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Benimm-Regeln

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Firma Kodak hat bemerkt: mehr als 11.000 Mal jeden Monat wird ihr Name in einem Blog erwähnt. Computerhändler Dell hat mehr als 6,5 Millionen US Dollar Umsatz gemacht – nur über Twitter. Und Kodak sagt: „Wir glauben fest daran, dass Ihre Marke wachsen wird, wenn Sie Social Media nutzen. Das Band zu Ihren Kunden wird fester und Sie bleiben offen für die wirklichen Bedürfnisse Ihrer Kunden.”

Social Media – also die Medien, die von Kunden gestaltet werden, sind der neue Erfolgsgarant. Aber wie tritt man in den neuen Medien auf. Was dürfen oder sollen Ihre Mitarbeiter sagen, wenn sie in Ihrem Namen bloggen, twittern oder kommentieren? Lesen Sie unsere Tipps dazu im Social Media Knigge.


Viel Gewinn beim Lesen und viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur "Werbe- und PR-Profi"
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Der Social Media-Knigge für Ihre Mitarbeiter: 15 Regeln für die Außendarstellung Ihres Unternehmens

Dieser Wandel ist für deutsche Unternehmen heftig – bislang bestimmte in Kleinunternehmen meist nur der Chef wie das Unternehmen nach außen auftritt. Und bei größeren Firmen war es Sache der Werbe- und PR-Leute, das Unternehmen zu repräsentieren.

Und nun? Nun motivieren immer mehr Unternehmen Ihre Mitarbeiter, sich doch „privat” in Social Media-Kanäle einzubringen. Bloggt, twittert oder schreibt auf Xing oder Facebook über das Unternehmen. Privates, berufliches, Eigeninteresse und Firmeninteresse vermischen sich. Das führt zwangsläufig zu Pannen und Konflikten.

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter nicht in die Social Media-Welt, wenn Sie nicht vorher ein paar Regeln aufgestellt haben:
  1. Machen Sie Ihre Rolle transparent. Machen Sie klar, in wessen Auftrag Sie bloggen oder Beiträge posten. In „offizieller” Mission für Ihren Arbeitgeber oder aus privaten Gründen. Stellen Sie das im persönlichen Profil klar. Etwa so: „Dies ist mein privates Blog. Ich bin Mitarbeiter der Firma xy. Die hier vertretenen Meinungen und Ansichten sind aber meine eigenen und reflektieren nicht die Meinungen meines Arbeitgebers.”
  2. Schreiben Sie persönlich. Posten Sie keine Firmenverlautbarungen oder Texte aus unserer Presseabteilung. Schreiben und handeln Sie als Person, in Ihrer eigenen Sprache. Teilen Sie Ihre Ansichten und Vorlieben mit. Verstellen Sie sich nicht, seien Sie (oft strapaziertes Wort) „authentisch”.
  3. Schützen Sie Vertrauliches. Geschäftsgeheimnisse oder Firmeninterna gehören nicht in die Öffentlichkeit.
  4. Seien Sie diskret. Hier ist gemeint: Schützen Sie Kollegen, Geschäftspartner, Mitabeiter. Ein Tweet wie „Praktikanten sind nur zum Kaffeekochen gut” enthält zwar keinen Namen, wird aber von Praktikanten in Ihrem Unternehmen sehr schlecht aufgefasst. Auch Ärger über Lieferanten sollten Sie nicht posten.
  5. Kein Wort zu den Mitbewerbern. Bloggen Sie fairnesshalber nicht über unsere Wettbewerber. Auch wenn Sie wissen, wo deren Schwächen liegen. Das Unternehmen tritt niemand vor`s Schienbein.
  6. Sagen Sie die Wahrheit. Wenn Sie in eine Diskussion über die Produkte und Angebote unseres Unternehmens gezogen werden, bleiben Sie bei der Wahrheit. Machen Sie keine falschen Angaben über deren Qualität, den Preis oder ähnliches.
  7. Bleiben Sie in Ihrem Kompetenzbereich. Äußern Sie sich nicht bei Diskussionen über unser Unternehmen und seine Produkte, wenn Sie den Sachverhalt nicht kennen.
  8. Holen Sie sich Rat bei Kollegen. Wenn es Fragen oder Diskussionen gibt, die außerhalb Ihres Wissens liegen, dann holen Sie sich Rat bei Kollegen.
  9. Verzichten Sie auf Spamming. Auch wenn Sie vom Unternehmen begeistert sind: verzichten Sie darauf, dies in überzogener oder unpassender Weise darzustellen. Lobhudeln Sie nicht in Foren. Werden Sie kein Kommentarspammer, der in unzähligen Blogs durch Eigenwerbung auffällt.
  10. Seien Sie hilfsbereit. Helfen Sie anderen, wenn Fragen über das Unternehmen und unsere Produkte und Dienstleistungen an Sie herangetragen werden. Sie helfen durch eine Auskunft, durch einen Link zu weiterführenden Informationen und Quellen (etwa auf unserer Website).
  11. Bleiben Sie ruhig. Lassen Sie sich nicht provozieren, auch wenn Sie manche Äußerungen ärgern oder aufregen. Holen Sie sich Rat bei den Kollegen, die mit kritischen Kommunikationssituationen Erfahrung haben.
  12. Bleiben Sie dran. Wann immer Sie etwas posten, denken Sie daran, dass danach auch Kommentare und Feedback eingehen können. Antworten Sie zeitnah darauf. In den Social Media geht es um Dialoge: Menschen, die etwas kommentieren, erwarten dafür auch eine Reaktion oder eine Antwort.
  13. Beachten Sie Rechte. Verwenden Sie keine Bilder/Daten oder andere Informationen, die Copyright-Schutzrechte genießen. Kopieren Sie kein Material von fremden Websites und bauen es in Ihre Beiträge ein. Wenn Sie firmeneigenes Material verwenden, greifen Sie auf die freigegebenen Archivinhalte zurück oder erfragen Sie die Verwendungsmöglichkeiten intern.
  14. Haben Sie Spaß an der Sache. Bringen Sie sich in die Social Media Welt nur ein, wenn Sie Spaß an der Sache haben. Ihre Leser werden es spüren und Ihnen danken. Hören Sie auf, wenn Ihnen das Ganze mehr Frust und Arbeit bereitet. Wir brauchen Sie bei der Arbeit. Sie brauchen Ihre Freizeit!
  15. Schützen Sie Ihre Privatsphäre. Seien Sie auch vorsichtig bei den Informationen die Sie über sich selbst preisgeben.
Quelle: WerbePraxis aktuell

