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Eike Wenzel,
Chefredakteur "Trend Alert"
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    Internet der Dinge: So werden Alltagsgegenstände künftig aufgewertet

So funktioniert es: Ein Alltagsgegenstand wird mit einem Sensor und einer Internetverbindung ausgestattet. Damit können zum Beispiel Logistik-Paletten, jede Art von Warensendungen, aber auch Haus- oder Messgeräte Daten ermitteln, die von jedermann über das Netz per Mausklick

Das ist der Nutzen: Jede Art von Zustandsmeldungen wird
a) nahezu überall verfügbar, ohne dass die Erhebung nennenswerte Kosten verursacht, und
b) demokratisiert sich dadurch die Verfügbarkeit vieler Daten, die ehedem nicht zugänglich waren.

Beispiel: Im erdbebengefährdeten Chile bringt ein Student seinem Seismographen bei, die täglichen Daten über Erderschütterungen per Twitter zu verbreiten.

Innerhalb von kurzer Zeit abonnierten 300.000 Chilenen aus der Umgebung diesen Dienst, um sich vor Erdbeben warnen zu lassen.

Das sind die 2 treibenden Kräfte dieser Entwicklung:
  1. Sensoren werden immer billiger und kleiner.
  2. Einfach zu benutzende Dienste, die per Cloud angeboten werden, erlauben es, isolierte Internet-Dienste miteinander zu verknüpfen.
Beispiel: Ein Außendienstler von Salesforce hat sich einen Warner eingerichtet, der ihn automatisch verständigt, wenn der Aktienkurs seiner Firma auf unter 100 US-Dollar fällt.

Das sind die Services: Zwei Internet-Dienste haben sich darauf spezialisiert, unabhängige Angebote miteinander zu verknüpfen und personalisierte Meldungen zu erstellen. Beispiel: „Ermittle über Wetteronline.de die Temperatur in meinem Wohnviertel. Fällt sie unter -2 Grad, stelle die Heizung höher, bevor ich abends nach Hause komme.“

Zugang zu diesen Diensten:

a) If this than that über iftt.com
b) Cosm über cosm.com.

Internet of Things – 3 Anwendungsbeispiele
  • Ein einfaches Sensor-Set wird in einer Topfpflanze installiert. Es sendet eine Twitter- Meldung, wenn es merkt, dass die Pflanze gegossen werden muss.
  • Ihr Drucker sucht das Netz selbstständig einmal pro Tag nach Themen ab, die Sie interessieren könnten. Findet er etwas, druckt er es automatisch für Sie aus.
  • Ein Neigungssensor wird auf den Boden eines Bierkrugs geklebt, seine Daten sendet er auf das iPhone. So kann der Gast auf dem Oktoberfest jederzeit feststellen, wie viel er getrunken hat.
Trendscanner-Prognose: Das Internet der Dinge ist ein Chancenmarkt im Pionierstadium. Vorgetretene Wege gibt es hier nicht; es gibt viel Raum für Innovatoren, die Dinge mit vernetztem Zusatznutzen ausstatten und so Preisund Wettbewerbsvorteile realisieren zu können.

Quelle: TrendScanner.biz

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    Quartz: Wie die Zukunft der Berichterstattung aussehen wird

Mitten in der laut tobenden Print-Krise ein neues Zeitschriftenformat auf den Markt zu bringen ist ein mutiger Schritt. Wenn es jedoch auf der Basis eines glasklaren Konzepts und mutiger Akteure geschieht, kann es gelingen.

Quartz (www.qz.com) hat beides und darf sich deshalb über einen guten Start freuen.

Was sind die Erfolgsvoraussetzungen von Quartz?

Quartz ist ein Magazin, das ausschließlich im Netz erscheint, und eine Schwester von „The Atlantic“, einer amerikanischen Wochenzeitung, die zum Verlagsimperium des Boston Globe gehört.

Als Online-Magazin beschränkt sich Quartz auf ein Bündel von Wirtschaftsthemen, in der Hauptsache Megatrends (Energie, Rohstoffe) und aktuelle US-Themen (Staatsverschuldung).

Wie finanziert sich Quartz?

Quartz begreift sich als globales Wirtschaftsmagazin für die Entscheiderelite. Mit dieser Ausrichtung hat sich Quartz auch seinen Anzeigenkunden genähert. Es sollten weltweit operierende Unternehmen sein, die für bestimmte Themen stehen.

Die Crédit Swiss etwa hat den Anzeigenplatz von September bis Dezember 2012 komplett aufgekauft. Die Seitennutzung funktioniert tatsächlich ebenfalls international: 60 % der Seitenaufrufe kommen aus den USA. Die übrigen 40 % verteilen sich vor allem auf Kanada, Großbritannien, Deutschland und Australien.

Und als wäre es noch ein Zufall, dass gute bis großartige Berichterstattung im Internet auf hohe Resonanz trifft, konnte Quarz bereits im Dezember 2012 mehr als 1 Million unique visitors nachweisen.

40 % der Seitennutzung kommen von Social-Media-Seiten, 35 % von anderen Webseiten, 11 % von Suchmaschinen. Der Erfolg stellte sich also erfreulich schnell ein. Ein weiterer wichtiger Grund hierfür: 3 von 10 Nutzern kommen über mobile Geräte auf die Quartz-Seite.

Einschätzung Zukunftsletter: Wirtschaft, weltweiter Fokus bei Themen und Leserschaft sowie die Fokussierung auf Megatrend-Themen zeigen, wie „magazinige“ Berichterstattung zukünftig funktionieren wird.

Im Fall von Quartz unter anderem auch mit minimalem Personalaufwand: Bislang arbeiten nicht mehr als 25 Autoren auf dem Portal.

Quelle: Zukunftsletter
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