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Wie Sie mit interaktiven Sponsoring-Ideen Punkte für Ihr Unternehmen sammeln

veröffentlicht am 01.01.2008 unter Sponsoring
Die Zeiten des Scheckbuch-Sponsorings sind vorbei: Wenn Unternehmen heutzutage Sportvereine, soziale Projekte oder karitative Organisationen unterstützen, möchten sie dafür auch eine messbare Gegenleistung sehen.

In diesem Artikel aus PR Praxis zeigen wir Ihnen anhand von 3 Beispielen, wie Sie Ihre Sponsoring-Aktivitäten so gestalten, dass Sie damit eine überdurchschnittliche Aufmerksamkeit erzielen.
  1. „Sprechende Busse“ statt „stille Werbeträger“

    Der Automobilkonzern Hyundai war der offizielle „Mobilitätssponsor“ der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Normalerweise beschränkt sich diese Sponsorentätigkeit darauf, dass die an der WM teilnehmenden Mannschaften mit Hyundai-Bussen in die Stadien fahren. Das koreanische Unternehmen machte allerdings wesentlich mehr aus seinem Namenspatronat: Es ließ die Fußball-Fans in aller Welt darüber abstimmen, welcher Slogan auf dem Bus ihrer Nationalmannschaft stehen soll.

    Denn in jedem teilnehmenden Land wurde gemeinsam mit einer auflagenstarken Zeitung ein Wettbewerb durchgeführt, bei dem der originellste WM-Bus-Slogan gesucht wurde. Hierzulande - Hyndai kooperierte mit der Bild am Sonntag - fiel die Wahl auf „Für Deutschland, durch Deutschland“. Etwas martialischer fiel die Wahl in Costa Rica aus: „Unsere Armee ist das Team, unsere Waffe der Ball - wir gehen nach Deutschland und siegen auf jeden Fall.“

    Die Resonanz auf die Mit-mach-Aktion war enorm: Mehr als 20 Millionen Fußball-Freunde beteiligten sich an der Slogan-Suche. Und auch das Medienecho war beachtlich: Insgesamt erschienen über 100 Zeitungsartikel, in denen Fotos mit den Hyundai-Bussen abgedruckt wurden - ein Resultat, dass mit einem klassischen Sponsoring-Auftritt mit Sicherheit nicht erreicht worden wäre.

    Tipp: Normalerweise erzielen Sie mit Sponsoring-Aktionen nur eine indirekte Beachtung durch die Medien: Ihr Logo wird zufällig mit abgebildet, wenn die Sportler, Fahrzeuge oder Gegenstände fotografiert und gefilmt werden, auf denen es zu sehen ist. Mit interaktiven Sponsoring-Aktivitäten können Sie gezielt steuern, wo Ihr Firmenzeichen auftaucht: Denn hier gewinnen Sie aktiv Medienpartner, die Ihnen im Gegenzug für Gewinnspiele oder Wettbewerbe kostenlose Abdrucke garantieren.
  2. Tor-Prämie für die Kunden

    Die Hypo-Vereinsbank hat sich im Rahmen ihres Sponsorenvertrages mit dem FC Bayern die Markenrechte zur Verwendung des Logos des deutschen Rekordmeisters für ihre Finanzprodukte gesichert. Diese Vereinbarung nutzen die süddeutschen Banker, um ein ganz spezielles Angebot für Fußballfans auf den Markt zu bringen: Die FC-Bayern- Sparkarte. Der Clou dieser Geldanlage-Möglichkeit: Die Kartenbesitzer kassieren Extra-Zinsen, wenn Tore fallen - denn für jedes 10. Heimtor des FC Bayern gibt es 0,1 Prozentpunkte Sonderzinsen. Und zum Saisonabschluss wird - sofern die Bayern Meister werden - eine Sonderprämie von 5 % auf die Spareinlagen ausgezahlt.

    Bei den Bayer-Anhängern kam die torabhängige Sparkarte hervorragend an: Mit dem originellen Sparmodell hat die Bank mehr als 20.000 neue Kunden gewonnen.

    Tipp: Eigene Sponsoring-Produkte zu kreieren, ist eine intelligente Erweiterung der klassischen Sponsoringformen. Dabei werden quasi die Rollen getauscht: Nicht der Sportverein tritt mit Ihrem Logo auf, sondern Sie können dessen Markenzeichen auf Ihren Produkten nutzen. Denken Sie also beim Abschluss von Sponsoring-Vereinbarungen daran, sich dieses so genannte „Merchandising“-Recht zusichern zu lassen.
  3. Spielstandanzeige in Brötchen

    Bäckermeister Bernd Kütscher aus Mending ist leidenschaftlicher Anhänger des örtlichen Fußballvereins Grün-Weiß Mending. Er ärgerte sich aber bereits seit Jahren darüber, dass die Bratwürste im Stadion mit vertrocknetem Toastbrot verkauft werden. Deshalb entschloss er sich für ein „Naturalien-Sponsoring“: Er vereinbarte mit der Vereinsführung, dass er für jedes geschossene Tor 50 Brötchen kostenlos zur Verfügung stellt. Im Gegenzug werden jetzt alle Spielstände in umgerechneten Brötchen-Einheiten angesagt. Wenn es 2:1 für die Heimmannschaft steht, sagt der Stadionsprecher: „Grün-Weiß Mending führt mit 100 zu 50 Brötchen von der Bäckerei Kütscher.“

    Tipp: Das Beispiel des Bäckers zeigt, dass innovative Sponsoringformen auch ohne großen Etat umgesetzt werden können. Gerade im Bereich des Lokalsports können Sie hier mit guten Ideen viel erreichen.
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