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Auf ein Wort: Social Media für eine Bank

veröffentlicht am 16.02.2011 unter Trends & Zukunft
Dr. Eike Wenzel trifft Johannes Korten (GLS-Bank Bochum/Leiter Vertriebsmanagement und Online- Vertrieb/BWL-Studium an den Universitäten Bochum und Hagen/berufstätig seit mehreren Jahren als Unternehmensberater in der IT-Branche/freiberuflicher Berater im Bereich Web 2.0.)
Dr. Eike Wenzel:
Die sozialen Medien haben sich als eine Kommunikationsrevolution ohne sofort andockbares Geschäftsmodell herausgestellt. Man könnte auch sagen: Die Neuordnung unserer kommunikativen Umwelt findet statt, doch es gibt keine direkten wirtschaftlichen Verwertungsinteressen dafür. Sind Social Media für eine Bank wirklich ein Zukunftstool, und wie funktioniert das?

Johannes Korten:
Menschen wollen in Geschäftsbeziehungen ernst genommen und auf Augenhöhe behandelt werden. Sie suchen mehr und mehr den Dialog mit Unternehmen im Netz. Für Banken, die Transparenz und Kundendialog ernst nehmen, wird daher die Nutzung sozialer Medien ein integraler Bestandteil von Kommunikation und Geschäftsstrategie sein müssen. Voraussetzungen hierfür auf Bankseite sind Kritikfähigkeit, der Wille zu Wahrhaftigkeit und Offenheit sowie die Fähigkeit zu zeitnaher Reaktion.

Dr. Eike Wenzel:

Bei Ökologie 1.0 in den 1980er Jahren bestand eine tiefe Diskrepanz zwischen Umweltbetroffenheit und Technikbewertung. Technik galt als „natürlicher Feind“ von ökologischem Verhalten. Gibt es aus Ihrer Erfahrung eine innere Verbindung zwischen LOHAS, Neo-Ökologie und Web 2.0? Sind Greendotcom-Zielgruppen möglicherweise Ihre Klientel?

Johannes Korten:

Die genannten Zielgruppen sind allesamt sehr webaffin. Sie nutzen soziale Medien, um sich auszutauschen, sich zu organisieren und sich zu informieren. Der Erfolg von Online-Petitionen ist hier nur ein Beispiel. Die GLS-Bank will diese Menschen, die sich für gesellschaftlichen Wandel interessieren und ihn unter sozialen wie ökologischen Gesichtspunkten mitgestalten wollen, als Kunden gewinnen. Gerne wollen wir weiter mit und an diesen Menschen wachsen. Dafür bilden soziale Medien eine ideale Plattform.
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