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Lesen Sie heute am 22. März 2011:
Der geniale Aufhänger

Liebe Leserin, lieber Leser,

jedes Jahr gibt es eine, manchmal auch zwei PR-Kampagnen, die mit sensationellen Erfolgen von sich reden machen. Im letzten Jahr war es eindeutig die PR-Kampagne von Oberstaufen! Oberstaufen? Ja, ein kleiner Kur- und Erholungsort im Allgäu. Die haben es mit ihrer Berichterstattung geschafft, in über 90 TV-Beiträgen und weit über 1.000 deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften erwähnt zu werden.

Geschafft haben Sie das mit einem genialen Aufhänger. Der Anti-Google Stimmung und einer Torte. Der damalige Online-Manager und Pressesprecher Benjamin Buhl von Oberstaufen hat jetzt Einblick in die Kampagne und ihren Erfolg gegeben.

Darüber gleich mehr in diesem Newsletter.

Viel Gewinn beim Lesen und viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur "Werbe- und PR-Profi"
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Liebe Leserin, lieber Leser,
erfahren Sie, mit welchen neuen Motivations-Ideen Sie ab sofort die Kreativität Ihrer Mitarbeiter fördern und Ihren Umsatz steigern! >> Hier geht´s zum Video!
Clever motivieren: Wieso Sie Kreative nicht durch Geld motivieren können

Der amerikanische Wissenschaftsautor Daniel Pink hat ein Aufsehen erregendes Buch geschrieben. Seine Botschaft: Geld motiviert nicht. Im Gegenteil: Es führt manchmal zu schlechteren Ergebnissen.
Wer etwa Kreativen für die Lösung einer bestimmten Aufgabe einen Bonus verspricht, der untergräbt deren innere Motivation und erhält dann schlechtere Ergebnisse. Wenig originelle Werbeideen sind dann die Folge.

Vermeiden Sie Wenn-Dann-Belohnungen
Das sind alle Belohnungen, die nach dem Motto „Wenn du das tust, dann bekommst Du das dafür”, funktionieren. Diese Belohnungen sollten Sie nie verwenden, wenn es um die Erfüllung kreativer oder konfessioneller Aufgaben geht. Sie werden dadurch nicht besser, sondern schlechter.

Wenn-Dann-Belohnungen können bei Routineaufgaben funktionieren. Beispiel: Wenn es darum geht, eine große Anzahl von Briefen innerhalb kürzester Zeit zu verpacken und zu versenden, können Sie für die schnelle Erledigung der Aufgabe einen Bonus in Aussicht stellen.

Setzen Sie auf Nun-Da-Belohnungen
Diese Belohnungen werden erst dann angeboten, wenn eine Aufgabe erfüllt ist. Nun-Da-Belohnungen werden nicht vorab in Aussicht gestellt. Sie können bei kreativen oder konzeptionellen Aufgaben verwendet werden. Eine Idee für eine Nun-Da-Belohnung: Laden Sie Ihre Mitarbeiter zum Beispiel nach Fertigstellung des Messestandes zu einer Grillparty oder einem gemeinsamen Abendessen ein. Oder: Organisieren Sie eine kleine Feier, wenn Ihre neu gestaltete Website online geht.

Motivation wirkt auch im Mitmach-Web
Die Ergebnisse der Motivationsforschung gelten sowohl intern bei der Mitarbeiterführung als auch extern bei der Kommunikation mit Kunden. So sollten Sie sich die Erkenntnisse zu Nutze machen und bei bestimmten Aufgaben die geeignete Belohnungsform auswählen. Heutzutage ist die Mitwirkung des Kunden bei vielen Marketing- und Werbeprozessen gefragt. Mal geht es um Umfragen, Tests und Bewertungen, bald sollen Kunden Fotos oder Erlebnisberichte einsenden.

Buchtipp: Daniel H. Pink: Drive – Was Sie wirklich motiviert, Ecowin Verlag
Re-Design: Wie Sie feststellen, ob Sie eine neue Website brauchen

Ihre Website ist bereits fünf Jahre alt und sollte mal ein frisches Aussehen bekommen? Warum? Wenn die Website genügend Besucher anzieht oder die Umsätze im Webshop stimmen, dann haben Sie kaum einen Grund etwas zu ändern. Denn ein Website-Re-Design ist eine zeitraubende und kostspielige Angelegenheit. Wer ein solches Vorhaben anpackt, der sollte das nur aus objektiv triftigen Gründen tun.

Das sind keine guten Gründe:
  • Website ist bereits älter als 5 Jahre. Das bloße Alter Ihrer Website ist kein Grund für Veränderungen. Eine gut konzipierte Website kann jahrelang funktionieren.
  • Website gefällt nicht mehr. Diesen Effekt gibt es in Unternehmen öfter: die Website gefällt dem Chef, Werbeleiter oder zahlreichen Mitarbeitern des Unternehmens nicht (mehr). Warum? Weil sie die Website öfter ansehen als jeder Kunde. Der Wunsch, mal etwas Neues zu sehen, ist daher nahe liegend. Ein echter Änderungsgrund ist das aber nicht.
  • Website wurde kritisiert. Gelegentliche Einzelkritiken von Kunden, Freunden, Wettbewerbern oder Geschäftspartnern sollten Sie notieren, aber sich nicht zu sofortigen Änderungen hinreißen lassen. Denn eine Einzelkritik ist und bleibt nun mal die Meinung eines Einzelnen und ergibt kein objektives Bild vom tatsächlichen Zustand Ihrer Website.

