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Lesen Sie heute im Trend Alert
 
 
Stecken Sie die Stinktiere zusammen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie kennen sicher diesen Typ von Mitarbeiter: Eigentlich ist er gut, nur manchmal ein bisschen zu kreativ. Wenn er sich zu Wort meldet, fällt allen dazu oft nur ein "Hä?" ein. Hier ist eine Idee: Stecken Sie all diese Querdenker zusammen in eine Abteilung – es könnte sich lohnen.

Im Englischen heißen diese Gebilde Skunkworks: In diesen Reservaten können Stinktiere (Skunks), die den normalen Betrieb nur stören, unbehelligt wirken. Hier gibt es keine Pflichten dem Bestehenden gegenüber. Die Teams sind von der Hierarchie abgekoppelt, oft auch räumlich getrennt und agieren autonom.

In Nischen funktionieren Skunkworks schon lange. Der Flugzeughersteller Lockheed etwa hat geheime Spionageflugzeuge von so einer Außenseitertruppe entwickeln lassen. Jetzt erobert das Prinzip die gesamte Wirtschaft. Beispiel: Der US-Einzelhändler Dayton-Hudson gründete in den 1990ern ein Skunkwork, in dem ein Discount-Format namens Target getestet wurde. Heute stehen die Billigkaufhäuser in jeder amerikanischen Stadt.
 
Unser Tipp: In Zeiten starken Veränderungsdrucks sind Skunkworks ein ideales Instrument, um neue Geschäftsmodelle auszutüfteln.

Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
 
 
 
Warum das Grün auf dem Golfplatz künftig auch mal braun sein darf

Nachhaltiges Golfen erfreut sich in den USA wachsender Beliebtheit. Dabei werden die Plätze nur minimal gewartet, um den Wasser- und Chemikalienverbrauch niedrig zu halten. Beispiel: Die 18-Loch-Anlage in Chambers Bay im US-Bundesstaat Washington.

Der Club pflegt nur 33 % der Fläche aktiv – auf einem herkömmlichen Golfplatz sind es 60 %. Außerdem wurde Gras angepflanzt, dessen Wurzeln tief in die Erde reichen. So muss nur alle zwei Wochen gewässert werden.

Unsere Prognose: Mit gutem Gewissen golfen, findet auch hier zu Lande zunehmend Anhänger. Einige Plätze werden auf minimale Bewirtschaftung setzen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern senkt auch die Mitgliedsbeiträge.

Hintergrund: Ein Golfplatz gibt normaler Weise 20 % seines Pflegebudgets für Maßnahmen aus, die nur kosmetischen Effekt haben und die Spielbarkeit nicht beeinflussen.

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Preise erhöhen – Kunden gewinnen

Den Preis extra höher als der Wettbewerb ansetzen – diese Strategie kann sinnvoll sein, zeigen neue Tests aus den USA: Übersteigt der Preis das Durchschnittsniveau der Konkurrenz nämlich um 50 bis 80 %, fällt das jeweilige Produkt besser auf – und mehr Konsumenten sind bereit zu kaufen (s. Tabelle rechts).

Beispiel: Burt"s Bees, ein amerikanischer Hersteller von Naturkosmetik, verlangt für seine Produkte doppelt so viel wie die Konkurrenz.

Folge: Konsumenten fragen sich, was den Aufschlag rechtfertigt und entdecken das Alleinstellungsmerksmal (rein natürliche Inhaltsstoffe). Der Absatz wuchs zuletzt um 30 % pro Jahr.

Quelle: Trendletter

 
 
 
Micro-Versicherung gegen verregnetes Wochenende

Vor dem Einsteigen ins Flugzeug per Handy noch schnell eine Unfallversicherung abschließen – das wird in Zukunft an der Tagesordnung sein.

15 % aller Deutschen sind bereit, per Mobiltelefon eine Versicherung abzuschließen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Heute und Morgen.

Unsere Prognose:
Schließt der Kunde die Versicherung mobil ab, sinken die Transaktionskosten. Dadurch werden selbst Kleinstangebote wirtschaftlich.

Beispiel: Kurzfristig eine Versicherung gegen ein verregnetes Wochenende, Zugausfälle oder steigende Benzinpreise abschließen. Wirklich etablieren wird sich dieser Markt aber erst, wenn per Handy geschlossene Verträge rechtsverbindlich sind und sich mobile Zahlungsmittel etabliert haben.


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