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Arbeiten ohne festen Ort wird weiter an Gewicht gewinnen

veröffentlicht am 13.03.2008 unter Trends & Zukunft
Nur wer im Büro anwesend ist, arbeitet - diese alte Gleichung ist aufgehoben. Viele Unternehmen, insbesondere aus wissensintensiven Branchen, entdecken: Es bringt mehr, wenn man den Mitarbeitern die Wahl lässt. Manche arbeiten überwiegend von zuhause aus, andere kommen ins Büro. Zudem suchen sich viele Mitarbeiter gerne selbst die Zeiten aus, zu denen sie am produktivsten arbeiten können. Der Trendletter empfiehlt: Soweit es die betrieblichen Gegebenheiten zulassen, lohnt es sich für Unternehmer, darüber nachzudenken, wie man die Wertschöpfung von Wissensarbeitern vom Büro loslösen kann.
In den USA schaffen viele Unternehmen das Resultsonly Work Environment (ROWE), (übers.: die Arbeitsumgebung, in der nur die Ergebnisse zählen). Anwender dieser Idee berichten über die Folgen:

• ‘Wir brauchen keine Einsatzpläne mehr, Mitarbeiter organisieren sich selbst.’
• ‘Keiner fragt: ‚Wie viele Stunden hast du gearbeitet?‘
• ‘Niemand fühlt sich überarbeitet oder gestresst.’
• ‘Arbeit ist nicht der Ort, wo man hingeht, sondern das, was man leistet.’
• ‘Mitarbeiter auf allen Ebenen gehen sparsamer mit Zeit und Geld des Unternehmens um.’

Drei Dinge sind für die Umsetzung wichtig:
1) Sie können in Ihrer Verwaltung das nichtterritoriale Büro einführen. Feste Zuordnung von Schreibtischen wird aufgehoben, jedem Mitarbeiter, der in die Firma kommt, wird ein Schreibtisch zugeteilt. Da nie alle gleichzeitig anwesend sind, sparen Sie bis zu 30 Prozent der bisherigen Fläche.
2) Die Praxis ist eine Kulturfrage. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, dass sie mehr Verantwortung in ihrem Arbeitsbereich übernehmen sollen. Zeiteinteilung und Abstimmung mit den Kollegen kann jeder für sich selbst besorgen. So wird die Kraft der Selbstorganisation genutzt, das Management muss weniger intervenieren.
3) Gewisse betrieblich erforderliche Mindest-Anwesenheiten können Sie vorschreiben (hier besser Aufgaben beschreiben als Zeiten und Personen festlegen), ansonsten kann jeder seinen Arbeitsort frei wählen. Berichte und Video-Statements von Anwendern finden Sie im Internet: www.culturerx.com/case-studies

Tipp: Am 1. Mai erscheint das Buch zu ROWE: ‘Why work sucks and how to fix it’, von Cali Ressler und Jody Thompson (224 Seiten, Portfolio-Verlag, 23,95 Dollar), es kann z. B. bei www.amazon.com vorbestellt werden. Kontakt zu den Autorinnen: Tel: 001-612/309 2374 (Minneapolis, USA) oder Internet: www.culturerx.com
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„Als selbstständiger Berater im Hotel- und Gaststättengewerbe helfen mir die gut recherchierten Inhalte des Zukunftsletter, bei der Entwicklung von Unternehmen neue Impulse zu vermitteln. Die konkreten Beispiele im Zukunftsletter unterstützen mich beim Transfer der Ideen in meine Branche. Und die Themenvielfalt bietet ja wirklich für jeden Bereich etwas. Abgerundet wird das Ganze dann durch die ein bis zwei Schwerpunktthemen im Jahr. Ich bin seit fünf Jahren dabei und bin begeistert.“

Klaus HäckKlaus Häck, IfB Institut für Beratung im Gastgewerbe, Wuppertal


Vorgestellt
Bernd Röthlingshöfer
Bernd Röthlingshöfer
Chefredakteur von
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