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Wie Sie die Verantwortungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiter stärken

veröffentlicht am 11.05.2009 unter Unternehmenskommunikation
Ein typisches Phänomen: Es gibt Mitarbeiter, die sich jede Kleinigkeit von Ihnen als  Marketingverantwortlichen absegnen lassen, anstatt einmal selbst Verantwortung zu  übernehmen.

Freiwillig Verantwortung zu übernehmen, nicht nur bis zum Ende des  Schreibtischs, sondern über den Horizont des eigenen Arbeitsgebiets hinaus - davon ist schon  gar nicht die Rede. Also was tun? Mit Druck und Autorität kommen Sie nicht weiter, wenn Sie bei  Ihren Mitarbeitern mehr Verantwortungsbewusstsein entwickeln wollen.

Im Gegenteil: Strikte  Anweisungen geben Mitarbeitern die Möglichkeit, die Verantwortung, falls etwas schiefläuft, auf Sie abzuschieben. Es gibt eine andere Lösung:

Der indirekte - und erfolgreiche - Weg
Das Verantwortungsgefühl Ihrer Mitarbeiter können Sie auf indirektem Weg stärken, z. B. so:  Stellen Sie Ihren Mitarbeitern Fragen. Und zwar nicht nur Fragen, die mit einem einfachen Ja oder  Nein beantwortet werden können, sondern Fragen, die Ihre Mitarbeiter selbst zum Denken  und richtigen Handeln anregen.

Beispiel:
„Wie, Herr Seeger, würden Sie die Aufgabe XY lösen, wenn Sie einmal völlig freie Hand hätten?  Haben Sie einen besseren Vorschlag als das gängige Verfahren?“ Oder: „Wodurch könnten wir  die Bearbeitung der Aufgabe Z beschleunigen?” - Mit solchen Fragen sollten Sie die Zuteilung  von mehr Verantwortung vorbereiten. Unterscheiden Sie dabei 5 verschiedene W-Fragen:
  • Die Was-Frage: Was muss getan werden?
  • Die Wann-Frage: Bis wann muss etwas getan werden?
  • Die Warum-Frage: Warum muss oder sollte etwas getan werden?
  • Die Wie-Frage: Wie soll die Aufgabe ausgeführt werden?
  • Die Womit-Frage: Welche Mittel werden benötigt, um die Aufgabe erfolgreich auszuführen?
Die ersten drei dieser fünf Fragen beantworten SIE Ihren Mitarbeitern. Hier treffen Sie eindeutige  Aussagen und machen klare Vorgaben. Die anderen beiden Fragen lassen Sie Ihre Mitarbeiter beantworten.

Fragen 1 bis 3: In der Regel erhalten Mitarbeiter auf die Was- und Wann-Frage sehr klare  Antworten. Die Antwort auf die dritte Frage (Warum?) wird häufig nicht so ganz befriedigend  ausfallen. Hier sollten Sie als Führungskraft eine ebenso klare und deutliche Aussage machen  und den übergeordneten Zusammenhang, in den die Aufgabe eingebettet ist, deutlich machen. Damit fällt es Mitarbeitern viel leichter, ihre Verantwortung für das Ganze deutlich zu sehen.

Die vierte Frage (Wie?)
lassen Sie Ihre Mitarbeiter selbst beantworten. Denn wenn ein Mitarbeiter  einen eigenen Lösungsweg erarbeiten darf, übernimmt er automatisch auch Verantwortung für  das Ergebnis.

Das gilt auch für die fünfte Frage (Womit?). Ihre Mitarbeiter können in der Regel sehr gut selbst beurteilen, welche Mittel und Ressourcen sie benötigen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Fazit: Das Was, Wann und Warum sollten grundsätzlich Sie beantworten, das Wie und Womit  aber Ihren Mitarbeitern überlassen. Damit stärken Sie die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter und behalten die Hauptregie doch in Ihrer Hand.
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