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Lesen Sie am 28.04. im Trend Alert
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Künftig kennt jeder Kunde Ihre Ökobilanz
Liebe Leserin, lieber Leser,
Konsumenten, die wissen wollen, ob ein Produkt umweltschonend hergestellt wurde, brauchen in Zukunft nur ihr Mobiltelefon. Es reicht, wenn sie den Barcode mit der Handykamera knipsen. Dann erscheint ein kleines Ampelsymbol auf ihrem Display. Grün bedeutet: Der Hersteller ist ein Umweltengel – und rot, dass er zu den Klimakillern gehört.
Genau diesen Service bietet die Berliner Firma WeGreen an. Sie bewertet, wie sozial verantwortungsvoll ein Unternehmen handelt, und stellt diese Informationen jedem Handybesitzer zur Verfügung (das Programm für das Mobiltelefon ist kostenlos).
Das folgende Video zeigt wie die so genannte Nachhaltigkeitsampel funktioniert:

Unsere Prognose: Solche Anwendungen werden sich verbreiten. Ihre Aufgabe besteht darin, herauszufinden, welche Informationen Agenturen wie WeGreen verwenden – und evtl. mit einer eigenen Nachhaltigkeitsbilanz gegenzusteuern.
Je früher Sie sich damit beschäftigen, umso besser, denn gesetzliche Regeln sind wahrscheinlich. Beispiel: Frankreich etwa zwingt Unternehmen ab 2011, genaue Angaben zu ihrer Ökobilanz zu machen. Mehr zum Thema finden Sie auch in unserem ersten Beitrag.
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Beste Grüße Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies, Chefredakteure "Trend Alert"
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Vorurteile über den Wachstumsmarkt Öko widerlegt
1. Mit Grünen Produkten lässt sich kein Geld verdienen. Falsch! Fakt: Öko ist längst Mainstream – und lukrativ. Beispiele: Der Handyhersteller Motorola macht mit Geräten, die zum Großteil aus recycelten Materialien bestehen, gute Geschäfte. Der Konsumgüterriese Johnson & Johnson hat in den letzten fünf Jahren 80 Ökoprojekte gestartet – und so 187 Mio. Dollar eingespart.
2. Öko ist kein Thema für B2B-Firmen. Falsch! Fakt: Das Thema verbreitet sich über die Lieferketten in der ganzen Wirtschaft. Beispiel: Wal-Mart, der weltgrößte Einzelhändler, verpflichtet seine Lieferanten, Auskünfte über die CO2-Bilanz zu machen – und erwartet Einsparungen. Wer nicht mitmacht, wird aussortiert.
3. Mit den Träumern bei den NGOs ist kein Geschäft zu machen. Falsch! Fakt: Wer sich mit einer Nichtregierungsorganisation zusammentut, entschärft potenzielle Konfliktherde. Beispiel: Coca-Cola lässt sich vom World Wildlife Fund dabei beraten, seinen Frischwasserverbrauch zu senken.
Quelle: Zukunftsletter
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3 Thesen zum Future-Marketing
1. Marketing muss schneller werden. Kampagne entwerfen und ein Jahr laufen lassen – das war einmal. Die Zukunft gehört dem Marketing in Echtzeit. Das bedeutet: Der Kunde erwartet eine Reaktion des Unternehmens in Sekunden. Beispiel: Der US-Elektronikmarkt Best Buy beantwortet auf Twitter Kundenanfragen sofort. In den ersten zwei Monaten der Aktion wurden 13.000 Anfragen auf diesem Weg bearbeitet.
2. Online ist nur ein Brückenkopf. Wer wirklich Aufmerksamkeit will, muss die Aktivitäten im Netz mit Offline-Aktionen verbinden. Beispiel: Playground Stores, ein schwedischer Anbieter von Allwetterkleidung, startete einen spektakulären Wettlauf: Das Unternehmen ließ ein TV-Sternchen, einen Feuerwehrmann und einen Sportler um die Wette walken. Jedermann konnte im Internet verfolgen, wer gerade vorne lag – und sich als Fan eines Läufers registrieren. Wer am Schluss zur Community des Siegers gehörte, konnte im Laden kostenlos einkaufen. Erfolg die Firma: 70 % mehr Besucher auf der Webseite.
3. Werbung muss die Lebenssituation des Kunden berücksichtigen. Beispiel: Der Autohersteller Hyundai lancierte in den USA auf dem Höhepunkt der Finanzkrise eine mutige Werbeaktion. Das Versprechen: Wer ein Auto kauft und danach arbeitslos wird, kann den Wagen zurückgeben. Erfolg: Während die Verkaufszahlen der Konkurrenten abstürzten, legt Hyundai sogar noch zu!
Quelle: Zukunftsletter
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Mutig: Werbung auf Chatroulette
Chatroulette nennt sich eine neue Freizeitbeschäftigung im Netz, die derzeit rasend schnell Anhänger findet. Das Prinzip: Internetnutzer mit einer Webcamera am PC werden per Zufall mit anderen Nutzern zum Video-Chat verbunden. Nach einigen Minuten wird die Verbindung abgebrochen.
Die Bekleidungskette French Connection hat über Chatroulette ein Gewinnspiel gestartet. Nutzer, denen es gelang, sich in der Kürze der Zeit mit dem Chatpartner zu verabreden, erhielten einen Einkaufsgutschein im Wert von 275 Euro (als Beweis musste eine Video-Aufzeichnung vorgebracht werden).
Unser Votum: Wer auf Chatroulette wirbt, spielt russisches Roulette. Was hier online abläuft, bewegt sich zwischen Anmache und sexueller Belästigung – kein seriöses Umfeld für Marketing. Dennoch: Für Marken mit einem rebellischen Image durchaus interessant.
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