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Red Bull, Audi, Starbucks: Erfolge abseits des Kerngeschäfts

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„Wir bleiben bei unserem Kerngeschäft!” Diese Ansage hat vielerorts fast den Status eines Glaubenssatzes. Und natürlich: Für viele Firmen ist es sinnvoll, sich auf einen Markt zu konzentrieren. Aber es schadet auch nicht, sich an anderen Ufern umzuschauen.

So wie Dietrich Mateschitz. Nachdem er seine Wachmach-Limonade Red Bull zum globalen Renner aufgebaut hatte, suchte der Unternehmer nach neuen Erlösquellen. Und fand sie: Heute verdient Red Bull mit Veranstaltungen wie dem schrägen „Flugtag” gutes Geld.

Auch andere Firmen entdecken angrenzende Märkte: Bei Airlines macht das Non-Ticket-Geschäft bis zu 20 % des Umsatzes aus (Snacks an Bord etc.). Audi bietet ein Bobby-Car im Audi-Look für 299 Euro an. Und die Kaffeekette Starbucks hat soeben das Wort „Coffee” aus seinem Logo entfernt – um mehr Produkte abseits der Bohne anbieten zu können.

Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
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Sportvereine: Nachwuchs aus der "Windel-Liga"

Seit letztem Jahr sind mehr Deutsche Mitglied in einem Fitnessstudio als in einem Fußballverein. Klassische Sportvereine suchen daher neue Strategien, um den Nachwuchs zu sichern. Drei innovative Beispiele:
  • Der 1. FC St. Pauli hat eine eigene Kita namens „Piraten-Nest” mit Platz für 100 Kinder eröffnet. Betrieben wird sie von der Pestalozzi-Stiftung Hamburg.
  • Kinder, die direkt nach der Geburt beim VfL Wolfsburg angemeldet werden, sind bis zum 6. Lebensjahr kostenlos Mitglied. Im Verein lassen sich Kindergeburtstage feiern oder das Maskottchen „Wölfi” als lebende Figur buchen.
  • Werder Bremen bietet neben Rückbildungsgymnastik für Mütter auch eine Mitgliedschaft in der „Windel-Liga” an. Sie umfasst eine Familienmitgliedschaft im Verein, ein Kinder-Begrüßungsgeschenk, Babygymnastik und verschiedene Krabbelgruppen. Quelle: Zukunftsletter

Megamarkt Gesundheit

Statistisch gesehen gibt jeder Deutsche 900 Euro pro Jahr für seine eigene Gesundheit aus, Tendenz steigend.

Trend: Menschen nehmen ihre Gesundheit stärker in die eigene Hand. Davon profitieren Anbieter, die ihren Kunden nicht nur passive Wohlfühlangebote offerieren, sondern sie ganzheitlich beraten und ihnen im Self Design zur Seite stehen.
  • Ernährung: Der gesundheitsbewusste Konsument kombiniert nach Herzenslust: mittags eine Kürbis-Möhren-Suppe, der neue Fernost-Heimat-Klassiker, und abends eine Tiefkühlpizza, aber bitte ohne Geschmacksverstärker und mit Reinheitsgarantie (z. B. von Wagner). Außerdem gefragt sind Lebensmittel, die Zusatznutzen versprechen, wie etwa Aqua Vitalis Beauty Wasser oder der Entspannungsdrink Slow Cow mit Hopfen, Malz oder Zitronenmelisse.
  • Reisen: Auch der Urlaub wird künftig zur Optimierung des eigenen Körpers genutzt. Laut einer Studie von www.hospitalscout.com interessiert sich die Hälfte aller Europäer für echten Medizin-Tourismus. Aber auch im Inland wird der Medizintourismus im Luxushotel gerade erschlossen. Im Breidenbacher Hof in Düsseldorf wurden für 2,5 Mio. Euro OP-Säle, Behandlungsräume und stationäre Patientenzimmer eingerichtet. Quelle: Zukunftsletter

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Sie wollen mehr Kunden? Positionieren Sie sich als Spezialist

Spezialisten stechen Allrounder: Konsumenten kaufen zum Beispiel ihren Wisky lieber beim Whisky-Fachhändler ein als beim Spiritousen-Supermarkt. Das gilt bei Webseiten genau wie bei Offline-Geschäften, haben US-Forscher herausgefunden.

Psychologischer Hintergrund: Menschen haben mehr Vertrauen, wenn ein Objekt nur für einen Zweck geschaffen wurde. Außerdem glaubt der Kunde, erfolgreicher nach einem Angebot recherchiert zu haben, wenn er einen Spezialisten findet (Forschung: Shyam Sundar, Pennsylvania State University). Quelle: Trendletter
Internetnutzer als Ladendetektiv

Mit der Maus den Dieb jagen. Screenshot von Internet Eyes.
Internet Eyes ist ein neuer Service für Einzelhändler in Großbritannien. Prinzip: Der Ladenbetreiber installiert eine Überwachungskamera in seinem Geschäft, die Bilder ins Netz sendet. Surfer, die sich auf einer speziellen Plattform registrieren, bekommen die Bilder der Kamera auf ihrem Monitor daheim angezeigt.

Beobachten Sie einen Kunden beim Ladendiebstahl, können sie den Ladenbesitzer per Mausklick alarmieren. Für Ladenbesitzer ist der Service kostenlos. Die Internet-Detektive zahlen ca. 2,30 Euro pro Monat; führt ihr Hinweis dazu, dass ein Dieb gefasst wird, erhalten sie eine Prämie von 1.170 Euro. Quelle: Trendletter

Unsere Meinung: Gerade Besitzern kleiner Läden fehlt die Zeit, einen Überwachungsmonitor ständig im Blick zu behalten. Crowdsourcing-Modelle wie das von Internet Eyes werden sich bald verbreiten.
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