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Bewegte Bilder bewegen
Sehr geehrte Damen und Herren,
wo immer Carlos Ghosn auftaucht, folgt ihm ein Kamerateam auf Schritt und Tritt. Doch es sind keine TV-Sender, die dem Chef des Autoherstellers Nissan nachstellen. Das Team kommt von der eigenen Presseabteilung. Sie filmt Ghosn und verbreitet die Videos rasch im Netz. Das sorgt für Aufmerksamkeit. Beispiel: Um den neuen Sportwagen Nissan Leaf Nismo RC vorzustellen, filmte die Presseabteilung ein Interview mit den Entwicklungsingenieuren. Die Seite Top Gear übernahm den Clip; dort wurde er von 60.000 Nutzern aufgerufen.
Dieses Beispiel, das der Trendletter recherchiert hat, illustriert gut eine wichtige Entwicklung: Um öffentlich wahrgenommen zu werden, reicht er nicht mehr, Pressemitteilungen herauszuschicken. In Zukunft müssen Unternehmen Geschichten erzählen – und zwar am besten in bewegten Bildern.
Deshalb unser dringender Tipp: Schauen Sie sich Ihren Webauftritt und Ihr Marketingmaterial an – immer mit der Frage im Kopf: Wo kann ein Video zusätzlichen Nutzen stiften?
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Beste Grüße Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies, Chefredakteure "Trend Alert"
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So funktioniert die Discount-Anwaltskanzlei
Die Kanzlei Clearspire, Washington D.C., hat das Modell einer Anwaltskanzlei der Zukunft entwickelt. Prinzip: Alles, was nicht unmittelbar mit Rechtsberatung zu tun hat, wird aus der Wertschöpfungskette entfernt. Der Trendletter hat die Elemente des Geschäftsmodells analysiert:
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Anwälte von Clearspire arbeiten überwiegend im Heimbüro. Kommuniziert wird über eine Internetplattform, auf die auch die Kunden Zugriff haben. So kann gemeinsam an Dokumenten gearbeitet werden. Die virtuellen Zusammenarbeit spart die Kosten für repräsentative Büros.
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Clearspire erstellt für jeden Arbeitsschritt einen Kostenvoranschlag. Setzt der Anwalt den Wert zu niedrig an und überzieht das Budget, muss er die Differenz aus eigener Tasche zahlen. Arbeitet er dagegen schneller, erhält er ein Drittel der in Geld bewerteten Zeitersparnis. Der Rest geht zu gleichen Teilen an Clearspire und den Kunden. So entsteht für die Anwälte ein Anreiz, Zeit sparend zu arbeiten.
Unsere Prognose: Demnächst werden auch auf dem deutschen Markt Kanzleien auftauchen, die zumindest Teile des Clearspire-Modells anwenden.
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Handy diagnostiziert Malaria
Der Trendletter berichtet von einem interessanten Beispiel für so genannte Frugal Innovations (sparsame Innovationen): Wilson To, ein 25-jähriger Student aus Kalifornien, hat ein Mobiltelefon zu einem Blutlabor aufgerüstet. Vor die Handykamera hat er eine kleine Linse geklebt, auf die ein Tropfen Blut aufgebracht wird. Eine Software im Handy untersucht die Blutzellen, die so im Foto
sichtbar werden, und schlägt bei Malaria-Befall Alarm. Das Ergebnis des Tests soll so zuverlässig sein wie das eines herkömmlichen Labors. Die nötige Mini-Linse hat To aus einem DVD-Player ausgebaut; Preis für die Zusatztechnik: ca. 40 Euro.
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BMW lässt Kunden für das E-Auto werben
BMW plant will in zwei Jahren ein vollelektrisches Stadtauto auf den Markt bringen. Problem: Viele Autofahrer stehen der E-Technik noch skeptisch gegenüber, sie fürchten zum Beispiel, mit leeren Batterien liegen zu bleiben. Um diese Bedenken zu zerstreuen wird BMW im Lauf dieses Jahres einen Elektro-Prototypen (ActiveE) 1.100 Autofahrern zum kostenlosen Testen zur Verfügung stellen. Das Kalkül: Die Tester machen gute Erfahrungen mit dem elektrischen Fahren und berichten per Facebook & Co. ihren Freunde und
Bekannten davon.
Der Trendletter bewertet die Aktion positiv: BMW setzt mit den Kunden-Testfahrern auf das richtige Pferd, denn was in Zukunft Produkte verkauft, ist weniger die Reklame und mehr die persönliche Empfehlung.
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Sie wollen, dass dieser Ohrring in den Laden kommt? Dann müssen Sie der Designerin auf Lookk Ihre Stimme geben.
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Kunden bestimmen die Kollektion der nächsten Saison
Der Zukunftsletter berichtet über neue Crowdsourcing-Modelle in der Modeindustrie: Hier lagern die Labels wichtige Teile der Wertschöpfung an den Kunden aus - bis hin zur Gestaltung der eigentlichen Kleidungsstücke. Beispiele:
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Auf der Internetplattform Lookk können junge Designer ihre Kreationen vorstellen. In einem Online-Abstimmungsverfahren entscheiden die Nutzer der Seite dann, welche Kleidungsstücke in Serienproduktion gehen.
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Noch weiter geht die Plattform UseaBrand.com: Hier können die Surfer selbst ihre eigenen Modeentwürfe einreichen.
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