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Denken Sie jetzt darüber nach, Ihre Budgets abzuschaffen

veröffentlicht am 19.03.2009 unter Trends & Zukunft
Der Ölpreis fällt in kurzer Zeit von 140 auf 40 Dollar. Das macht alle Budgets obsolet, in die der hohe Preis eingeflossen ist. So verhält es sich derzeit mit vielen Daten, auf denen Budgets fußen: Die Schwankungsbreite ist hoch. Oft entstehen in kurzen Abständen neue Realitäten. Das arbeitet den Kritikern des rigorosen Budgetkonzepts in die Hände. Deren Unmut über die konventionell erstellten Budgets ist so groß, dass sich zwei Bewegungen gebildet haben: das Beyond Budgeting Roundtable und das Beyond Budgeting Transformation Network.

Die Idee ist zwar nicht ganz neu, gewinnt aber in turbulenten Zeiten stark an Dringlichkeit, denn beide arbeiten auf dasselbe Ziel hin: Abschaffung der Budgets. Das Unternehmen soll stattdessen mehr selbst steuernd und dezentral arbeiten.

Der Trendletter gibt Ihnen im folgenden Beitrag wertvolle Praxistipps, worauf es jetzt in Sachen Budget ankommt.
Einige Unternehmen wie Hilti oder Svenska Handelsbanken setzen diese Idee bereits um. Andere arbeiten mit extrem verschlankten Budgets. Die Praxis der Unternehmen, die das Budget nicht gleich ganz abschaffen wollen, kann so aussehen:
  • Mit relativen Zielen steuern. Statt ‘4 Prozent mehr Umsatz’ wird das Ziel ‘4 Prozent besser als der Marktdurchschnitt’ ausgegeben. Das schafft mehr Flexibilität und reduziert den nachträglichen Anpassungsbedarf.
  • Weniger tief budgetierien. Budgets müssen nicht monatlich auf jedes Produkt und jedes Profit-Center heruntergebrochen werden. Er reicht, wenn mit stärker aggregierten Größen gearbeitet wird. Das verschlankt den Budgetprozess deutlich.
  • Mit weniger Abstimmungsschleifen budgetieren. Beenden Sie das mehrfache Hin und Her zwischen Linie und Geschäftsführung. Investieren Sie einen Teil der gesparten Zeit, um sich über die richtigen Annahmen Gedanken zu machen. Erst dann wird das vereinfachte Budget aufgestellt.
Trendletter-Einschätzung: Der althergebrachte Budgetprozess kostet das Unternehmen sehr viel Energie, die für Marktbearbeitung und Innovation verloren geht. Überdies setzt das Budget oft die falschen Anreize - das Management jagt zu stark danach, Budgetvorgaben zu erfüllen und kümmert sich zu wenig um den sich verändernden Markt. Wer sein Budget nicht ganz abschaffen will, sollte deshalb zumindest auf schlankere Prozesse setzen.
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„Die Verkaufsstrategien, die in „Besser verkaufen” vorgestellt werden, sind zusammen mit den praxisnahen Tipps ein echter Hebel für die Gewinne im Verkauf. Die Ausblicke auf die Zukunft runden das Ganze ab und lassen keine Wünsche offen. Wir sind ein Unternehmen mit 400 Mitarbeitern und setzen sehr viel aus „Besser verkaufen” um. Weiter so!“

Bernd Feige, Ferromatik Milacron GmbH, Malterdingen

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