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Lesen Sie heute im Trend Alert
 
 
Warum Sie in Zukunft nur 1.000 treue Kunden brauchen

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeder will Weltmarktführer werden, Millionen von Kunden gewinnen. Verständlich. Doch eine Nummer kleiner tut es auch, sagt der US-Autor Kevin Kelly. Er behauptet: In Zukunft braucht ein Einzelunternehmer nur 1.000 treue Kunden – Fans, die jedem neuen Produkt entgegenfibern.

Sein Argument: Dank digitaler Medien kann heute jedermann eine solche Fangemeinde aufbauen und pflegen. Über Facebook, Twitter, YouTube und Flickr lassen sich unendlich viele Menschen mit aktuellen Infos versorgen – preiswert und schnell. Diese Marketingpower besaßen früher nur Konzerne.

Kelly bezieht seine Idee auf Künstler, doch sie ist auch für Unternehmer interessant. Denken Sie einmal darüber nach: Wenn 1.000 Menschen für ein Tagesseminar 250 Euro zahlen, können Sie so ziemlich jeden Redner engagieren. Wenn 1.000 Menschen nur 50 Euro im Jahr für Ihr Produkt ausgeben, ist Ihre Existenz gesichert.

Allerdings gibt es ein Caveat: 1.000 treue Kunden aufzubauen, erfordert Geduld und Ausdauer – weil Sie nicht mehr Kunden für Ihr Produkt finden müssen, sondern Produkte für Ihre Kunden. Aber genau so funktioniert Marketing in Zukunft.


Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
 
 
 
Tech: Womit wir uns 2020 nicht mehr herumärgern müssen

Mülltrennung. In Zukunft wird es in Haushalten nur noch zwei Tonnen geben – eine für feuchte Abfälle (Essensreste etc.) und eine für trockene. Der Müll wird später beim Entsorger maschinell sortiert. Grund: Während der Mensch bis zu 50 Prozent der Abfälle falsch trennt, entgehen der Maschine kaum Wertstoffe. In Trier testet das kommunale Entsorgungsunternehmen ART derzeit eine Anlage, die Rohstoffe automatisch aus dem Hausmüll herausfiltert.

Kabelsalat am Ladegerät. Elektronische Geräte lassen sich demnächst kontaktlos aufladen: Dafür müssen sie nur auf eine Ladematte gelegt werden. Die Energie wird durch die Luft (über magnetische Induktion) an den Akku im Gerät übertragen. Voraussetzung: Der Akku muss für diese Art des Aufladens ausgelegt sein (erster Anbieter der Technologie ist Powermat).

Lesebrillen. Die Uniklinik Heidelberg testet derzeit einen Eingriff, der Alterweitsichtigkeit in 20 Sekunden heilt. Ein Laser verändert die Hornhaut so, dass das Bild auf der Netzhaut wieder scharf ist. Vorteil: Kein chirurgischer Einschnitt in die Hornhaut ist nötig. Die Behandlung soll ca. 2.000 Euro kosten (Forschung: Prof. Gerd Auffarth, E-Mail).

Rote Augen auf Fotos. Forscher der New York University haben eine Kamera gebaut, die Bilder mit einem unsichtbaren Infrarot- und Ultraviolett-Blitz schießt. Eine Software kombiniert die Bilder mit einem normalen Foto. Ergebnis: Scharfe Bilder mit naturgetreuen Farben, ohne Bildkörnung oder rote Augen.

 
 
 
Bis hin zum Sarg: Discountanbieter erschließen neue Märkte

Der Vormarsch von Billiganbietern ist noch lange nicht gestoppt (Ausnahme: Lebensmitteleinzelhandel).
Hier 3 Beispiele von neuen Discountangeboten, die ihren Markt finden werden:
  • Die letzte Reise zum Niedrigpreis. Wal-Mart bietet seit kurzem Särge an. Einstiegspreis: 895 Dollar; 48-Stunden-Lieferung und Ratenzahlung sind möglich.
  • Privat fliegen zum Discounttarif. Mit Jetbird startet demnächst eine neue Discount-Fluglinie – allerdings auf einem neuen Markt: Jetbird bietet Privatflüge an. Der Charterflug Frankfurt-Prag soll bei der Airline 5.500 Euro kosten; die Konkurrenz von Lufthansa Private Jet verlangt 8.900 Euro. Die ersten Flüge sollen dieses Jahr von Köln/Bonn aus starten. Tickets sind nur per Internet buchbar, es gibt kein Essen an Bord.
  • Burger am Automaten bestellen. Wie lässt sich billiges Fastfood noch billiger machen? Richtig, in dem das Personal eingespart wird: Jack In The Box, eine US-Hamburgerkette, stellt in seinen Filialen gerade Computerkiosks auf, an denen die Gäste ihr Essen bestellen können. Die Akzeptanz ist gut: Bis zu 100 Gäste ordern pro Tag am Automaten (Hersteller ist die Firma EMN8).

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Drei witzige Ideen für Visitenkarten

1. Beim Spielzeughersteller Lego erhalten Angestellte auf Wunsch Mini-Figuren, die grob nach ihrem Aussehen gestaltet sind; die Kontaktdaten sind auf die Figuren aufgedruckt (Foto).

2. Ein Mini-Katapult lässt sich aus der Visitenkarte des US-Ingenieurs Bryce Bell bauen. Die Anleitung dazu gibt es hier.

3. Der weltbekannte Hacker Kevin Mitnick arbeitet – nach einem Gefängnisaufenthalt – heute als IT-Sicherheitsberater. Nur seine Visitenkarte erinnert noch an sein Vorleben: Eine Metallfolie, in die funktionsfähige Werkzeuge zum Schlossknacken eingestanzt sind (Foto).


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