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ONLINEMARKETING aktuell
Insider Know-how für erfolgreiche Werbung im Internet
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Liebe Leserin, lieber Leser,
erfahren Sie jetzt, worauf es bei YouTube, Twitter und Facebook im 2. Halbjahr 2010 wirklich ankommt


YouTube, Twitter, Facebook & Co. - Was bringt Ihnen den gewünschten Erfolg? Welche anderen Online-Werbetrends zeichnen sich ab? Und wo sollten Sie lieber vorsichtig vorgehen?

Nichts ist in Stein gemeißelt - diese Erkenntnis gilt im Online-Marketing noch mehr als für andere Werbebereiche. Was 2009 noch funktioniert hat, ist 2010 schon überholt...

Sichern Sie sich daher jetzt dauerhaft einen Wissensvorsprung vor Ihrer Konkurrenz!
 
 
Lesen Sie in dieser Ausgabe von OnlineMarketing aktuell
 
 
Publikumsliebling YouTube

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Internet gilt zwar als schnelllebiges Medium - doch ihren Lieblingswebsites sind die Deutschen treu. Das legen die aktuellen Online-Nutzerzahlen, die das Markt- und Medienforschungsinstitut Nielsen vor einigen Tagen veröffentlichte, nahe. Die zehn beliebtesten Marken aus dem Monat April konnten sich auch im Wonnemonat Mai wieder in den Top-Ten behaupten.

Innerhalb dieser Spitzengruppe gab es jedoch Verschiebungen: Einer der großen Gewinner ist die Videoplattform YouTube, die im Vergleich mit dem Vormonat 10,7 % mehr Unique User verbuchen konnte. Mit 18.138 Besuchern, die die Seiten des Videoportals mindestens einmal im Mai aufriefen, platzierte sich die Google-Tochter auf Platz sechs des Markenrankings.

Doch so treu die Nutzer YouTube sind, so kurz ist die Lebensdauer eines bei YouTube eingestellten Videos. Ob ein Video ankommt oder nicht, das zeigt sich bereits in den ersten Tagen. 50 % aller Klicks erhalten YouTube Videos bereits in den ersten sechs Tagen. Nach 20 Tagen sind 75 % aller Klicks erreicht, das berichetet die Firma Tube Mogul, die sich mit der Auswertung von YouTube Statistiken beschäftigt.

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur von WerbePraxis aktuell, gibt Ihnen folgende 4 Tipps, wie Sie geschickt mit dieser Herausforderung umgehen:
  • Kampagnendauer. Nach maximal einem Monat können Sie Ihre Werbekampagne beenden.
  • Konzentration auf den Start. Konzentrieren Sie 75 % Ihrer begleitenden Werbemaßnahmen auf die ersten sechs Tage nach Videostart.
  • Ausgabenstopp. Versuchen Sie keinesfalls die Wirkung Ihrer Videokampagne zu verlängern, indem Sie weiter Geld in begleitende Werbung investieren.
  • Neustart. Nachdem die Lebensdauer Ihres Videos beendet ist, starten Sie lieber ein neues.
Übrigens: Bei YouTube gibt es passend zur WM ein spezielles Feature - Sie können sich begleitend zum Video Vuvuzela-Lärm einblenden lassen. Über einen kleinen, anklickbaren Fußball im Player-Feld  kann man so beispielsweise Lena Meyer-Landruts Hit Satellite mit Vuvuzela-Untermalung oder besser Übertönung anzuhören.

Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Online Marketing Aktuell"
 
 
 
Online-Geschäftsidee: Anzug kaufen ohne Anprobe

Das verspricht Stresslessdress: Kunden des Kleidungsversands können sich daheim selbst vermessen.

Ablauf: Der Kunde klebt ein DIN-A4-Blatt an eine Wand und lässt sich davor fotografieren – von vorne, hinten und im Profil. Stresslessdress errechnet anhand der Fotos die richtige Kleidergröße. Dabei dient das Blatt als Maßstab. Angeblich ist die Methode so genau wie ein Schneider mit Maßband (www.stresslessdress.de).

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Wie Sie in 3 Schritten erfolgreich Gerüchte in Blogs bekämpfen

Für ein Unternehmen oder ein Produkt ist es oft von Vorteil, wenn es in der Öffentlichkeit beachtet und diskutiert wird. Nirgendwo findet sich die öffentliche Meinung so direkt und ungefiltert wie in Blogs.

