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Lesen Sie heute im Trend Alert
 
 
„Die Krise war das beste, was uns passieren konnte”

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Die Krise war das beste, was uns passieren konnte” – meint der Zukunftsforscher Richard Florida (Universität Toronto). Seine These: Der Crash wirkte wie ein reinigendes Gewitter. Jetzt ist der Blick bis zum Horizont wieder frei; es gibt Raum für frische Ideen.

Besonders viele Innovationen erwartet Florida von den Mobilitätsmärkten. Seine Prognosen:
  • Alternativen zum Auto legen stark zu. Mehr Menschen nutzen Car-Sharing, Mietautos, Fahrrad oder schaffen sich gemeinsam ein Auto an. Beispiel: In Ulm und Austin/Texas sind über die ganze Stadt Smarts des Vermieters Car2Go verteilt. Das iPhone zeigt die Standorte. Kunden können jederzeit einsteigen und losfahren. Bei 15 Fahrten pro Tag rechnet sich ein Auto für den Vermieter. Der Nutzer zahlt 15 Cent pro Minute.
  • Berufstätige von morgen sind ständig auf der Walz. Sie werden öfter umziehen, nur Konsumgüter anschaffen, die zum mobilen Lebensstil passen, mindestens bis 40 zur Miete wohnen – und wegen der häufigen Wechsel flexible Wohnformen bevorzugen. Das beflügelt Anbieter von Serviced Appartments, Berufstätigen-Zweck-WGs, Boardinghouses und Firmen-Gästehäusern.
  • Steigt der Ölpreis über 120 US-Dollar/Barrel, wird das Wohnformat Reihenhaus im Grünen entwertet. Wohnen in der Stadt dagegen wird attraktiver, weil es Kosten und Pendel-Zeit spart.
Mehr zum „Großen Neustart” kann man in Floridas neuem Buch The Great Reset nachlesen. Unser Votum: Empfehlenswert!

Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
 
 
 
Wie Sie jetzt über Facebook Tausende neuer Kunden gewinnen

Facebook hat eine interessante Neuerung für Unternehmen eingeführt: Das soziale Netzwerk stellt die Daten seiner Mitglieder ab sofort künftig auch fremden Webseiten zur Verfügung.

Das ermöglicht eine völlig neue Kundenansprache. Beispiel: Sobald ein Facebook-Nutzer Ihre Webseite besucht, können Sie sehen, wer seine Freunde sind, was er zuletzt online eingekauft hat und was ihm gefällt.

Das wird den Internet-Verkauf verändern:

1. Demnächst können Sie die Besucher auf Ihrer Webseite persönlich ansprechen. Das Facebook-Profil der Surfer verrät Ihnen sofort Namen und Vorlieben. So lassen sich passgenau Produkte empfehlen. Personalisierungs-Dienste wie bei Amazon können bald alle Webseiten bieten!

2. In Zukunft finden Besucher nicht über Google zu Ihnen, sondern über Facebook. Denn: Sobald ein Facebook-Nutzer irgendwo im Netz einkauft, erscheint ein Hinweis mit den erworbenen Produkten automatisch auf seiner persönlichen Startseite (auf der "Wall") – und damit auch auf den Facebook-Seiten aller Freunde und Bekannten.

3. Mehr Besucher werden kaufen. Das Szenario: Neben einem Buch, das Sie sich bei einem Online-Versand anschauen, steht künftig der Hinweis, dass vier Ihrer besten Freunde das Buch schon gekauft haben. Diese sozialen Empfehlungen werden dafür sorgen, dass mehr Surfer auch kaufen (Konversionsrate).

Bedenken Sie: 90 Prozent aller Konsumenten vertrauen einer Empfehlung eines Bekannten – aber nur 61 Prozent einer Zeitungsanzeige.

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Märkte und Werbewege verändern sich 2010 immer schneller

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Wie Sie mit 5 Minuten Zeitaufwand Ihr Webangebot bei Facebook bekannt machen

Die Maßnahme: Bauen Sie einen so genannten LIKE-Button auf Ihre Webseite ein.

Besucht ein Facebook-Nutzer dann Ihre Seite und klickt auf diese Schaltfläche, können alle seine Kontakte sehen, dass er Ihr Webangebot mag. Dafür muss Ihr Webdesigner nur wenige Zeilen HTML-Code einfügen.

Die Anleitung finden Sie hier.
 
 
 
Handel: Die Ära der großen Kästen auf der grünen Wiese geht zu Ende

Der Supermarkt der Zukunft ist klein und befindet sich in der Innenstadt. Diese Entwicklung zeichnet sich immer klarer ab. Indizien:
  • Wal-Mart kehrt in die Innenstädte zurück: Der US-Handelsriese will denächst verstärkt kleinere Filialen mit unter 4.000 qm Fläche eröffnen (Name: Marketside). Damit vollzieht der Konzern die Abkehr von der grünen Wiese. Indiz: 2007 eröffnete Wal-Mart 132 neue Supermärkte im Format einer Lagerhalle (Supercenter); im letzten Jahr war die Zahl schon auf 49 gesunken.
  • Der Düsseldorfer Metro-Konzern testet in Rumänien derzeit ein neues Marktkonzept mit rund 1.500 qm Fläche. Die Läden namens Metro Punct sollen vor allem Kiosks Konkurrenz machen; das Sortiment umfasst nur ca. 3.000 Artikel. Auch in Deutschland will Metro verstärkt mit Kleinflächen experimentieren.
Prognose: Übergroße Supermärkte in der Peripherie verlieren an Attraktivität. Haupttreiber dieser Entwicklung: Die Bevölkerung altert; im Alter ziehen die Menschen verstärkt in die Kernbereiche der Städte zurück.

Hier entstehen nicht nur Chancen für den Handel, sondern auch für Logistik-Dienstleister: Metro, Rewe, Lekkerland und andere Handelskonzerne haben gerade zusammen mit Frauenhofer-Forschern ein Projekt zur Zukunft der City-Logistik gestartet. Name: „Tante Emma 2.0”


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