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Lesen Sie heute im Trend Alert
Kunden wollen nichts mit Ihnen zu tun haben

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Wir bieten den besten Kundenservice!” – welches Unternehmen verspricht das nicht? Dabei gäbe es einen besseren Slogan: „Wir brauchen keinen Kundendienst – weil unsere Produkte problemlos funktionieren und selbsterklärend sind.”

Genau das wünschen sich nämlich immer mehr Kunden: ein Produkt, das aus dem Karton heraus so gut funktioniert, dass keine Interaktion mit Hersteller oder Händler mehr nötig ist.
Das hat drei Gründe:
  1. Menschen fühlen sich zunehmend zeitknapp. Taucht eine Frage auf, wollen sie nicht am Telefon oder im Laden warten.
  2. One-Stop-Shopping wird bevorzugt. Einen zweiten Kontakt sehen Kunden als Zeitdiebstahl an.
  3. Selbstbedienungsmentalität: Immer mehr Käufer suchen sich lieber eigenhändig die Antwort, als den Hersteller anzurufen.
Mehr Prognosen zu Kundenverhalten, Marketing und Strategie enthält die Trendletter-Sonderausgabe „Megatrends”. Sie kann hier als PDF bestellt werden. Abonnenten des Trendletter bekommen sie automatisch mit der regulären Ausgabe zugeschickt.

Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
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Was 2020 alles möglich ist

  1. Handys können jede Sprache übersetzen. Mobiltelefone registrieren gesprochene Worte und zeigen automatisch eine Übersetzung an. Eingetippte Texte übersetzt das Handy und gibt sie mit einer synthetischen Stimme aus. Die eigentliche Übersetzung findet in einem externen Rechenzentrum statt (Cloud Computing). Prognose-Wahrscheinlichkeit: hoch.
  2. Bildschirme werden so groß wie Wände. Displays sind im Jahr 2020 so biegsam und flach wie ein Stück Papier. Jede Oberfläche kann zum Monitor werden: Wände, Fenster, Spiegel. Bildschirme können beliebig groß sein. TV-Bilder haben eine Auflösung von 33 Megapixeln – 16-mal mehr als heute. Prognose-Wahrscheinlichkeit: hoch.
  3. Zug verbindet Beijing mit London. Dank Tempo 300 dauert die Fahrt nur zwei Tage. Die Kosten für den Trassenbau hat komplett der chinesische Staat übernommen. Prognose-Wahrscheinlichkeit: mittel. Die Trasse führt durch 17 Länder, das bedeutet viele politische Hürden.
  4. Biosprit wird billiger als herkömmliches Benzin. Im Jahr 2020 können aus Hausabfällen und Pflanzenresten so effizient Kraftstoffe hergestellt werden, dass sie günstiger sind als Mineralölprodukte. Wahrscheinlichkeit: mittel. Die amerikanische Marine geht dennoch davon aus, in zehn Jahren ihren Kraftstoffbedarf zur Hälfte mit Biosprit decken zu können. Quelle: Trendletter

Verbraucher mögen es grün? Von wegen …

Die große Mehrheit der Konsumenten schaut nur auf den Preis. Das ergab eine Reihe von Tiefeninterviews, die der britische Forscher Timothy Devinney durchgeführt hat. Während der Gespräche bekundeten zwar fast alle Probanden, dass ihnen ökologische und ethische Aspekte wichtig seien. Kam es jedoch zur Kaufentscheidung, spielten diese Faktoren ein untergeordnete Rolle. Weitere Ergebnisse der Studie:
  • Konsumenten sind nicht bereit, für den Faktor Grün Abstriche bei Qualität und Funktion eines Produkts zu machen.
  • Junge oder weibliche Konsumenten kaufen nicht stärker nach ethischen Gesichtspunkten ein als andere Zielgruppen.
Unsere Einschätzung: Der ethische Konsument ist ein Mythos – noch. Das könnte sich jedoch ändern, sobald es nachprüfbare ökologische und soziale Standards gibt. Deshalb sollten sich alle Unternehmen langfristig auf diese Nachfrage vorbereiten. Quelle: Trendletter
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Kundengewinnung im Internet

360 Paper Bottle:
Nach Gebrauch in
die Altpapiertonne.
Verpackungen: künftig multifunktional und recycelbar

  • Die Green Box ist ein Pizzakarton, aus dem sich durch Zerreißen zwei Teller sowie eine Aufbewahrungsbox für Reste machen lassen. Der Karton besteht vollständig aus Recycling-Material (üblich sind 60 Prozent). Erfunden wurde die Box von der US-Firma e.c.o. Incorporated.
  • Duplex ist eine Verpackung für Snacks wie Erdnüsse oder Pistazien. Die Tüte hat zwei Kammern: eine für das Produkt, und eine zweite Kammer für die Schalen. Die Idee stammt von der Kanadierin Noémie Cotton.
  • Eine Wasserflasche aus Papier hat die Firma Brand Image entwickelt. Die 360 Paper Bottle besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und wird durch Abreißen des Verschlusses geöffnet. Sie kann vollständig recycelt werden. Hintergrund: Allein in den USA werden pro Tag 60 Millionen Plastikflaschen weggeworfen. Quelle: Zukunftsletter

Pillen ohne Zungenbrechernamen

Eine clevere Anwendung des Simplify-Prinzips: Das amerikanische Pharmaunternehmen Help Remedies bietet frei verkäufliche Arzneimittel gegen alltägliche Gesundheitsprobleme an. Dabei wird bewusst auf komplizierte Medikamenten-Namen verzichtet: Das Kopfschmerzmittel zum Beispiel heißt „Help. I have a headache” (Hilfe, ich habe Kopfschmerzen), auf der Packung mit einem leichten Schlafmittel steht „Help. I can"t sleep.” Quelle: Zukunftsletter
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