Da kommt es vor, dass recht abenteuerliche Ansichten verbreitet werden. Wenn beliebte Blogs diese aufgreifen, kann das zu einer ernsten Gefahr für Ihren guten Ruf werden. Einmal gebloggte Unwahrheiten werden in aller Regel nicht gelöscht, das ist Philosophie der Blogosphäre.

Hier sind die 3 Schritte für den Umgang mit dem PR-Krisenfall:

Schritt 1: Machen Sie sich ein Bild
Wenn Sie feststellen, dass unter Bloggern schlecht über Ihr Produkt gesprochen wird, handeln Sie nicht emotional oder impulsiv. Zunächst sollten Sie sich ein Bild vom Ausmaß des Ganzen machen.
  • Was ist Gegenstand des Gerüchts?
  • Seit wann wird darüber berichtet?
  • Wer berichtet darüber?
  • Wer findet die meiste Aufmerksamkeit?
Erstellen Sie eine Liste mit allen sachlichen Argumenten und Beweisen, die gegen die falschen Blogeinträge vorzubringen sind.

Schritt 2: Werden Sie aktiv
Bevor Sie auf Altbewährtes wie Pressemitteilungen oder anwaltlichen Beistand zurückgreifen, um Gerüchten zu begegnen, überlegen Sie, warum Blogger bloggen. Sie suchen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, genau wie Ihr Unternehmen.

Bei Angriffen von außen und von oben herab rückt die Blogosphäre eng zusammen. Bei falschem Vorgehen kann dann leicht ein Flächenbrand entstehen. Seien Sie also offen und ehrlich und stellen Sie sich der Diskussion auf gleicher Augenhöhe.

Ist ein Gerücht bereits zahlreich verbreitet, wird es unmöglich, es überall zu widerlegen. Suchen Sie die Blogs mit vielen Lesern, die oft über Sie geschrieben haben und die von vielen anderen Bloggern zitiert werden. Vergessen Sie dabei auf keinen Fall denjenigen, der zuallererst berichtet hat.

Unter Umständen wird ein einfacher Kommentar nicht ausreichen, um die Diskussion zum Verstummen zu bringen. Suchen Sie dann ein direktes Gespräch – per E-Mail, Telefon oder persönlich. Letzteres natürlich nur mit dessen Zustimmung.

Schritt 3: Lernen Sie für die Zukunft
Wenn sich der Staub gelegt hat, ist es an der Zeit, an die nächste Krise zu denken. Treffen Sie Vorkehrungen, um beim nächsten Ernstfall schneller und effektiver reagieren zu können. Werden Sie Beobachter der Blogosphäre, vielleicht sogar selbst Kommentierer oder Blogger. Je schneller und öffentlicher Sie auf Unwahrheiten reagieren können, desto größer sind Ihre Erfolgsaussichten.

How2Marketing-Tipps:

Wenn Sie wissen wollen, über was sich Blogger so austauschen, besuchen Sie http://technorati.com. Dort finden Sie nicht nur die meistgebloggten Themen als Stichwortliste, sondern können auch selbst nach eigenen Begriffen suchen. Ein regelmäßiger Check nach dem eigenen Unternehmen oder Produkt ist die beste Voraussetzung, Probleme rechtzeitig zu erkennen.

Mehr Tipps rund um erfolgreiches Onlinemarketing lesen Sie auf unserem Marketing-Fachportal How2Marketing.

 
 
 
88 % mehr Wiederkäufer dank Kundenbewertungen

70 % aller Online-Käufer orientieren sich an Kundenbewertungen. Dies hat eine Untersuchung von Nielsen Research (2009) ergeben. Kundenbewertungen wirken also, egal, ob bei Preissuchmaschinen, auf Online-Portalen oder in Ihrem eigenen Shop. Es gibt keinen Grund, sich vor möglichen negativen Bewertungen zu fürchten. Denn die Vorteile eines Kundenbewertungssystems sind überdeutlich.

Das konnte auch die mittelfränkische Firma Onlineprinters GmbH erfahren. Sie ist einer der größten Anbieter von Online-Drucksachen in Europa und betreibt den Onlineshop „Die Druckerei.de”. Sie hat ein Kundenbewertungs-Tool eingeführt, das es Käufern nach dem Kaufabschluss ermöglicht, „Die Druckerei.de” in einer standardisierten Form zu bewerten.

