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Diese Megatrends verändern künftig Ihre Märkte

veröffentlicht am 10.08.2009 unter Trends & Zukunft
Trend 1: Der Produktdschungel lichtet sich
In den Regalen von US-Läden fand in den letzten Monaten unbemerkt eine Revolution statt. Die Händler fahren erstmals seit Jahren die Zahl der Produktvarianten wieder zurück. Im Drogeriemarkt Walgreen etwa gibt es nur noch 11 Sorten Superkleber - statt 25.
Diagnose: Der Trend zu immer breiteren Angebotspaletten ist gestoppt und kehrt sich teilweise sogar um.

Hintergrund: Seit 1996 stieg die Zahl der Produktvarianten in einem Supermarkt um bis zu 50 %. Jetzt beginnen viele Märkte, das Angebot wieder zu vereinfachen, weil sich zeigt: Eine kleinere Auswahl regt zum Kaufen an, der Umsatz steigt. Die Krise wirkt dabei nur als Katalysator: Schon seit Längerem beobachten Einzelhändler, dass zu komplexe Angebote die Kunden überfordern.

Unsere Prognose
: Die überfällige Korrektur ist da. Varianten, die sich von anderen Produkten nur marginal unterscheiden, werden zunehmend aussortiert. Gewinner dieser Entwicklung: die Marktführer in einem Segment und die Handelsmarken. Supermärkte etwa werden bekannten Produkten den Vorzug geben. Verlierer sind kleine Anbieter.

Allerdings: Bei aller Vereinfachung der Sortimente wird es keine Rückkehr zum Einheitsprodukt geben. Auch in Zukunft haben innovative Produkte gute Chancen. Trotzdem: Auch Sie sollten überprüfen, inwiefern Sie Ihr Angebot vereinfachen könnten.

Trend 2: Selbstbedienung wird beliebter
Der Rezessionskunde liebt es, sich selbst zu bedienen. Im Supermarkt wird selbst gescannt; statt im Callcenter anzurufen, besuchen Konsumenten lieber eine Webseite, man zieht den Automaten einem Menschen am Schalter vor. Die Ausgaben für Selbstbedienungs-Technologie wachsen mit 15 % pro Jahr.

Diagnose
: Selbstbedienung gewinnt zunehmend Anhänger. 60 % aller Kunden suchen lieber selbst ein Produkt im Laden, als einen Angestellten damit zu beauftragen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Gartner. Selbstbedienungs-Technologien senken nicht nur die Kosten; sie erhöhen auch die Bequemlichkeit - und ziehen so zusätzliche Kunden an.

Beispiele: Die Videotheken-Kette Blockbuster stellt in Supermärkten Verleihautomaten auf und will so Konsumenten erreichen, die nicht in eine Blockbuster-Filiale gehen. Pitney Bowes, Hersteller von Frankiermaschinen, platziert Selbstbedienungs-Kioske in Bürogebäuden. Grund: Studien zeigen, dass immer mehr Kunden der Weg zu einer Postfiliale zu weit ist. Die Einnahmen aus den Kiosken teilt sich Pitney Bowes mit der US-Post.

Unser Tipp
: Neue Selbstbedienungselemente sind nur dann sinnvoll, wenn sie a) Ihre Kosten senken - und b) dem Kunden einen zusätzlichen Nutzen bieten, etwa bessere Verfügbarkeit, kürzere Wege oder geringeren Aufwand.
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