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Ersparen Sie den Kunden Stress

Liebe Leserin, lieber Leser,

angeblich wollen Kunden immer mehr: Mehr Features, größere Auswahl, schnellere Modellwechsel. Wie wäre es denn zur Abwechslung mal mit ein bisschen weniger? Weniger Stress beim Einkaufen zum Beispiel.

Das hat sich Robert Schäfer, Leiter des Rewe-Marktes im rheinischen Niederkassel, gedacht – und gehandelt: Quengelware vor der Kasse gibt es bei ihm nicht mehr, genau so wenig wie Werbegedudel über den Ladenfunk. Anstelle zusätzlicher Regale stehen Sitzgelegenheiten im Markt, und Einkaufswagen mit ausklappbarem Sitz wurden angeschafft, die besonders bei älteren Kunden gut ankommen.

Sicher: All das kostet den Supermarkt bares Geld. Wer etwa keine Süßigkeiten in der Kassenzone anbietet, verzichtet auf lukratives Impulsgeschäft. Dennoch kann Schäfers Strategie sinnvoll sein: Denn gerade in Branchen, wo sich die Angebote stark ähneln, ist stressfreier Einkauf möglicherweise der entscheidende Wettbewerbsvorteil.

Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"

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So verpacken Sie schlechte Nachrichten optimal

Ihre Kunden müssen im nächsten Jahr höhere Preise zahlen? Dann sollten Sie sich genau überlegen, wie Sie diese Bad News verpacken. Das Magazin „Management Science” hat die besten Methoden getestet, um schlechte Nachrichten zu überbringen – zum Beispiel in einem Brief an die Kunden.

Die empfohlene Taktik: Direkt zu Beginn die negative Botschaft verkünden. Beispiel: „Wir sind gezwungen, eine zusätzliche Gebühr von 100 Euro zu erheben.” Darauf sollte ein neutraler Text folgen – bei sehr schlechten Nachrichten ein möglichst langer.

Optimalerweise endet der Brief mit einer positiven Botschaft, Beispiel: „Sie als treuer Kunde erhalten einen 10-Euro-Rabattcoupon.” Quelle: Trendletter
Warum das Internet bald in digitale Kleinstaaten zerfällt

Noch herrscht im Netz die große Freiheit, doch das wird sich ändern. Das Netz von morgen ist eine Welt mit Mauern, die den freien Verkehr behindern. Experten sprechen schon vom Walled Wide Web, dem eingemauerten Netz. Die Prognosen:
  • Protektorate im Internet behindern den freien Verkehr. Beispiel: Apple etabliert für Benutzer seiner Geräte eine Netz-Diktatur, regelt, welche Software (Apps) genutzt werden darf. Zukunft: Unternehmer, die im Netz aktiv sind, müssen sich Regeln, Kontrollen und Zugangsverboten von Dritten unterwerfen.
  • Gleiches Tempo für alle wird es auf der Datenautobahn bald nicht mehr geben. Grund: Betreiber der Netze suchen nach neuen Erlösquellen. Sie werden eine Überholspur für schnelle Inhalte eröffnen, die nur jenen zugänglich ist, die dafür zahlen. Alle anderen Anbieter werden auf die Kriechspur mit längeren Ladezeiten verdrängt. Quelle: Trendletter

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Neuer Markt: Die 20.000-Dollar-Medizinberatung

Amerikaner, die schwer erkrankt sind, können einen neuen Service in Anspruch nehmen: Der Dienstleister ExpertConsensus verspricht, für ihr Leiden den weltweit besten Experten ausfindig zu machen.

Preis einer Konsultation (ohne Behandlung): 20.000 Dollar. ExpertConsensus recherchiert in aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, erstellt eine Zusammenfassung und wählt drei bis fünf Ärzte aus, die eine Diagnose erstellen sowie Therapievorschläge machen. Die meisten Kunden sind an Krebs oder Parkinson erkrankt.

Unser Votum: ein interessanter Markt. Die Frage bleibt: Finden sich genug hochklassige Experten, die für das vergleichsweise niedrige Honorar arbeiten. Quelle: Trendletter
Bestattungen: Klimaneutrale letzte Reise

Zwei neue Bestattungsmethoden kommen demnächst auf den Markt: Bei der so genannten Wasser-Kremation wird der Körper des Verstorbenen in eine erhitzte Kalium-Lösung gelegt. Übrig bleiben Flüssigkeit und Asche, die als Dünger verwendet werden können.

Der Prozess produziert 80 Prozent weniger CO2 als eine übliche Feuerbestattung (Anbieter: Aquamation Industries). Die schwedische Firma Promessa will die sterblichen Überreste gefriertrocknen und zu Pulver zermahlen. Dabei können auch Reste von Schwermetallen ausgefiltert werden.
 
Unsere Prognose: Diese Methoden könnten sich verbreiten, weil auf Krematorien in Zukunft strengere Umweltauflagen zukommen. Quelle: Trendletter
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