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Pressemitteilungen: Vermeiden Sie Floskeln und Worthülsen in Ihren Pressetexten

veröffentlicht am 03.06.2009 unter PR - Öffentlichkeitsarbeit
Was Journalisten suchen - ständig und täglich neu -, das sind Informationen. Sie können genau das liefern, wenn es um die Themen Ihrer Branche geht. PR Praxis rät: Sprechen Sie die Sprache der
Journalisten in Pressetexten.
Ködern Sie das Interesse mit einer ausdrucksstarken Headline. Sagen Sie in dieser ersten, fett gedruckten Zeile deutlich, was Ihr Anliegen ist. Verzichten Sie auf jeden Fall auf witzige Wortkreationen, auf flotte Werbesprüche.

Nutzen Sie die ersten Zeilen, um Ihre gesamte Botschaft zu transportieren. Jedem Journalisten muss bereits nach der fünften Textzeile klar sein, was der Inhalt Ihrer Pressemitteilung ist. Hier beantworten Sie die klassischen W-Fragen nach dem Wer, Was, Wann, Wie, Wo und Warum. Die Zeilen danach bieten keine relevanten Neuigkeiten mehr, sondern belegen lediglich Ihre Aussagen.

Ihre Pressemitteilung bezieht sich auf ein Thema. Bleiben Sie inhaltlich beim Thema und vor allem: Teilen Sie Ihr Thema direkt und neutral mit. Ihre Pressemitteilung darf nicht zu einem Ereignisprotokoll des vergangenen Unternehmensjahrs oder zu einem emotional anrührenden Werbebeitrag mutieren.

Halten Sie sich streng an die Struktur einer Pressemitteilung:
1. Headline
2. Vorspann
3. Text
4. Zusammenfassung
Der Journalist kürzt Ihren Text vom Ende zum Anfang. Das bedeutet: Am Ende steht die Wiederholung, die Zusammenfassung Ihrer Botschaft. Mehr nicht.

Wählen Sie eine deutliche, unmissverständliche Sprache. Schreiben Sie im Präsens, denn Ihre Pressemitteilung ist aktuell. Verzichten Sie auf
- Passiv-Konstruktionen
- Fremdwörter und nicht gängige Fachbegriffe
- Füllwörter wie: quasi, eigentlich, wie gesagt, bereits, auch, tatsächlich, gerade oder auch auf die nichtssagende Variable „interessant“
- Floskeln wie: hiermit möchten wir gern, mit freundlichen Grüßen, finden Sie beigefügt, würden wir uns freuen, dürfen wir Sie bitten, stehen wir gern zur Verfügung
- häufiges Nutzen von Hilfsverben wie: tun, haben, müssen,
- Modewörter oder Jargonsprache
- Schachtelsätze
- Nominalstil.

Zitate von mehr als zwei Personen in der Pressemitteilung. Zitiert wird in der Regel Ihr Geschäftsführer oder ein Experte zum Thema. Markieren Sie die Zitate durch An- und Abführungszeichen und nennen Sie nach dem Zitat Namen und Funktion des Zitierten.

Zeigen Sie dem Journalisten, wer Sie sind ...durch Ihr Logo am oberen Seitenrand.
Bieten Sie ihm alle Kontaktdaten, um das Nachfragen zu erleichtern.

Hinweis
Keine Frage, der PR-Alltag ist hektisch und eine Pressemitteilung ist immer eine Eilsache. Aber bevor Sie den Text freigeben und versenden, nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit, um Ihre Mitteilung noch einmal zu lesen und zu kontrollieren, ob alle Kriterien eines journalistischen Textes erfüllt sind und ob die äußere Form stimmt.
- Steht das Wort „Pressemitteilung“ in mindestens 16 Punkt Größe über dem Text?
- Ist das aktuelle Erscheinungsdatum eingesetzt?
- Ist die laufende PM-Nummer eingetragen, zum Beispiel 5/2009?
- Sind am Ende des Textes alle Kontaktdaten richtig aufgeführt?

Dann erst haben Sie alles getan, damit Ihr Pressetext gesehen und gelesen wird.
Die Sprachberatung der Universität Potsdam beantwortet Ihre Fragen zu Rechtschreibung und Grammatik kompetent und unkompliziert: Jeden Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr bietet sie diesen Service an unter gramtel@rz.unipotsdam
Kleine Panne – großer Imageschaden!

Das kann auch Ihrem Unternehmen und Ihrer Institution passieren!

Lesen Sie deshalb meinen Spezial-Report "Krisen-PR"
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Britta Ketzler, Carl Berberich GmbH - Marketing, Heilbronn

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