei ihrer Stamm-Belegschaft Wert auf stabile Arbeitsbeziehungen, wie sie nur ein Angestelltenverhältnis gewähren kann.

Überdies wird sich zeigen, dass viele Menschen für die derzeit politisch gewollte Ich-AG nicht geeignet sind - ihnen fehlt das Unternehmer-Talent. Der Berufsweg der Zukunft wird Mitarbeiter lange an ein Unternehmen binden. Schulung über die ganze Karriere hinweg wird an Bedeutung gewinnen.

"Mitarbeiter entwickeln sich zusammen mit ihren Unternehmen weiter", heißt es in der Analyse. Freilich wird es mehr Anpassungen geben als früher. Die Karriere ist eine Landschaft mit Bergen und Tälern von Arbeitszeiten - je nach Bedarf des Arbeitgebers und Lebenssituation des Angestellten wird mal mehr, mal weniger gearbeitet.

Viele Männer im Beruf werden sich sowohl um ihre Kinder als auch um die alternden Eltern kümmern müssen. Mann arbeitet 60 Stunden, Frau 20 Stunden die Woche, dieses Modell wird deshalb an Gewicht verlieren. Mehr Männer als heute werden sich den familiären Pflichten widmen - und nur 35 Stunden in der Woche arbeiten. Auch viele arbeitende Ehefrauen werden die 30- bis 35-Stunden-Woche wählen.
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Constantin Gillies
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