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Lesen Sie heute im Trend Alert
Wenn der Kunde den Maybach durchsägt

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Leon Hustinx sägt Maybach-Limousinen in der Mitte durch. Danach baut er die gediegenen Limousinen zu rassigen Coupés um, die er für 675.000 Euro verkauft. Daimler produziert 200 Maybach im Jahr, die Hälfte kauft Hustinx für seine Umbauten. Sein Projekt Xenatec ist rentabel.  

Das Beispiel zeigt: Der so genannte Prosument ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Kunden geben sich nicht mit dem fertigen Produkt zufrieden. Sie verändern es, finden neue Nutzungsformen, vermarkten es anders.

Weitere Beispiele:
  1. Bahnkunden machen aus dem „Länderticket” ein eigenes Geschäft. Die Fahrkarte kostet 29 Euro, erlaubt die Mitnahme von fünf weiteren Fahrgästen und ist 24 Stunden gültig. Die Mini-Unternehmer sind damit rund um die Uhr unterwegs und nehmen auf jeder Strecke neue Fahrgäste mit – gegen Bezahlung.
  2. Die 3-D-Kamera der Spielkonsole X-Box wird von Hackern zum Sinnesorgan für Roboter umprogrammiert.
Unser Tipp: Unternehmer sollten die Umtriebe der Prosumenten genau beobachten. Denn oft weisen die Ideen der Tüftler den Weg zum Neugeschäft.

Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
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Arbeitsmarkt: Bald wird um jeden Einsteiger gekämpft

Achtung! Auf dem Arbeitsmarkt hat eine wichtige Wende stattgefunden: Dieses Jahr wird das Erwerbspersonen-Potenzial erstmals um 76.000 Menschen schrumpfen. In den zurückliegenden Jahren blieb es konstant. Der Trendletter warnt: Diese Entwicklung wird sich noch verschärfen. Bis zum Jahr 2015 werden 1,5 Mio. Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen als heute. Das werden die Folgen sein:
  • Firmen rekrutieren offensiv in Osteuropa. Sie eröffnen dort HR-Außenstellen, per Facebook werden Fachkräfte aus Übersee angelockt (Schweden tut das heute schon – in Deutschland!).
  • Rechnen Sie mit einem zunehmenden Wettbewerb um ältere Arbeitnehmer.
  • Mitarbeiter so lange wie möglich zu halten, wird zum obersten Gebot in der Personalarbeit.
  • Absehbar: Einsteiger können Forderungen durchsetzen, die vor wenigen Jahren allenfalls für Gelächter im Einstellungsgespräch gesorgt hätten (Beispiel: Sabbatical nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit).
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Megacities: Der 350.000 Milliarden-Markt

350.000 Milliarden (!) Dollar – so viel Geld werden Städte in den nächsten 30 Jahren in ihre Infrastruktur investieren. Hier entstehen viele interessante neue Märkte, betont der Zukunftsletter. Drei Beispiele:
  1. Wasser. Singapur verfügt über keine eigenen Süßwasservorräte, sondern ließ das Nass lange Zeit per Tankschiff einführen. Heute betreibt der Stadtstaat fünf Aufbereitungsanlagen, die Abwasser wieder in Trinkwasser verwandeln. Singapur gilt als führend in der Wassertechnologie; 11.000 Menschen arbeiten in der Industrie.
  2. Grünflächen. In Boomstädten wie Seoul spielte Lebensqualität bislang eine untergeordnete Rolle. Doch das ändert sich: Die südkoreanische Stadt will den Verkehr eindämmen, Parks schaffen, einen zubetonierten Fluss wieder freilegen. Begrünung und Renaturierung von Städten entwickelt sich zu einem Megamarkt, der mit 18 Prozent pro Jahr wächst (Prognose: Frost & Sullivan).
  3. Strom. Städte entwickeln sich zum Labor für intelligente Stromnetze (Smart Grids). Kern der Technik: Geräte im Haushalt stehen per Datenleitung mit dem Versorgungsunternehmen in Kontakt. So kann der Stromverbrauch besser abgeschätzt und verteilt werden (Beispiel: Waschmaschine startet erst nachts, wenn der Strom besonders billig ist).

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Kippenpackung findet andere Raucher

Elektronische Zigaretten qualmen nicht, sondern geben einen nikotinhaltigen Dunst ab. Vorteil: Sie dürfen auch in Nichtraucherzonen verwendet werden. Blu, ein Hersteller dieses Ersatzprodukts, hat jetzt eine Zigarettenpackung entwickelt, die per Datenfunk feststellt, ob sich in der Umgebung weitere E-Raucher befinden. Wird eine andere Packung im Umkreis von 20 Metern geortet, vibriert und blinkt das Gerät. So sollen Fans zusammengebracht werden (die Packung enthält fünf E-Zigaretten und kostet 80 US-Dollar).

Das Votum des Trendletter zu dieser Innovation: ein geschickter Schachzug. Denn: Unternehmen, die Kontakte zwischen Kunden fördern, werden mit größerer Loyalität belohnt.
Trendwörter: Disneysierung, Green-Collar-Worker, Tigermütter

  • Disneysierung: Nach Filmen, Büchern und Amüsierparks gibt es jetzt auch Kreuzfahrten von der Heile-Welt-Marke Disney.
  • Tigermütter unterziehen ihre Kinder einem gnadenlosen Karriere-Drill nach chinesischem Vorbild.
  • Green-Collar-Worker: Jetzt steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften, die sich mit grünen Technologien auskennen (vgl. Blue-Collar-Worker). Quelle: Trendletter

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