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| Lesen Sie heute im Trend Alert |
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Durchwursteln im Büro – das ist vorbei
Sehr geehrte Damen und Herren,
an den Fließbändern hat man jahrzehntelang bis zur letzten Schraube rationalisiert, doch in den Büros wurde weitergewurstelt. Das ist vorbei. In Zukunft wird auch Wissensarbeit nach „Lean“-Methoden verschlankt, sagt der Trendletter voraus. Hier einige Hebel, an denen Sie ansetzen sollten:
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Im Büro wird viel Zeit verschwendet – mit dem Warten auf den Drucker oder Terminabstimmung. Gegenmaßnahmen: Schaffen Sie Standardabläufe, organisieren Sie Tätigkeiten besser, eliminieren Sie Unnötiges.
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Bitten Sie Mitarbeiter, ihre Tätigkeiten zu beschreiben. Fragen Sie: „Was tun Sie immer wieder?“ Schauen Sie sich bereits abgearbeitete Aufgaben an, um Muster zu erkennen. Für wiederkehrende Tätigkeiten sollte es eine Anleitung geben.
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Sorgen Sie für einheitliche Begrifflichkeiten. Beispiel: Das Wort „Deadline“ muss für alle Mitarbeiter die gleiche Bedeutung haben. Erfahrung: Viele interne Konflikte in Unternehmen entstehen durch sprachliche Unschärfen.
Die indische Firma Wipro hat diese Punkte umgesetzt – mit Erfolg: Projekte, in denen nach schlanken Methoden gearbeitet wurde, kamen mit fünf Prozent weniger Zeit aus und blieben neun Prozent unter dem Budget.
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Beste Grüße Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies, Chefredakteure "Trend Alert"
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Mittlere Städte: Schlechte Chancen in der City
In Städten mit 300.000 bis 500.000 Einwohnern (etwa Duisburg, Bielefeld, Gelsenkirchen, Wiesbaden) hat der stationäre Handel schlechte Wachstumsaussichten. Darauf weist der Trendletter hin. Grund: Geschäfte in der Innenstadt werden hier besonders stark in die Zange genommen – vom Onlinehandel und von Großanbietern auf der grünen Wiese. Chancen auf neues Geschäft bieten nur Fachmarktzentren sowie neue Handelsflächen in
Randgebieten. Die Empfehlung der Trendletter-Redaktion:
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Inhabergeführte kleinere Einzelhändler sollten sich das Internet als Absatzkanal erschließen. So sprechen Sie Kunden an, die nicht mehr in Ihren Laden kommen.
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Wird eine attraktive Handelslage durch Verdrängung des Individualverkehrs vom Kundenstrom abgeschnitten, ist ein sofortiger Umzug in eine besser frequentierte Lage angezeigt. Die Hoffnung auf eine Rückkehr der Kunden an den alten Standort ist immer unbegründet.
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Auf dem Hochhausdach Gemüse anbauen
Die Schweizer Urban Farmers will die Lebensmittelproduktion in die Städte zurückholen: Auf Dächern und Brachflächen sollen Treibhäuser und Fischfarmen entstehen. Nach Einschätzung des Zukunftsletter setzt das Unternehmen damit erfolgreich auch mehrere Trends gleichzeitig – Regio, Bio und Do-it-yourself.
Technik: Auf den Dächern soll ein so genanntes Aquaponic entstehen, eine Mischung aus Pflanzen- und Fischzucht, die als Kreislauf funktioniert. Dabei werden die Pflanzen mit den Fäkalien der Fische gedüngt, das Gemüse wiederum filtert Nitrat aus dem Wasser, sodass es wieder zu den Fischen zurückfließen kann.
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Psychotherapie: Videokonferenz statt auf die Couch
Depressionen und Angstzustände werden künftig auch mit virtueller Psychotherapie behandelt. Prinzip: Therapeut und Patient treten über Videokonferenz oder Chat in Kontakt. In den USA versucht der Anbieter Cope Today das Geschäftsmodell zu etablieren. 15 Minuten Therapeutengespräch kosten 35 US-Dollar. Der Trendletter bewertet diese neue Dienstleistung allerdings vorsichtig: Schon früher gab es Versuche, Therapiegespräche
telefonisch abzuwickeln. Entscheidend aus unserer Sicht: Die Angebote haben nur Chancen, wenn Krankenkassen die Kosten übernehmen – was sich bislang nicht abzeichnet.
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TV-Spot von Virgin Atlantic. Transportiert das emotionale Markenbild der Airline.
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Klassische Medien oder Social Media?
„Künftig spielt sich das Marketing auf Facebook ab.“ Solche Aussagen sind in letzter Zeit häufiger zu hören. Der Trendletter widerspricht: Zwar sind fokussierte, lasergenaue Aktionen im Mikro-Marketing sinnvoll und erfolgreich – sie sind aber nicht der einzige Weg. Vor den Augen der Kunden muss auch ein großes Bild aufgebaut werden: die Strahlkraft der Marke. Das geht nicht über soziale
Online-Medien.
Beispiel Virgin Atlantic: Die Fluggesellschaft lässt zum 25-jährigen Jubiläum TV-Spots ausstrahlen. Plot: 1980er-Jahre-Szene. Ein junger Geschäftsmann telefoniert mit einem backsteingroßen Mobiltelefon. Dann taucht eine Gruppe sehr attraktiver Virgin-Flugbegleiterinnen in feuerroten Uniformen auf. Das Telefonat endet abrupt… Der Clip transportiert die große, emotionale Markenbotschaft.
Parallel dazu schaltet Virgin Internet-Werbung, bei der der unmittelbare Kundennutzen im Vordergrund steht (Beispiel: eine Taxi-Sharing-App).
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