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Diese 6 Märkte treiben in Zukunft das Wachstum an

veröffentlicht am 21.09.2005 unter Trends & Zukunft
Fallstudie von 3M zu den Zukunftsmärkten 2006-2015

3M gilt beim Thema Innovation als einer der weltweit stärksten Konzerne. Spezialität des Unternehmens ist die Massen-Innovation auf vielen unterschiedlichen Märkten - hier gibt es nicht nur das eine oder andere Durchbruch-Produkt, sondern eine stets gut gefüllte Pipeline von Neuheiten. Was in den Jahren 2006 bis 2015 den Markt bestimmen wird, ist aus 3M-Sicht schon in Umrissen bestimmbar. Das Unternehmen arbeitet mit einer Liste von 6 wichtigen Zukunfts-Technologien, die der Trendletter Ihnen hier mit den dazugehörigen Märkten vorstellt:

Trendletter-Tipp 1: Nanotechnologie ist die Technologie der allerkleinsten Komponenten und Strukturen, die für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar sind, Ausmaß um den milliardsten Teil eines Meters. Hier werden Werkstoffe und Produkte mit neuen Eigenschaften geschaffen - Beispiele: Zahnfüllungen aus Nanomaterial, die Karies verhindern. Optische Filme, aus denen Flachbildschirme der neuen Generation gebaut werden. Stromleitungen aus Nanomaterial, bei denen es kaum noch Leitungsverluste gibt.

Trendletter-Tipp 2: Sensoren, Indikatoren, Diagnostik: Aus der Ferne Zustände und Daten erkennen können, dieses Vorgehen wird zu einem Zukunftsmarkt. Beispiele: Chronisch Kranke werden an die Ferndiagnose angeschlossen. Sie leben zu Hause, der Arzt kann aber bei Beschwerden jederzeit überprüfen, ob eine Einweisung ins Krankenhaus nötig ist. Elektronische Fußfesseln, die bei Verurteilten den Hausarrest sicher stellen. Temperatur-, Frische- und Qualitätskontrollen an verderblichen Lebensmitteln auf ihrem Weg durch die Logistikkette.

Trendletter-Tipp 3: Track & Trace: In immer mehr Anwendungen sind jederzeit Übersicht und Kontrolle nötig. Deshalb blüht der Markt für die Verfolgungstechnologien. Beispiele: Bei Paketdiensten wie DHL oder FedEx kann sich der Kunde jederzeit vergewissern, wo sich die Sendung gerade befindet. Um Produktfälschungen zu verhindern, wird Ware mit RFID-Etiketten ausgestattet, die als Lokalisator und Echtheits-Steckbrief fungieren. In Bibliotheken können die Ausleih-Schalter geschlossen werden - Funk-Etiketten wissen jederzeit, wo die Bestände sind; verlässt der Ausleiher die Bücherei, werden die mitgenommenen CDs und Bücher automatisch erfasst. In öffentlichen Verkehrsmitteln wird die Zahlung des Fahrpreises automatisch ausgelöst, sobald der Fahrgast etwa die Straßenbahn betritt.

Trendletter-Tipp 4: Separieren und filtrieren - dieser Markt bedient die ständig wachsenden Ansprüche an die Qualität von Luft, Wasser und anderen Stoffen. Anwendungs-Beispiele: Klimaanlagen werden sich in Mitteleuropa weiter verbreiten. Deren Käufer wünschen sich Luft, aus der Staub und Allergene entfernt wurden. Auch Autos werden mit entsprechenden Filtern ausgestattet. Überdies wächst der Markt für Wasserfilter weiter - zentral angewendet werden Filter in Kläranlagen, dezentral etwa an den Wasserhähnen in den Haushalten.

Trendletter-Tipp 5: Identifikation: Was ist echt? Wer hat Zugang? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen diesen Markt, der ein wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit bedient. Dokumente und Produkte sollen mit fälschungssicheren Merkmalen ausgestattet werden - Geldscheine und Ausweispapiere etwa. Betriebsgebäude sollen mit wirksamen Zugangskontrollen bestückt werden, ebenso PCs, Rechnernetze und Datenbanken. Deshalb gewinnen Anwendungen wie das Scannen von Fingerabdrücken, der Iris oder der Stimme an Gewicht - trotz der Rückschläge.

Trendletter-Tipp 6: Lkw-Management: Aus einem gegebenen Transport mehr Leistung herausholen, dieser Bedarf wird weiter wachsen. Denn: Straßenmaut und Sprit verteuern sich künftig, durch Überfüllung wird überdies der Straßenraum knapper. Deshalb steigt die Nachfrage nach Fahrzeugmanagement weiter an. Routen effizienter planen, Beladung von Transportfahrzeugen optimal ausschöpfen, zur Verfügung stehende Kapazitäten jederzeit lokalisieren können (Telematik) - so lauten einige der Anforderungen.

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Mario Kleint, Franks Agentur, Dresden

Vorgestellt
Dr. Eike Wenzel
Dr. Eike Wenzel
Chefredakteur vom
Zukunftsletter

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