Fallstudie von 3M zu den
Zukunftsmärkten
2006-2015
3M gilt beim Thema Innovation
als einer der weltweit
stärksten Konzerne.
Spezialität des
Unternehmens ist die
Massen-Innovation auf vielen
unterschiedlichen Märkten
- hier gibt es nicht nur das
eine oder andere
Durchbruch-Produkt, sondern
eine stets gut gefüllte
Pipeline von Neuheiten. Was in
den Jahren
2006 bis 2015
den Markt bestimmen wird, ist
aus 3M-Sicht schon in Umrissen
bestimmbar. Das Unternehmen
arbeitet mit einer Liste von 6
wichtigen
Zukunfts-Technologien, die der
Trendletter Ihnen
hier mit den dazugehörigen
Märkten vorstellt:
Trendletter-Tipp
1: Nanotechnologie ist die
Technologie der allerkleinsten
Komponenten und Strukturen, die
für das menschliche Auge
nicht mehr sichtbar sind,
Ausmaß um den
milliardsten Teil eines Meters.
Hier werden Werkstoffe und
Produkte mit neuen
Eigenschaften geschaffen -
Beispiele: Zahnfüllungen
aus Nanomaterial, die Karies
verhindern. Optische Filme, aus
denen Flachbildschirme der
neuen Generation gebaut werden.
Stromleitungen aus
Nanomaterial, bei denen es kaum
noch Leitungsverluste gibt.
Trendletter-Tipp
2: Sensoren, Indikatoren,
Diagnostik: Aus der Ferne
Zustände und Daten
erkennen können, dieses
Vorgehen wird zu einem
Zukunftsmarkt. Beispiele:
Chronisch Kranke werden an die
Ferndiagnose angeschlossen. Sie
leben zu Hause, der Arzt kann
aber bei Beschwerden jederzeit
überprüfen, ob eine
Einweisung ins Krankenhaus
nötig ist. Elektronische
Fußfesseln, die bei
Verurteilten den Hausarrest
sicher stellen. Temperatur-,
Frische- und
Qualitätskontrollen an
verderblichen Lebensmitteln auf
ihrem Weg durch die
Logistikkette.
Trendletter-Tipp
3: Track & Trace: In
immer mehr Anwendungen sind
jederzeit Übersicht und
Kontrolle nötig. Deshalb
blüht der Markt für
die Verfolgungstechnologien.
Beispiele: Bei Paketdiensten
wie DHL oder FedEx kann sich
der Kunde jederzeit
vergewissern, wo sich die
Sendung gerade befindet. Um
Produktfälschungen zu
verhindern, wird Ware mit
RFID-Etiketten ausgestattet,
die als Lokalisator und
Echtheits-Steckbrief fungieren.
In Bibliotheken können die
Ausleih-Schalter geschlossen
werden - Funk-Etiketten wissen
jederzeit, wo die Bestände
sind; verlässt der
Ausleiher die Bücherei,
werden die mitgenommenen CDs
und Bücher automatisch
erfasst. In öffentlichen
Verkehrsmitteln wird die
Zahlung des Fahrpreises
automatisch ausgelöst,
sobald der Fahrgast etwa die
Straßenbahn betritt.
Trendletter-Tipp
4: Separieren und
filtrieren - dieser Markt
bedient die ständig
wachsenden Ansprüche an
die Qualität von Luft,
Wasser und anderen Stoffen.
Anwendungs-Beispiele:
Klimaanlagen werden sich in
Mitteleuropa weiter verbreiten.
Deren Käufer wünschen
sich Luft, aus der Staub und
Allergene entfernt wurden. Auch
Autos werden mit entsprechenden
Filtern ausgestattet.
Überdies wächst der
Markt für Wasserfilter
weiter - zentral angewendet
werden Filter in
Kläranlagen, dezentral
etwa an den Wasserhähnen
in den Haushalten.
Trendletter-Tipp
5: Identifikation: Was ist
echt? Wer hat Zugang? Diese und
ähnliche Fragen
beschäftigen diesen Markt,
der ein wachsendes
Bedürfnis nach Sicherheit
bedient. Dokumente und Produkte
sollen mit
fälschungssicheren
Merkmalen ausgestattet werden -
Geldscheine und Ausweispapiere
etwa. Betriebsgebäude
sollen mit wirksamen
Zugangskontrollen bestückt
werden, ebenso PCs,
Rechnernetze und Datenbanken.
Deshalb gewinnen Anwendungen
wie das Scannen von
Fingerabdrücken, der Iris
oder der Stimme an Gewicht -
trotz der
Rückschläge.
Trendletter-Tipp
6: Lkw-Management: Aus
einem gegebenen Transport mehr
Leistung herausholen, dieser
Bedarf wird weiter wachsen.
Denn: Straßenmaut und
Sprit verteuern sich
künftig, durch
Überfüllung wird
überdies der
Straßenraum knapper.
Deshalb steigt die Nachfrage
nach Fahrzeugmanagement weiter
an. Routen effizienter planen,
Beladung von
Transportfahrzeugen optimal
ausschöpfen, zur
Verfügung stehende
Kapazitäten jederzeit
lokalisieren können
(Telematik) - so lauten einige
der Anforderungen.