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Lesen Sie heute im Trend Alert
 
 
Kennen Sie schon das Outernet?

Liebe Leserin, lieber Leser,

früher hing das Schild „Wir stellen ein” am Werkstor. Wer heute einen Job sucht, braucht sich nur mit dem Handy vor das Firmengebäude zu stellen: Es erfasst die geografische Position, identifiziert so das Unternehmen und schaut im Internet nach, ob Stellen frei sind. Passende Vakanzen erscheinen auf dem Display, ohne dass der Nutzer viel eintippen muss.

Zukunftsmusik? Keineswegs. Seit Kurzem bietet die Stellenbörse Jobstairs eine kostenlose Software für Handys an, die offene Stellen in der Umgebung des Nutzers anzeigt. Lokalisierungstechnik plus mobiler Internetzugang machen es möglich.

Das Beispiel zeigt: Wir stehen vor einer Zeitenwende. Die reale Welt verbindet sich zunehmend mit Informationen aus dem Internet. Outernet nennen Experten diese Verschmelzung. Überall und jederzeit online zu sein, wird zum Normalfall. Welche Folgen das für Märkte und Unternehmen hat, lesen Sie in den folgenden Beiträgen.

Unser Tipp: Setzen Sie sich einen Tag lang hin und denken Sie darüber nach, wie Sie Ihren Kunden über das Outernet neue Angebote machen können. Denn die mobile Revolution wird die Wirtschaft stärker umkrempeln als der Vormarsch des World Wide Web in den 1990er Jahren!


Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
 
 
 
4 Praxis-Beispiele: So schafft das mobile Internet völlig neue Märkte und Dienstleistungen

Bei der Verbindung zwischen Datenwelt und realer Welt sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – wie diese vier Beispiele zeigen:
  1. Hexal, ein Generikahersteller, bietet eine spezielle mobile Webseite an, die den Pollenflug für den jeweiligen Standort des Nutzers vorhersagt.
  2. Die österreichische Firma Impactit vertreibt ein Navigationssystem für Außendienstler, das die beste Route unter anderem nach dem aktuellen Auftragspotenzial des Kunden berechnet (es greift dafür auf das interne Firmennetz zu).
  3. Die US-Firma Vitality bietet eine Pillendose an, die, wenn sie eine gewisse Zeit nicht geöffnet wurde, den Patienten auf seinem Handy anruft. Außerdem ist das Gerät mit der Apotheke verbunden, sodass Medikamente automatisch nachbestellt werden können.
  4. Zipcar ist ein führender Car-Sharing-Anbieter in den USA. Kunden können sich eine Software auf ihr Handy laden, die anzeigt, wo in der Nähe ein Mietfahrzeug steht. Per Knopfdruck lässt sich das Auto reservieren. Das Handy fungiert außerdem als Türöffner.
Quelle: Trendletter

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4 Thesen: Wie der mobile Lebensstil das Marketing umkrempelt

1. In Zukunft dringt zum Kunden nur noch Werbung durch, die Nutzen verspricht. Wer mit seinem Telefon online ist, will präzise Informationen ohne Umwege. Indiz: Auf Werbebanner im Handydisplay klicken nur 0,48 Prozent der Nutzer; bei stationären PCs liegt der Wert bei 0,83 Prozent. Schlussfolgerung: Mobile Werbung muss unmittelbaren Nutzen versprechen. Für Imagewerbung ist das Handy der falsche Kanal.

2. Der Konsument von morgen bestimmt selbst, welche Werbung er sieht. Jeder Handybesitzer führt künftig in seinem Gerät eine Liste von Firmen, die zu ihm Kontakt aufnehmen dürfen. Alles andere wird blockiert. Folge dieses so genannten globalen Opt-In: Nur Firmen, die Lösungen anbieten oder dem Kunden das Leben erleichtern, dringen zu ihm durch.

3. Unternehmen zahlen nur noch für Werbung, die der Konsument auch wahrnimmt.
Beispiel: Die Werbeplattform Kaufda.de bringt die Reklameprospekte von lokalen Einzelhändlern auf das Handy. Erst, wenn der Nutzer die Werbung auch wirklich anklickt, zahlen die Firmen eine Gebühr zwischen 10 und 15 Cent. Schlussfolgerung: Reine Präsenz (Beispiel: Werbebanner) verliert an Bedeutung.
 
4. Jede Werbung wird lokale Werbung. Marketing berücksichtigt künftig den Standort des Konsumenten (Fachwort: Location Based Services). Beispiel: T-Mobile bietet amerikanischen Nutzern seiner Handys eine Anwendung namens Sherpa an. Das Programm protokolliert ständig die Bewegungen des Nutzers. Sucht dieser mit dem Handy nach Restaurants in seiner Nähe, zeigt Sherpa zunächst die Sonderangebote jener Lokale an, die der Nutzer am häufigsten besucht hat.

Quelle: Trendletter

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