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Ikea-Effekt

Liebe Leserin, lieber Leser,

200 Bastler bauen derzeit gemeinsam ein 50.000 Dollar-Auto. Nicht, dass sie vorgestanzte Teile eines Serienmodells etwa nur montieren würden. Nein, sie haben das nagelneue Automodell via Internet mit entwickelt.

Erstmals wurde so ein neues Fahrzeug als Gemeinschaftsprojekt entworfen und zur (Klein-) Serienreife gebracht. Die Idee hatte der US-amerikanische Autobauer Local Motors. Auf ganz clevere Weise nutzt er damit den sogenannten Ikea Effekt. Psychologen haben nachgewiesen: Ist ein Kunde an der Herstellung eines Produktes beteiligt, ist er sogar bereit, mehr dafür zu bezahlen. Wann und wo können Sie Ihre Kunden einbinden?


Viel Gewinn beim Lesen und viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur "Werbe- und PR-Profi"
 
 
 
Achtung Contentklau: Wer klaut Ihre Texte im Internet?

Ihre Werbetexte sind wertvoll. Eine gelungene Produktbeschreibung, ein wirksamer Verkaufstext, eine Pressemitteilung, an der Sie lange gefeilt haben – diese Texte haben entweder viel Geld oder viel Zeit gekostet. Gute Texte haben direkt mit dem Erfolg Ihres Unternehmens zu tun. Denn ein guter Text hilft, Sie richtig zu präsentieren und sorgt für direkt messbare Verkäufe.

Da kann man es nicht hinnehmen, wenn Wettbewerber sich Ihre Texte zu eigen machen und passende Bausteine von Ihrer Website klauen. Solchen Textdieben kommen Sie aber auch ganz schnell auf die Spur.

Erste Hilfe bei Google
Ein schneller und unkomplizierter Weg ist es, Textpassagen oder Formulierungen in das Google Suchfenster einzugeben. Google zeigt Ihnen schnell an, ob es für die entsprechenden Passagen nicht nur Treffer auf Ihrer Website findet, sondern wirft Ihnen auch andere Pfundstellen aus.

Spezialseiten graben tiefer!
Es gibt spezielle Websites, die sich dem Aufspüren von Plagiaten widmen. Sie sind besonders geeignet zum Auffinden längerer Textpassagen.

So können Sie beispielsweise bei Plagaware.de nach Text-Plagiaten im Umfang von 250 - 5.000 Zeichen suchen. Ein weiterer Vorteil: Während Google nur das vergleichsweise stupide Auffinden gleicher Wörter beherrscht, hilft die Spezialsoftware auch erkennen, ob neben Wörtern auch ganze Sätze oder Redewendungen geklaut wurden. Nicht alles, was den Anschein hat, ist dann auch tatsächlich ein Plagiat. Denn manchmal werden Textstellen ja auch ordentlich als Zitat gekennzeichnet und verweisen dann mit Quellenangabe auf Ihre Website. In der Basis-Version ist dieses Angebot kostenlos, wer eine Vielzahl von Suchanfragen hat oder Prüfberichte über diese Plagiatssuche erhalten möchte, muss die kostenpflichtigen Angebote nutzen.

Weitere Hilfe bietet auch der TextGuard.

Mein Favorit: Un.co.ver
Die ebenfalls kostenlos nutzbare Software Un.co.ver (leider nur für Windows-Nutzer) macht die Suche nach Plagiaten noch komfortabler. Hier ist es nicht mehr erforderlich, plagiatsverdächtige Texte einzugeben. Man gibt einfach die Websiteadresse an, die das Programm prüfen soll und erhält dann das Ergebnis. Geben Sie dort also die URL Ihrer Website ein oder lassen Sie einzelne Unterverzeichnisse prüfen. Das Programm können Sie kostenlos downloaden unter der Adresse: http://www.textbroker.de/uncover

Das Schöne daran: Un.co.ver prüft die Verdachtsfälle für Sie im Hintergrund, während Sie an anderen Aufgaben arbeiten.

Speziell: Slogans prüfen 
  
Möchten Sie wissen, ob Ihr Slogan auch von anderen Unternehmen benutzt wird? Dann bietet sich ein Blick in die Slogan-Datenbank slogans.de an. Bei slogans.de sind mittlerweile mehr als 100.000 deutschsprachige Slogans gespeichert. Gleiche oder ähnliche Wortschöpfungen können Sie dort sehr schnell entdecken.

Mein Tipp: Auch geklaute Bilder können Sie aufspüren. Gehen Sie auf die Website von PhotoSpy, laden Sie dort ein Bild von Ihrer Festplatte hoch und PhotoSpy wird das Netz nach gleichen oder ähnlichen Bildern durchsuchen.

