Sicherlich kennen Sie den Satz: „Gute PR beginnt ‘at home’ - also im eigenen Unternehmen“. Und es gibt wohl kaum einen PRLeiter, der nicht um die Bedeutung der innerbetrieblichen Kommunikation weiß. Anrufer unserer Leser-Hotline (Tel. 0 98 55 / 9 79 13 52, Mo.-Fr. von 10 bis 18 Uhr) berichten jedoch immer wieder, dass eben dieses wichtige Feld der so genannten Human Relations nicht im Aufgabenbereich der PR-Abteilungen angesiedelt ist.
Und tatsächlich sind laut unserer aktuellen Umfrage weniger als 10 % der Öffentlichkeitsarbeiter für die Information der Mitarbeiter ihres Unternehmens verantwortlich:
Zuständigkeiten für interne Kommunikation in deutschen Unternehmen: Personalabteilung 41 % keine klaren Zuständigkeiten 29 % Geschäftsführung 21 % PR-Abteilung 9 %
Quelle: PR Praxis-Umfrage April/Mai 2005, Basis 110 befragte PR-LeiterKämpfen Sie um die Verantwortung für die Mitarbeiterinformation
Viele Unternehmenschefs erkennen die Bedeutung einer professionellen internen Kommunikation erst, wenn ein Krisenfall eintritt - doch dann ist es meist zu spät, um entsprechende Kommunikationsstrukturen aufzubauen und Vertrauen zu schaffen. Deshalb sollten Sie Ihre Vorgesetzten rechtzeitig davon überzeugen, dass Mitarbeiterinformation ein unverzichtbarer Bestandteil der gesamten Unternehmenskommunikation ist. Knackpunkt in den meisten Unternehmen ist, dass jede Abteilung ihre firmeninternen Informationen selbst verfasst - nach dem Motto „Wir wissen ja am besten, worum es geht“. Was dabei herauskommt, sind häufig Texte in „Fachchinesisch“, die die Mehrheit der Beschäftigen kaum nachvollziehen kann. Und eben hier sollten Sie ansetzen:
Auch im Bereich der internen Kommunikation kommt es auf die richtige Zielgruppenansprache an. Und wer - wenn nicht wir PRProfis - versteht es, hier den richtigen Ton zu treffen?
Argumente für die strategische Bedeutung von interner KommunikationNur ein Unternehmen, das nach „innen“ gleichermaßen gefestigt agiert wie nach „draußen” am Markt, stellt eine schlagkräftige Einheit dar. Denn Mitarbeiter sind gewissermaßen Botschafter Ihrer Firma - sind sie gut informiert und motiviert, sorgen sie für ein positives Unternehmensbild. Kommunikation mit den eigenen Mitarbeitern ist deshalb gleichzeitig immer auch externe Kommunikation mit Kunden und Konsumenten. Der Erfolg eines Unternehmens hängt deshalb auch davon ab, dass die innerbetriebliche Kommunikation reibungslos funktioniert.
Nicht das Budget entscheidet, sondern der WilleJe nach Unternehmensgröße, Kommunikationsetat und technischer Ausstattung der Arbeitsplätze haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihre Kollegen auf dem Laufenden zu halten: Von der Mitarbeiterversammlung über die Wandzeitung zur Firmenzeitung bis hin zu Intranet-Angeboten oder einem eigenen Mitarbeiter- TV. Entscheidend ist jedoch nicht, auf welchem Wege die Belegschaft angesprochen wird, sondern dass eine kontinuierliche, offene und zeitnahe Information gewährleistet ist.
Die wichtigsten Instrumente der interne Kommunikation - Beschwerdebriefkasten
- Betriebsausflug
- Betriebsversammlungen
- E-Mail-Newsflash
- Hausmitteilungen
- Info-Newsletter
- Informationsfilme
- Intranet
- Mitarbeiterbefragungen
- Mitarbeiterstammtisch
- Mitarbeiterzeitschrift
- Pressespiegel
- Schaukasten
- Schwarzes Brett
- Veranstaltungen für Familie / Bekannte der Mitarbeiter
- Verbesserungsvorschläge (innerbetriebliches Vorschlagswesen)