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Online-Marketing: Warum Sie jetzt einen Social Media Newsroom einrichten sollten

Haben Sie einen Online-Pressebereich auf Ihrer Website? Ganz egal, was Sie darauf antworten, dieser Artikel bringt eine wichtige Anregung für Sie. Denn wenn Sie noch keinen Pressebereich auf Ihrer Website haben, überspringen Sie ihn und installieren Sie gleich einen Social Media Newsroom. Und wenn Sie einen Online-Pressebereich haben, bauen Sie ihn um.

Social Media Newsroom – der Begriff ist so neu, dass die passende Eindeutschung noch fehlt: eine Nachrichtenzentrale für die Social Medien hierzulande, auch Bürgermedien genannt. Im Klartext: eine Nachrichtenzentrale, in der sich nicht nur Journalisten, sondern auch Blogger, Video-Blogger, Forenbetreiber oder einfach nur interessierte Leser über Ihr Unternehmen informieren können.

Was den den Social Media Newsroom vom Online-Pressebereich unterscheidet und wie Sie ihn für Ihr Online-Marketing nutzen, stellt Ihnen der Informationsdienst Werbepraxis aktuell vor.

1. Offenheit. Der Social Media Newsroom steht grundsätzlich offen. Zugangsbeschränkungen, wie etwa nur für akkreditierte Journalisten, gibt es nicht.

2. Dezentralität. Im Pressearchiv sind vor allem Bild- und Textinhalte für Journalisten verfügbar. Sie sind dort an zentraler Stelle versammelt. Das gilt zwar auch für den Social Media Newsroom – versammelt sind aber nur die Links. Denn in einem Social Media Newsroom werden die Inhalte auf öffentliche, frei zugängliche und meistens auch kostenlose Webseiten ausgelagert. Beispiel: Für Bilder legen Sie ein Fotoalbum auf Flickr (http://www.flickr.com) an. Ihr Videomaterial platzieren Sie bei YouTube (http://www.youtube.com). Präsentationen und PowerPoint-Folien werden auf Slideshare (http://www.slideshare.com) veröffentlicht. PDFs werden auf Scribd (http://www.scribd.com) gehostet. Der Vorteil der Dezentralität: Die Inhalte sind sowohl in Ihrem Newsroom verfügbar als auch auf den externen Seiten auffindbar.

3. Viralität. Ein Social Media Newsroom hat auch die Aufgabe, die Verbreitung von Inhalten über Ihr Unternehmen so einfach wie möglich zu machen. Dazu benutzt er die Werkzeuge, die Blogger als wichtigste Meinungsbildner im Netz einfach und selbstverständlich handhaben können. So können diese Ihre Videos, PDFs und PowerPoint-Dokumente leicht übernehmen und in ihr Blog einbetten.
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4. Erreichbarkeit. Ansprechpartner sind im Social Media Newsroom erreichbar, ohne dass man den PC verlassen und das alte Medium Telefon in die Hand nehmen muss. Kontaktmöglichkeiten können über Chat-Fenster, über Skype (http://www.skype.com) oder Instantmessenger (http://www.icq.com) genutzt werden. Natürlich fehlt auch die E-Mail-Adresse nicht.

5. Pull statt Push. Alle Inhalte des Social Media Newsroom müssen nicht verschickt, sondern können abonniert werden. Ein Verfahren, das Blogger schätzen – für sie werden die Informationen in einem RSS-Feed bereitgestellt. So können sie Nachrichten abonnieren, ohne sich registrieren zu müssen und ohne ihre Identität preisgeben zu müssen.

6. Dialog statt Monolog. In einem Social Media Newsroom können alle Inhalte kommentiert werden – der Newsroom übernimmt also die vom Bloggen und aus Foren bekannten Kommentar- und Austauschmöglichkeiten.

7. Verlinkung und Lesezeichen. Alle Inhalte stehen unter einem jeweils eigenen Link zur Verfügung. Nur so können sie gezielt von Bloggern verlinkt werden. Der nächste Schritt ist, dass die Inhalte auch bei den so genannten Bookmarking-Diensten verlinkt werden, um dort eine breitere Leserschaft zu finden. Diese Verlinkung bei Bookmarking-Diensten kann dann auch von den Lesern des Newsrooms wahrgenommen werden. Bookmarking ist nichts anderes, als ein Lesezeichen zu setzen, wenn einem ein Artikel gut gefallen hat. Nur dass diese individuellen Lesezeichen nicht privat, sondern öffentlich sichtbar sind – eben beim Bookmarking-Dienst. In Deutschland genutzt werden die Dienste Yigg, (http://www.yigg.de) und Mister Wong (http://www.mister-wong.de), international vor allem del.icio.us (http://delicious.com).

8. Google-Futter. Ein derart aufgebauter Newsroom ist das ideale Futter für die Suchmaschinen. Sprich, er ist für den Google-Suchbot leicht indizierbar und dürfte allein schon durch die Verlinkung für ein weitaus besseres Ranking sorgen als eine herkömmliche Presseseite. In vielen Unternehmen kann das den Kauf von teuren Google-Anzeigen ersetzen.

Der erste deutschsprachige Social Media Newsroom wurde im August diesen Jahres von der Mineralwassermarke Volvic (http://newsroom.wasserbotschafter.de) in Betrieb genommen. Auch die Werbeagentur, die diese Seite konzipierte, hat bereits einen Social Media Newsroom (http://presse.achtung-kommunikation.de). Vorläufer sind die Firmen General Motors Europe (http://www.gmeurope.info/social_media_newsroom) und Electrolux (http://newsroom.electrolux.com).



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Bernd Röthlingshöfer
Bernd Röthlingshöfer
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