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Zurück in die Zukunft

Liebe Leserin, lieber Leser,

bevor das erste Grammofon durch deutsche Stuben krächzte, gab es für die Menschen nur einen Weg, Musik zu hören – indem sie live spielenden Musikern lauschten. Und genau dahin kehrt die Branche derzeit zurück: CD-Verkäufe fallen weg; nur Musiker, die regelmäßig auf der Bühne stehen, haben noch ein Auskommen. Eine Industrie besinnt sich auf ihre Wurzeln.

Ähnliche Tendenzen lassen sich in der Landwirtschaft, im Handel  und Tourismus beobachten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, schrumpft so mancher Unternehmer sein Geschäft auf ein überschaubares Format aus alten Zeiten zurück. 

Warum auch nicht? Manchmal führt der Weg in die Zukunft eben in die Vergangenheit. Aber Vorsicht: Nur nach hinten zu schauen, reicht nicht! Das Kleinunternehmen von morgen nutzt selbstverständlich alle digitalen modernen Möglichkeiten – wie unser erster Beitrag zum Buchhandel zeigt.


Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
 
 
 
So sieht der Buchladen der Zukunft aus

In den nächsten 50 Jahren werden Bücher den Weg von Schallplatten gehen – sie entwickeln sich zu einem Geschenk, einem Lifestyle-Produkt. Darauf muss sich der Buchhandel einstellen: In Zukunft geht es nicht mehr darum, dem Kunden maximale Auswahl zum minimalen Preis zu bieten, sondern eine Erfahrung, die ihren Preis wert ist. Zwei Beispiele zeigen, wie dieser Experience-Buchhandel aussehen kann:

1. Brutzeln im Buchladen. Das Koch-Kontor in Hamburg ist eine Mischung aus Buchladen und Restaurant. Täglich werden hier zwei Gerichte aus einem der 3.000 vorrätigen Kochbücher zubereitet und verkauft. Außerdem halten namhaften Köche der Hansestadt in den Räumen Kurse ab. Erfolg: Mittlerweile macht das Geschäft mehr Umsatz mit den Speisen als mit Büchern.

2. Stöbern im Nostalgie-Ambiente. Die Montague Bookmill in Montague/Massachusetts ist in einer Mühle von 1851 untergebracht. Das Interieur erinnert an eine Bibliothek: Überall gibt es Sessel mit Blick auf den nahen Fluss. Verkauft werden nur gebrauchte Bücher – mit klugen Schwerpunkten: Kinderbücher (Zielgruppe mag Anfassbares) und Kunstbände (zeigen Fotos immer noch besser als der Bildschirm). Im Haus sind außerdem ein Restaurant und ein Antiquitätenladen untergebracht (weitere Fotos hier).

Die US-Zeitschrift Publishers Weekly hat aktuell einige Tipps für Buchhändler formuliert:
  • Spezialisieren Sie sich auf ein Dutzend literarische Kategorien, für die sich Kunden in Ihrer Nachbarschaft interessieren.
  • Teilen Sie jeder Kategorie einen Mitarbeiter zu, der über Neuerscheinungen bloggt und Kunden über einen Newsletter informiert.
  • Laden Sie Literaturclubs ein, seine Treffen in Ihren Verkaufsräumen abzuhalten. Veranstalten Sie Lesungen und Events.
  • Gründen Sie einen Miniverlag für regionale Autoren; die Hobby-Schriftsteller sorgen per Mundpropaganda gleich für das richtige Marketing. 

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Ihr Weg zu sicherem Unternehmenswachstum
in unsicheren Zeiten sollte nicht plan- und ziellos beginnen, sondern mit neuen Prozessen, neuen Denkweisen und aktivem Handeln:
  • Stellen Sie zunächst Ihre Gesamt-Strategie und Ihre Ressourcen auf den Prüfstand.
  • Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und trennen Sie sich von unrentablen Projekten.
  • Fördern Sie neue Ideen Ihrer Mitarbeiter. Stellen Sie gerade jetzt Zeit und Geld für Innovationen bereit, damit Konzepte nicht in der Schublade bleiben.
  • Binden Sie Ihre Mitarbeiter in die Veränderungen mit ein.
  • Vereinfachen Sie Arbeitsabläufe, Ihre Produkte, Ihren Service und Ihre Geschäftsmodelle.
Wie Sie all das erreichen, erfahren Sie hier...
 
 
 
Das Heimbüro im Grünen kommt

Wo kann der Wissensarbeiter von morgen ungestört kreativ werden? In seiner Gartenlaube! Das zumindest propagiert der Unternehmer Josef Hummel: Er verkauft Block-/Gartenhäuser und Pavillons, die als Büro genutzt werden können.

Vorteile: Für das Homeoffice im Grünen ist in der Regel keine Baugenehmigung nötig; außerdem wird die Gartenlaube vom Finanzamt wegen der klaren räumlichen Trennung als Arbeitszimmer anerkannt.

Quelle: Zukunftsletter

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Gastronomie-Idee: Pop-up Restaurant

Arno Rupert verwandelt seine Privatwohnung zweimal pro Woche in ein Restaurant. Dann serviert der Londoner Hobbykoch dort 16 geladenen Gästen ein Sterne-Menü. Umgerechnet 35 Euro kostet der Gastro-Abend in der kleinen Wohnung.

Geschickt: Rupert nennt seinen Pop-up-Restaurant einen „Club” und umgeht so gesetzliche Beschränkungen. Alkoholische Getränke müssen die Gäste selbst mitbringen. Mehr als zehn Köche bieten in der britischen Hauptstadt bereits solche Heimkoch-Events an. Schauen Sie sich Ruperts Video an.

Quelle: Zukunftsletter 


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