Gute Gründe für ein Re-Design:

Demgegenüber gibt es aber eine Menge guter Gründe, die Sie tatsächlich zu einem Re-Design Ihrer Website veranlassen sollten.
  • Schlechtes Google Ranking. Taucht Ihre Website bei den wichtigsten Suchbegriffen immer nur unter ferner liefern auf? Dann überprüfen Sie zunächst, ob Ihre Website genügend Schlüsselwörter für eine Google Suche enthält. Sollte dies der Fall sein, dann ist möglicherweise der Gesamtaufbau Ihrer Website suchmaschinenuntauglich. Dies können Sie nur durch die Neustrukturierung Ihrer Website ändern.
  • Zu lange Ladezeiten. Dauert das Laden Ihrer Website zu lange? Dann überprüfen Sie mithilfe Ihres Webmaster oder Webdesigners woran es liegen könnte. Mögliche Gründe sind: zu große und zu viele Bilder, Inhalte, die in Flash programmiert sind, zu geringe Serverkapazität usw. Wenn die Gründe in den Inhalten, Dateien, im Aufbau oder der Programmierung Ihrer Website liegen, dann wird es Zeit für ein Re-Design.
  • Schlechte Bestellerquote (Konversion). Die Besucher Ihrer Website machen nicht das, was sie tun sollen. Sie kaufen nicht, bestellen keinen Newsletter oder brechen nach wenigen Sekunden den Besuch Ihrer Website ab. Stellen Sie mithilfe von Google Analytics (oder einem anderen Analysetool) fest, an welchen Stellen die Abbrüche erfolgen. Sind es nur wenige Stellen, dann können Sie Einzelverbesserungen erarbeiten. Passieren Abbrüche jedoch an vielen Stellen, dann spricht dies für ein komplettes Re-Design Ihrer Website.
  • Neues Corporate Design. Haben Sie das Erscheinungsbild Ihrer Firma komplett geändert? Dann prüfen Sie zunächst, ob sich die auf der Website verwendeten Farben einfach ändern können. Sollte der Änderungsaufwand zu groß werden, dann könnten Sie gleich ein komplettes Re-Design vornehmen. Der Vorteil: Sie können dann bei dieser Gelegenheit auch andere Schwachstellen verbessern.
  • Keine Selbstpflege möglich. Haben Sie keine Möglichkeit, Inhalte auf Ihrer Website selbst einzupflegen und somit Ihre Website eigenhändig zu aktualisieren? Dann ist dies ein besonders triftiger Grund für ein Re-Design. Denn eine moderne Website-Programmierung verwendet heute ein CMS – Content Management System, das es ihnen ermöglicht, die Inhalte und Funktionen auf der Website selbst zusammenzustellen und auszutauschen. Das ist so einfach wie E-Mails schreiben – Sie brauchen dazu keine Programmierkenntnisse.
  • Website ist nicht barrierrefrei. Eine barrierefreie Website kann auch von Menschen mit Behinderungen genutzt werden. Blinde zum Beispiel benutzen dafür Programme, die ihnen die Websiteinhalte vorlesen und können sich so die Funktion von Buttons oder die Inhalte von Bildern erschließen. Das setzt aber die barrierefreie Gestaltung der Website voraus. Andernfalls ist die Website für Menschen mit diesen Behinderungen nicht nutzbar. Richtlinien und Hinweise für die Gestaltung barrierefreier Websites finden Sie zum Beispiel hier: http://www.webforall.info/
  • Website ist nicht auf dem Handy nutzbar. Immer mehr Websites werden künftig mit Handy/bzw. Smartphone aufgerufen. Prüfen Sie, wie Ihre Website auf dem kleinen Handybildschirm aussieht. Werden Seiten nicht vollständig abgebildet oder ist die Ladezeit zu lange? Dann könnten Sie eine Zweitversion der Website für Smartphonenutzer erstellen. Oder Sie lassen Ihre Website so re-designen, dass Sie sowohl auf PC als auch Handybildschirmen gut nutzbar ist.
Quelle: WerbePraxis aktuell

Erfolgsbeispiel Oberstaufen: Mit einer Torte 90 x ins TV

Anfang März letzten Jahres gab es die ersten Diskussionen zu Google Street View. Medien berichteten über die Angst der Bürger, ihre Hausfassaden könnten von Google Kameraautos gefilmt werden. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner nahm den Kampf mit Google persönlich auf. Mitte August, also im typischen Sommerloch, hatten die Zeitungen und Zeitschriften kaum ein anderes Thema: Wie verbiete ich Google das Abfilmen meines Gebäudes?

Auf dem Höhepunkt der Anti-Google-Welle tauchte mit einem Mal eine seltsame, humorvolle Meldung in den Medien auf. Die Allgäuer Gemeinde Oberstaufen würde den Einsatz von Google Street View sehr begrüßen. Ja, sie laden die Kameraautos ausdrücklich ein, durch ihren Ort zu fahren und die Schönheit der Gemeinde aller Welt zu zeigen. Dann würden Sie Google als Dankeschön sogar mit einer Torte empfangen.

Besonders clever stellten die Macher es mit dem Timing an. Denn in der ganzen Anti-Google-Stimmung war es für die Medien wunderbar, auch einmal eine Gegenstimme einfangen zu können, noch dazu eine so sympathische. Das PR Ergebnis war überwältigend. Allein für die 2 heißesten Tage der Kampagne zählten die Macher:
  • 90 TV-Berichte
  • 1.200 Online-Artikel
  • 2.800 Twitter-Kommentare
  • 869 Erwähnungen auf Facebook
  • 10 x mehr Besucher auf der Website www.oberstaufen.de
Quelle: WerbePraxis aktuell
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