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| Lesen Sie am 10. Januar 2012 im Werbe- & PR-Profi: |
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Wulffs PR-Versagen?
Sehr geehrte Damen und Herren,
zweimal bereits hat Bundespräsident Christian Wulff seine Stellungnahme vor großem Publikum abgegeben. Genützt hat es ihm bislang nichts. Die Kritik in den Medien und dem Internet verstummt nicht. Zwei Versuche, keiner ist gelungen.
„Der muss aber schlechte PR-Berater haben", ist die Meinung vieler Werbe- und PR-Profis. (Einige davon geben ihm sogar ungefragt Tipps im Internet.)
Meine Meinung ist das nicht. Ohne es zu wissen, vermute ich, dass der Mann im Gegenteil auf die besten PR Profis zurückgreifen kann. Aber die sind machtlos.
Schlechte Berichterstattung lässt sich nur dann stoppen, wenn ihr der Boden entzogen ist. Dafür gibt es in den meisten Fällen nur einen Versuch. Bei dem müssen dann alle negativen Fakten auf den Tisch, so dass Journalisten auch beim Nachbohren nichts weiteres finden können.
Was aber, wenn man nicht wagt, alles auf den Tisch zu legen, weil es einfach zu viel ist?
Dann können die PR-Strategen nur die Salamitaktik anwenden und hoffen, dass die Rechercheure nicht alles herausfinden. Mal sehen ob die Strategie gelingt.
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Viel Gewinn beim Lesen und viel Erfolg wünscht Ihnen Ihr

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur "Werbe- und PR-Profi"
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Wieso Produktproben auch bei Schimpansen wirken
Produktproben, Probeabos oder Probefahrten sind bewährte Tricks der Verkaufsförderung. Für manche sind sie ein alter Hut und deshalb in Vergessenheit geraten. Ganz zu Unrecht. Denn was man einmal in Händen gehalten und „besessen hat“ will man nur ungern wieder hergeben.
Schuld daran ist der Besitztumseffekt. Er wurde zuerst durch den Schriftsteller Peter Tahler beschrieben (1980) und ist heute durch die neueste Hirnforschung bestätigt. Er besagt: Dinge, die man bereits besitzt, werden höherwertig angesehen, als wenn man sie kaufen müsste. Im Klartext: Eine alte Vase, die ich ungern hergebe, würde ich zum Preis von 200 Euro verkaufen. Würde ich eine solche Vase nicht besitzen, sondern sie mir kaufen müssen, würde ich den Wert geringer einschätzen und die Zahlungsbereitschaft wäre geringer.
Der Besitztumseffekt macht Verkaufsverhandlungen so schwierig. Möglicherweise ist die Angst vor Verlust am Wirken – sie bringt Verkäufer dazu sich nur dann zu trennen, wenn ein akzeptabler Preis für eine Sache gezahlt wird. Für die Werbung ist die Sache eindeutig: Der Besitztumseffekt wirkt auch dann, wenn Verbraucher ein Gut probeweise besitzen können – Beispiele sind die Probefahrten von Autohäusern, Probewochenenden bei Fertighausherstellern, Probeabos im Fitness-Studio oder bei Verlagsprodukten.
Übrigens: in neueren Experimenten wurde der Effekt sogar bei Schimpansen nachgewiesen.
Tipp: Profi-Tipps für Online-Marketer und Internet-Verantwortliche >> hier!
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Messe: Vergessen Sie nicht die Daheimgebliebenen
Messeteilnahmen sind teuer. Und dann noch das: Die Mehrzahl der Eingeladenen oder wichtigen Kunden kommt nicht zur Messe. Da gehen viele Chancen verloren, wenn Sie nicht dafür sorgen, dass eine Messe auch für die Daheimgebliebenen Wirkung zeigt.
Entwickeln Sie also Maßnahmen, die dafür sorgen, dass alle Informationen, die man auf einem Stand in Erfahrung bringt, auch den Abwesenden zur Verfügung stehen. Der Fachinformationsdienst WerbePraxis aktuell hat dazu eine Liste von Ideen für Sie erstellt:
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Sonderwebsite oder Blog mit allen Informationen zur Messe, den Exponaten und dem Messestand,
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Twitter-Nachrichtenticker von der Messe,
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YouTube-Videos und Live-Berichte und Interviews vom Stand,
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Installation einer Live-Cam auf dem Stand,
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Täglicher E-Mail-Newsletter vom Stand,
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Messesonderprospekt gedruckt oder online als PDF,
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Social Media Newsroom zur Messe
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Umsatzbringer Pärchen-Rabatte: So locken Sie auch Männer aus der Reserve
Auch Preise senken braucht System. Denn es gibt Preissenkungen, die so gut wie keiner bemerkt. Und andere, die Aufsehen erregen. Sprich: Über die Art und Weise, wie Sie eine Preisaktion verpacken, können Sie bestimmen, wie groß die Werbewirkung der Preisaktion ist. Eben hat ein spanisches Modehaus von sich reden gemacht: „Wer in Unterwäsche kommt, wird von uns kostenlos eingekleidet.“
Worum geht es bei Preissenkungen? Natürlich darum, den Umsatz zu erhöhen, den Laden voll zu bekommen, Ladenhüter abzubauen und vieles mehr. Wie aber wäre es, wenn Sie durch originelle Rabattaktionen Sympathien gewinnen, Mundpropaganda auslösen und eventuell sogar noch kostenlos in die Medien kommen? Das können Sie z.B. mit dem Pärchen-Rabatt erreichen, wie er vom Fachinformationsdienst WerbePraxis aktuell
beschrieben wurde.
Der Pärchen-Rabatt. Loben Sie Rabatte für originelle Pärchen aus. Die Bedingungen definieren Sie, z. B. so:
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Pärchen, die in diesem Jahr Silberhochzeit feiern,
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Pärchen, die zusammen unter 40 Jahre alt sind,
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Pärchen, die zusammen 100 Jahre alt sind,
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Pärchen, die zusammen exakt 160 Kilo auf die Waage bringen.
Der Clou: Pärchen-Rabatte sind eine clevere Sache, um beispielsweise auch die weniger konsumfreudigen Männer einzubeziehen. So offerierte ein amerikanisches Schuhgeschäft einen Pärchen-Rabatt der besonderen Art: Nur wenn ein Pärchen (Mann und Frau) jeweils ein Paar Schuhe kaufte, bekamen beide an der Kasse einen Rabatt. Das Ganze soll sich als wahre Kontaktbörse entpuppt haben, weil sich wildfremde Menschen ansprachen und als Pärchen gemeinsam zur Kasse gingen.
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