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Hurra, die Presse kommt: Wie Sie ein Pressegespräch perfekt leiten und moderieren

Als Moderator leiten Sie – und nicht Ihr Chef – die Presserunde. Sie haben das erste und das letzte Wort und dazwischen sortieren Sie die Gesprächsbeiträge geschickt und zu Ihrem Vorteil.

1. Phase: Begrüßung
Bleiben Sie förmlich. Auch wenn Sie den ein oder anderen Journalisten gut kennen.
Sobald das Pressegespräch beginnt, die Teilnehmer am Tisch sitzen, eröffnen Sie die Runde offiziell und mit Standardsätzen. Denn nun sind keine witzigen Bemerkungen oder lässige Freundschaftsbekundungen gefragt, sondern ein Zeichen dafür, dass die offizielle Veranstaltung beginnt. Alles, wirklich alles, was nun zur Sprache kommt, kann am nächsten Tag wortwörtlich in der Zeitung stehen. Jeder Lapsus, jeder Witz kann zitiert werden. Und herausgenommen aus dem gesamten Kontext kann so mancher lockere Spruch unangemessen wirken.

Ein Satz wie: „Guten Tag, herzlichen willkommen bei vision.com zum Pressegespräch: ,Was leistet vision.com 2010 für die Region?"”, ist klar, unverfänglich und professionell.

2. Phase: Stellen Sie Ihren Chef vor und übergeben Sie das Wort
Bleiben Sie auch hier sachlich, arbeiten Sie jedoch mit prägnanten Worten z. B. sein Engagement für die Region heraus, stellen Sie ihn als Experten z. B. für Kultur, Umwelt etc. vor. Diese Hinweise dürfen nur kurz sein; 4, 5 Sätze reichen aus. Sie müssen aber inhaltlich umso nachdrücklicher sein. Übergeben Sie dann das Wort an Ihren Chef, der das Pressestatement hält.

3. Phase: Fassen Sie die News zusammen
In dieser kurzen Zusammenfassung weisen Sie noch einmal darauf hin, was Ihnen wichtig ist, warum Sie sich für das Thema engagieren. Auch hier gilt: Bitte bleiben Sie sachlich. Verzichten Sie auf Superlative, auf Übertreibungen.

4. Phase: Die Diskussion beginnt
Die Intensität der Diskussion ist ein Gradmesser für das Medieninteresse. Achten Sie hier sehr genau auf die Fragen, vermuten Sie die Hintergründe der Fragen, die Absichten der Journalisten. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Chef hat die Fragen nicht vollständig beantwortet, dann geben Sie sich selbst das Wort und ergänzen Sie die Antwort. Denn während dieser Diskussionsrunde sollten Sie wenig Raum für Spekulationen oder gar für Widersprüchlichkeiten lassen.

5. Phase: Dank und Ende
Auch für die Schlusssätze gilt: Bleiben Sie sachlich, schließen Sie die Presserunde ohne Witz und Doppeldeutigkeiten. Ein Satz wie: „Wir danken für Ihre Zeit und Ihre Fragen. Wir hoffen auf Ihre Beiträge und freuen uns auf weitere Gespräche zum Thema”, beendet die Veranstaltung.

Umfangreiche Tipps für die Durchführung von Pressegesprächen finden Sie im aktuellen Themenheft "Pressegespräche" von PR-Praxis.

 
 
 
Das ist der Horror: Anruf von der Leinwand

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Kino – in einem Horrorfilm. Die Hauptfigur in dem Streifen flieht mal wieder vor den Mächten des Bösen. Da klingelt ihr Handy – ein Notruf direkt von der Leinwand herab. Die Hauptfigur spricht mit Ihnen, ja fleht Sie geradezu um Hilfe an...

Unmöglich? Nein, gut möglich. Die Werbeagentur Jung von Matt hat einen solchen Werbefilm gedreht und zeigt damit, was bereits heute in der Handywerbung möglich ist. Sehen Sie selbst.




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