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Lesen Sie am 5. Juli 2011 im Werbe- & PR-Profi:
2. Wirtschaftswunder

Sehr geehrte Damen und Herren,

steht Deutschland vor einem 2. Wirtschaftswunder? Es sieht ganz danach aus. Zahlreiche Experten prophezeien Deutschland einen jahrelangen Dauerboom.

Erste Anzeichen dafür gibt es auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der offenen Stellen wächst und manche können monatelang nicht besetzt werden.

Was bedeutet das für Sie? Der Wettbewerb der Zukunft dreht sich nicht nur um die Kunden. Der Wettbewerb dreht sich mehr und mehr um die besten Mitarbeiter. Das heißt auch: In Zukunft müssen Sie mehr Werbung und PR machen, um Arbeitskräfte zu gewinnen.

Eine Möglichkeit hierzu bieten Plattformen, auf denen Arbeitgeber bewertet werden. Wir stellen sie Ihnen vor.

Viel Gewinn beim Lesen und viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur "Werbe- und PR-Profi"
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Sehr geehrte Damen und Herren,

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Schnell frisst langsam: Weshalb Sie E-Mails binnen 30 Minuten beantworten sollten

Schnell frisst langsam, das war schon immer der Glaubensgrundsatz von Unternehmen, die bei ihrem Wachstum aufs Tempo drücken. Jetzt zeigen neuere Untersuchungen, dass dieser Grundsatz vor allem für Unternehmen gilt, die im Internet Geschäfte machen wollen.

Ergebnis dieser Untersuchungen:
  • „Wer in weniger als 1 Stunde auf einen online Kontakt antwortet, hat eine 7 x höhere Wahrscheinlichkeit des Kaufs, als wenn der Anfrager länger als 1 Stunde warten muss.
  • Wer Anfrager länger als 24 Stunden warten lässt, erzielte nur noch ein Sechzigstel der Käuferrate, die bei schneller Reaktion erzielbar gewesen wäre.” (Quelle: Trendletter)
Mein Tipp: Profilieren Sie sich durch Geschwindigkeit. Seien Sie schneller als Ihre Wettbewerber und beantworten Sie E-Mail-Kundenanfragen binnen 30 Minuten.

 Social media Banner schmal 


Vorsicht! Werbeeinwilligungen gelten nicht unbeschränkt

Unternehmer, die Werbung an Verbraucher per E-Mail oder E-Mail-Newsletter versenden wollen, benötigen vorher die Einwilligung des Empfängers. Allerdings müssen Sie diese Einwilligung auch möglichst schnell nutzen. Wer Werbeeinwilligungen einholt und dann erst Monate später mit dem Werbeversand beginnt, verstößt gegen das Gesetz.

Das hat das Landgericht München I in einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden (Urteil vom 8. März 2010, 17 HK O 138/10). Der Fall: Ein Rechtsanwalt hatte an einem Gewinnspiel teilgenommen und dabei auch seine Einwilligung in den Erhalt von Werbe-E-Mails erteilt. Erst eineinhalb Jahre später kam es zum Versand der ersten Werbepost an den Rechtsanwalt. Das Landgericht München urteilte: Die Einwilligung habe ihre Aktualität verloren und untersagte dem Versender weitere Post an den Rechtsanwalt zu verschicken.

Mein Tipp: Die Einwilligungen in den Erhalt von elektronischer Werbung gelten nicht unbeschränkt. Vor jeder Werbeaktion sollten Sie daher überprüfen, wie viel Zeit von der Erteilung der Einwilligung bis zum Versand der ersten Werbe E-Mail vergeht. Eine Obergrenze hat der Gesetzgeber nicht definiert.

Das Urteil macht jedenfalls deutlich: eineinhalb Jahre sind zu lang. Wir empfehlen vorsorglich, Werbe-E-Mails nach neu erteilter Einwilligung innerhalb der nächsten drei Monate zu versenden. Quelle: WerbePraxis aktuell
Außen hui, innen pfui? Bewertungsportale decken gnadenlos Ihre Schwächen als Arbeitgeber auf

In Zukunft wird der Wettbewerb um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer härter. Unternehmen, die beispielsweise Führungsschwächen aufweisen, schlechte Arbeitsbedingungen bieten oder mangelhaft mit ihren Mitarbeitern kommunizieren, können dies kaum mehr verheimlichen.  

Ihre künftigen Bewerber informieren sich auf Bewertungsplattformen wie z.B. Kununu – und entscheiden dann, ob sie sich überhaupt bei Ihnen bewerben sollen. Dort sind schon 92.000 Bewertungen zu 37.000 Unternehmen im deutschsprachigen Raum abrufbar. Es handelt sich um Unternehmen aller Größenordnungen. Die Nutzer des Portals verteilen Punkte in zahlreichen Kategorien.

Das liest sich dann beispielsweise so:
  • "Vorgesetztenverhalten: Es gibt kaum positives Feedback. Kritik wird destruktiv angewandt. Führungsstil vielleicht gut vorgesehen, praktisch jedoch schlecht umgesetzt.
  • Arbeitsatmosphäre: Kollegen sind sehr nett, Personalarbeit der Managementebene mangelhaft, Führungsstil leider über Angst!
  • Kommunikation: Unter den Kollegen gute Kommunikation, Seitens Führungsebene mangelhaft.
  • Work-Life-Balance: Mehrarbeit wird erwartet - pünktliches Gehen nach erbrachter Arbeitszeit negativ bewertet! Starke Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis."
Was Sie tun können:
  • Beobachten Sie Bewertungsplattformen, um zu wissen, wie Ihr Unternehmen dort beurteilt wird.
  • Ermuntern Sie zufriedene Mitarbeiter, dort Bewertungen einzustellen. Vorsicht! Keinesfalls dürfen Sie Ihre Mitarbeiter drängen, dort positiv über Sie zu schreiben oder gar mit Sanktionen drohen.
  • Lernen Sie aus der Kritik. Stellen Sie die Kritikpunkte intern ab.
  • Verknüpfen Sie Bonuszahlungen an Führungskräfte künftig nicht nur mit wirtschaftlichem Erfolg. Belohnen Sie auch einen guten Führungsstil und positive Bewertungen durch Mitarbeiter.
Bewertungsplattformen: Kununu, Jobvoting, MeinPraktikum, Kelzen, Bizzwatch.
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