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Lesen Sie am 2. November 2010 im Werbe- & PR-Profi:
Süßes oder Saures

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor zwei Tagen war mal wieder Deutschlands große Geisterstunde: Halloween! Gleich viermal klingelte es nach Einbruch der Dunkelheit an meiner Haustür. Sieh an: Der Wettbewerb um Süßigkeiten ist härter geworden. Da muss man sich auch als Geist was einfallen lassen.

Ein wirklich schrilles Kostüm. Einen extra furchterregenden Auftritt. Oder eine trickreiche Werbeansprache.

Aus dem Rahmen gefallen ist die Geistertruppe Nummer 2. Die drei Jungs versicherten mir mit treuem Augenaufschlag: „Wir sind die letzten Geister für heute. Sie können uns ruhig ihre restlichen Süßigkeiten geben.”

Ganz schön clever.

Viel Gewinn beim Lesen und viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur "Werbe- und PR-Profi"
So werden Sie zum Shopping-Tipp von Google

Kennen Sie die 5 wichtigsten Fakten über Ihr Unternehmen – aus Google Sicht wohlgemerkt? Name, Anschrift, Telefon, Webadresse und die Kundenbewertung. Ja, Google präsentiert bei der Anzeige von Suchergebnissen die Kundenbewertung als wichtigstes Merkmal immer mit.

Zum Beispiel auf dem Smartphone, bei der Google Shopping-Suche und in Kürze wohl auch bei Google Adwords. (In USA werden Kundenbewertungen nun auch ergänzend bei den vom Unternehmen geschalteten AdWords Anzeigen präsentiert.)

Woher stammen die von Google angezeigten Kundenbewertungen?
Google wertet die wichtigsten Bewertungsportale aus und stellt deren Ergebnisse zusammen. Kundenbewertungen, die ein Onlineshop auf seiner eigenen Website wiedergibt, werden nicht herangezogen. Sie sind zwar hilfreich, um auf Besucher der Website überzeugend zu wirken, für Google jedoch sind sie irrelevant.

Deshalb führt kein Weg daran vorbei: Wer einen Onlineshop betreibt, der sollte sich bei mindestens einem Bewertungsportal anmelden.

Diese Bewertungsportale sind für Google relevant

•    trustedshops.de
•    idealo.de
•    dooyoo.de
•    Geizkragen.de
•    kelkoo.de
•    ciao.de
•    preistrend.de
•    shopauskunft.de
•    shopvote.de
•    11880.com

Hendrik Lennarz vom Bewertungsportal Trustedshops.de weist darauf hin, dass Google allerdings folgende Bedingungen für die Aufnahme und Anzeige der Bewertungen in den Shopping-Suchergebnissen macht:
  1. „Es müssen textliche Bewertungen (zum Beispiel: Bewertungskommentare) vorliegen. Deshalb sollten die Kunden motiviert werden, eben solche Bewertungen auf Bewertungs-Plattformen zu erstellen.
  2. Die Shopnote muss mindestens einen Wert von 4,0 aufweisen.
  3. Der Online-Shop muss mindestens 30 Bewertungen gesammelt haben, um auch eine gewisse Relevanz der Bewertungen garantieren zu können.”
Reagieren Sie sofort.

Quelle: WerbePraxis aktuell

Journalisten anrufen? Passen Sie den richtigen Zeitpunkt ab

Der beste Anlass für einen Anruf nutzt nichts, wenn er zum falschen Zeitpunkt kommt. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie sich genau über den Tagesablauf der Journalisten informieren, die Sie direkt ansprechen wollen.

Der variiert natürlich bei den einzelnen Medien und natürlich zwischen den Medienarten.

Mit diesen 5 Tipps passen Sie den richtigen Zeitpunkt ab:

Gedruckte Tageszeitungen
In der Regel ist um 10 Uhr Themenkonferenz. Danach können Sie anrufen, also so um 11 Uhr. Allerdings ist dies auch eine beliebte Zeit für Pressetermine. Sollte Ihr Gesprächspartner also nicht am Platz sein, versuchen Sie es am Mittag nochmals.

Nachmittags ist es dagegen am hektischsten. Dann schreiben die Pressevertreter ihre Artikel und sind mit dem Umbruch beschäftigt. Hier haben Sie nur dann Chancen, eine Meldung noch zu platzieren, wenn eine Lücke im Blatt ist.

Ein Anruf wegen eines Themenvorschlags empfiehlt sich am ehesten gegen 18 oder 19 Uhr. Dann sind die Beiträge im Satz und der Journalist hat wieder ein offenes Ohr für neue Themen.

TV und Radio
Hier hängt es natürlich sehr von dem Format ab. Wollen Sie den Redakteur des Morgenmagazins erreichen? Dann können Sie das natürlich am besten nach der Sendung. Oder Sie senden am späten Abend eine Mail, die er dann in den frühen Morgenstunden vor der Sendung liest.

Der Nachteil liegt auf der Hand: Bei Nachfragen ist niemand zu erreichen. Die Crew von den Abendnachrichten checkt ab mittags die Nachrichtenlage und reagiert dann auf die Neuigkeiten.

Wochen- und Monatsmagazine
Hier gelten wieder andere – längere – Vorlaufzeiten. Lassen Sie sich diese individuell von den für Sie relevanten Medien geben. Dann können Sie, bevor Sie zum Hörer greifen, prüfen, ob nicht gerade Redaktionsschluss ist – der denkbar schlechteste Zeitpunkt für einen Anruf.

Online-Redaktionen
Da die meisten Menschen vormittags ins Internet gehen und Nachrichten checken, arbeiten die Online-Redaktionen am Vormittag mit Hochdruck.

Eine Besonderheit bei Online-Journalisten ist – im Unterschied zu den Print-, Radio- und TV-Journalisten –, dass sie immer topaktuell sein müssen, also eigentlich nie wirklich Redaktionsschluss haben. Einen optimalen Zeitpunkt gibt es hier leider nicht.

Tipp! Heiße News am Wochenende?
Wenn Sie übers Wochenende eine Information haben, schicken Sie diese am besten am Sonntagvormittag: Dann arbeiten die Journalisten an der Montagsausgabe. Senden Sie Tageszeitungen keine E-Mails am Samstag. Diese gehen bis zum Check am Sonntag unter.

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Auweia Deutsche Bahn: Pannen auch bei Facebook

Die Deutsche Bahn ist ja nicht irgendwer. Sondern eines der meistbeschimpften Unternehmen Deutschlands. Da wundert es einen, wie blauäugig sich die Werbeverantwortlichen an ihren Auftritt bei Facebook machten.

Die Idee zum Einstieg war gar nicht so schlecht. Sondertickets zum Preis von 25 €, die nur über Facebook erworben werden können. Das brachte dem Unternehmen binnen weniger Tage über 10.000 „Fans”.

Aber viele von ihnen wollten nicht nur an das Billigticket herankommen. Sie wollten mit der Bahn auch über Stuttgart 21, den Tierschutz oder die mangelnde Servicequalität reden. Und damit war die Bahn überfordert. Denn wer immer sich auf der Seite äußerte, er erhielt keine Antwort.

Inzwischen ist die Sache behoben, die Bahn hat personell aufgestockt und steht bei Facebook nun Rede und Antwort.

Merke: Facebook ist kein billiger Absatzkanal für Werbegeschenke oder Verkaufsförderungsaktionen. Ohne Dialog läuft dort nichts.

http://www.facebook.com/chefticket


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