Wozu Sie die Plagiatsfinder noch benutzen können
Nicht nur zum Auffinden von Plagiaten sind die hier vorgestellten Tools wichtig. Sie können Sie auch für ganz andere Aufgaben einsetzen.
  • Erfolgskontrolle für Ihre PR-Texte. Möchten Sie wissen, wie und wo Ihre PR-Texte im Netz verbreitet wurden? Dann können Sie neben der Google Suche auch die vorgestellten Tools benutzen. Die Berichte können Sie direkt in Ihre internen Reports übernehmen, eine Google Suche müssten Sie selbst aufbereiten. Da ist die Arbeit mit einem Plagiats-Tool durchaus zeitsparend.
  • Akzeptanz Produkttexte. Häufig will man auch wissen, ob die eigens ausgearbeiteten Produkttexte auch bei den Vertriebspartnern Anklang finden. Erforschen Sie also die Verbreitung Ihrer Produktbeschreibungen und sehen Sie, welche Ihrer Vertriebspartner diese einsetzen.
  • Kreativitätscheck. Alle Tools eignen sich auch dafür, die Originalität der eigenen Textschöpfungen kritisch zu betrachten. Bevor Sie Werbetexte also künftig in Umlauf bringen, lohnt es sich durchaus einmal im Web nachzusehen, ob ähnliche Formulierungen bereits verwendet wurden. Ob unfreiwillig oder nicht – schließlich wollen Sie doch nicht selbst zum Plagiator werden, oder?
Exklusive Vorabmeldung aus Werbepraxis aktuell, Ausgabe Mai 2010 – Ordern Sie Ihr kostenloses Probeexemplar

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Liebe Leserin, lieber Leser, sind Sie bereit für die großen Online-Trends 2010?


Virtuelle Fertigungen, Kunden als Entwicklungsabteilung, Social Media...
Das Internet bietet Ihnen 2010 zahlreiche Hebel und Chancen zur Umsatzsteigerung.

Doch welche Maßnahmen eignen sich für welches Ziel? Was funktioniert bei Ihren Zielgruppen wirklich und von was sollten Sie lieber die Finger lassen? Wie lauten die neuesten Rechts-Urteile? Erfahren Sie es jetzt - in Werbepraxis aktuell.

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Wie 200 Bastler ein neues Automodell auf den Markt bringen

Der Autohersteller Local Motors hat erstmals einen Pkw von Amateuren bauen lassen (Fachwort: Crowdsourcing): 200 Autofans, über das Netz verbunden, bildeten eine virtuelle Entwicklungsabteilung; sie kauften nötige Zulieferteile von außen zu. Die Produktion hat bereits begonnen. Auch die Endmontage liegt in der Hand der Community. In einer Mikrofabrik bauen die Kunden ihr eigenes Auto unter Anleitung zusammen (Dauer: sechs Tage an zwei Wochenenden). Für 50.000 US-Dollar ist das Pkw-Modell Rallye-Fighter, eine Mischung aus Sport- und Geländewagen, ab Juni zu haben.

Mein Votum: Das Jahr 2010 wird damit als Beginn der komplett virtuellen Fertigung in die Geschichte eingehen. Wenn sogar ein komplexes Produkt wie ein Pkw vollständig in einer virtuellen Struktur erzeugt werden kann, ist diese Produktionsform massentauglich.

Einblick in die Produktion gibt das folgende Video der Firma:




Quelle: Trendletter

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Rechtstipp: EUGH kippt deutsches Koppelungsverbot bei Gewinnspielen

Der europäische Gerichtshof hat das deutsche Koppelungsverbot bei Gewinnspielen gekippt. Laut Europäischem Gerichtshof ist ein generelles Koppelungsverbot, wie es in § 4 Nr. 6 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) formuliert ist, europarechtswidrig. Die Kopplung eines Gewinnspiels mit dem Produktabsatz ist also künftig nicht generell verboten, sondern in jedem Einzelfall muss konkret geprüft werden, ob durch diese Koppelung das Verhalten der Verbraucher in unlauterer Weise beeinflusst wird.

Bei dem Urteil ging es um ein Einzelhandelsunternehmen, das Kunden für den Einkauf mit so genannten Bonuspunkten belohnte. Wer mehr als 20 Bonuspunkte gesammelt hatte, konnte dann kostenlos an bestimmten Ziehungen des deutschen Lottoblocks teilnehmen. (EUGH 14.01.2010, Az. C-304/08)


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