Genutzt wurde dafür das von Amazon bereits bekannte 5-Sterne-System. Mittlerweile gehört diese Bewertung zu den Systemen, die sich in ganz Europa eingebürgert haben und verstanden werden.

Neben der Sterne-Bewertung kann der Kunde natürlich auch Lob und Kritik in Textform loswerden. Bewerten können die Kunden den Shop in fünf Kategorien: Zuverlässigkeit, Webseite, Lieferung, Ware, Kundenservice. Diese Bewertungen und die in Text gefassten Kundenmeinungen werden dann im Onlineshop veröffentlicht.

Nachdem mehr als 10.000 Kundenbewertungen abgegeben worden waren, zog das Unternehmen Bilanz. Untersucht wurden betriebliche Kennzahlen vor und nach der Einführung des Kundenbewertungssystems. Dies sind die Ergebnisse:
  • eine gestiegene Neukundenkonversionsrate (von 9,73 auf 11 %)
  • ein höherer Stammkundenanteil  (von 80 auf 85 %)
  • eine verringerte Abbruchquote (von 30,1 auf 27 %)
  • eine massiv erhöhte Wiederkäuferrate (+88 %!)
„Die Druckerei.de” hat ihr Kundenbewertungssystem nicht selbst erfunden, sondern dafür eine Standardlösung eingekauft: das Kundenbewertungsportal von Trusted Shops (www.trustedshops.de/shop-info/trusted-shops-kundenbewertungen), das es als Mietlösung gibt und das in jeden Shop integrierbar ist. In der Basisversion kann man es ein Jahr kostenlos testen; die monatlichen Raten liegen bei 19 bzw. 39 Euro.

 
 
 
8 Tipps für den professionellen Umgang mit Kundenbewertungen

Tipp 1: Holen Sie die Kundenbewertungen über E-Mail (in Kombination mit einem Online-Formular) unmittelbar nach der Auslieferung ein.

Tipp 2: Wählen Sie dazu ein bekanntes Bewertungsverfahren – entweder die 5-Sterne-Wertung, die Daumensymbolik oder das Schulnotensystem.

Tipp 3: Sammeln Sie Kundenbewertungen über einen längeren Zeitraum. Beginnen Sie nicht sofort, Kundenbewertungen auf Ihrer Website zu veröffentlichen. Sammeln Sie stattdessen über mehrere Wochen oder Monate – abhängig vom Kundenaufkommen – die ersten Ergebnisse. Nutzen Sie diese Phase, um Schwächen in Ihrem Onlineshop zu erkennen und Fehler abzustellen. Dies hilft Ihnen generell, Ihre Leistung zu verbessern.

Tipp 4: Starten Sie ab 94 %. Erst wenn Sie 94 % positive Bewertungen erhalten haben, sollten Sie mit der Veröffentlichung der Bewertungsdaten beginnen.

Tipp 5: Veröffentlichen Sie auch negative Kritik. Ein Kundenbewertungssystem, das keinerlei kritische Töne enthält, wirkt unglaubwürdig. Kunden durchschauen sehr schnell, ob die Kundenbewertungen vertrauenswürdig sind oder nicht.

Tipp 6: Stellen Sie eine Hotline zur Verfügung. Weisen Sie in jeder E-Mail, mit der Sie eine Kundenbewertung einholen wollen, auf eine telefonische Hotline hin. Das hilft, um verärgerten Kunden sofort eine Möglichkeit zu geben, ihren Frust loszuwerden. So beugen Sie Verrissen oder 1-Punkt Bewertungen vor.

Tipp 7: Zeigen Sie die Ergebnisse der Kundenbewertung gleich auf der Startseite zu Ihrem Onlineshop. Oder binden Sie diese Ergebnisse in einer Seitenleiste auf jeder Seite gut sichtbar ein.

Tipp 8: Dokumentieren Sie intern. Halten Sie alle Kundenbewertungen in einer internen Dokumentation fest. Definieren Sie kritische Werte, unter die die Kundenbewertungen nicht sinken sollen.

Fazit: Die umsatzfördernde Wirkung von Kundenbewertungen auf der eigenen Website ist durch die Erfahrungen zahlreicher Shop-Betreiber eindrucksvoll nachgewiesen.

Quelle: WerbePraxis aktuell

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