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Lesen Sie am 16. Juni im Trend Alert
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Finger weg von den Schildkröten!
Liebe Leserin, lieber Leser,
Felix Hoenikker kann einfach nicht seine Finger von ihnen lassen – den süßen kleinen Schildkröten in seinem Labor. Tagein und tagaus spielt der Forscher mit ihnen, anstatt die Atombombe zu erfinden. Eines Tages ziehen seine Kollegen die Notbremse – und verbannen die kleinen Versuchstiere aus dem Labor.
Die Geschichte ist natürlich frei erfunden, sie stammt aus dem Roman Cat"s Cradle von Kurt Vonnegut. Doch die Botschaft ist aktueller denn je: Auch wir sind mit Schildkröten umgeben, die Teil unserer Arbeit sind – aber uns im Grunde genommen nur ablenken. Sie heißen Twitter, Facebook und Xing.
Verstehen Sie uns nicht falsch: Ohne soziale Medien wird Marketing in Zukunft nicht funktionieren. Das Web 2.0 eröffnet Unternehmern riesige Chancen. Trotzdem sollten Sie nicht die Grundlagen des Geschäfts vernachlässigen:
- Arbeiten Sie heraus, was Ihr Unternehmen anders macht als andere – bevor Sie darüber bloggen!
- Kümmern Sie sich um den Kundendienst – bevor Sie dafür einen Twitter-Kanal einführen!
- Schaffen Sie Spitzenprodukte – bevor Sie eine Facebook-Fanseite dafür entwerfen!
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Beste Grüße Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies, Chefredakteure "Trend Alert"
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Die Zukunft gehört All-Age-Produkten
Kinderprodukte hier, Erwachsenenprodukte da – diese Einteilung verliert an Bedeutung. Immer mehr Firmen setzen auf ein Angebot, das Generationsgrenzen überschreitet, und werden dafür belohnt.
Hier 3 Praxis-Beispiele:
1. Der Tiefkühlkost-Hersteller Iglo bietet für jeden Lebensabschnitt das passende Produkte. Kinder, die mit Fischstäbchen aufgewachsen sind, werden als Eltern mit dem gleichen Produkt in der Erwachsenenversion (Chili-Geschmack) versorgt.
2. Mit den Beasts hat der Spielzeughersteller Sigikid jetzt Kuscheltiere auf den Markt gebracht, die Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefallen sollen. Werbespruch: …denn du bist nie zu alt zum Kuscheln. Damit folgt man dem Vorbild des japanischen Unternehmens Sanrio, das seine bekannte Figur Hello Kitty längst quer durch die Altersklassen vermarktet. Das Sortiment mit Hello-Kitty-Aufdruck reicht vom Werkzeug über Sexspielzeug bis zur komplett gebrandeten Geburtsklinik (in Taiwan).
3. Auch ehemalige Erwachsenendomänen öffnen sich für junge Kunden: In den USA können bereits 10-Jährige ihre ersten Fahrstunden in einer Mercedes A-Klasse nehmen oder sich bei einer Maniküre entspannen.
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Women Only: Erlebnisräume für Frauen sind gefragt wie nie
Das Fitness-Studio für Frauen war nur der Anfang: In Zukunft wird es auf allen Märkten spezielle Angebote geben, die sich nur an Frauen richten. Beispiele:
- In Zürich hat mit dem Ladies First das erste Hotel nur für weibliche Kunden eröffnet, im Rendezvous Merry Hotel in Shanghai ist ein ganzes Stockwerk für sie reserviert, im Milestone Hotel London gibt es spezielle Lady"s Rooms.
- Informatik und Technik nur für Frauen – das bietet die Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft an. Studiengänge sind flexibel aufgebaut, um den Bedürfnissen von Schwangeren und Müttern entgegen zu kommen.
- Frauenwaggons oder -züge gibt es mittlerweile in Rio de Janeiro, Österreich, Indien und Ägypten.
- Der italienische Badeort Riccione an der Adria hat einen Abschnitt seines Badestrandes für Männer gesperrt. Hier sind selbst Schwimmlehrer und DJs weiblich, das Restaurant von Strand Nummer 134 serviert keine Pommes, sondern nur leichte Mahlzeiten.
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So simsen Sie in Zukunft
- Diese Nachricht zerstört sich in 10 Sekunden. Jetzt lassen sich vom Mobiltelefon aus Mitteilungen verschicken, die sich nach einiger Zeit selbst löschen. Der Absender kann die Lebensdauer zwischen einer Minute und fünf Tagen einstellen. Danach verschwindet die Botschaft spurlos vom Handy des Empfängers; sie kann auch nicht weitergeleitet oder gespeichert werden (Name des Programms: TigerText, Testversion ist kostenlos).
- SMS ohne Tippen verschicken. Kurznachrichten können jetzt auch ins Mobiltelefon diktiert werden. Einen solchen Service bietet die Münchner Firma Dictocom ab sofort an. Preis: 32 Cent plus Telefongebühren (Tel: 089/90 90 180).
Quelle: Trendletter |
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