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Lesen Sie am 13. Januar im Trend Alert:
 
 
Wie Greenpeace im Web (fast) baden ging

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Stoppt den Walfang”, fordert Greenpeace seit Jahren. Um der Kampage ein Gesicht zu geben, pickten sich die Umweltschützer jetzt einen einzelnen Buckelwal heraus. Aber wie sollte das Tier heißen? Darüber sollte die Netz-Gemeinde abstimmen. Sicherheitshalber lieferte Greenpeace gleich einige poetisch klingende Namen wie Anahi oder Kaimana mit. Doch bei der Abstimmung gewann ein anderer Name: 

Mister Splashy Pants – übersetzt etwa: Herr Spritzende Hose.

Greenpeace war schockiert. Ihr Wal sollte nicht mit diesem Nonsense-Namen herumschwimmen. Also verlängerte man die Abstimmung, in der Hoffnung, die Massen mögen sich doch noch umentscheiden.

Erreicht wurde das Gegenteil: Erzürnt startete die Netz-Gemeinde eine große Gegenkampagne und verhalf Mister Splashy Pants zu einem gloriosen 78-Prozent-Sieg.

Die Moral: Wer versucht, das Web 2.0 zu kontrollieren, scheitert. Hier zählt nur, wer die beste Idee hat. Und nicht nur hier: Denn die Fans von Facebook & Co. drängen in die Arbeitswelt und erwarten auch im Job ganz selbstverständlich einen freien Wettbewerb der Ideen. Darauf werden sich die Firmen einstellen müssen – wie genau, lesen Sie in unserem ersten Beitrag.  


Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"
 
 
 
Was die Generation Facebook vom Job erwartet

In den kommenden Jahren drängen Menschen in die Arbeitswelt, die mit sozialen Online-Netzwerken aufgewachsen sind. Damit zieht eine völlig neue Kultur in die Unternehmen ein. Firmen sind gut beraten, sich rasch auf die Ansprüche und Ansichten der Generation Facebook einzustellen:

Wettbewerb ist willkommen. Im Netz hat mein Link so gute Chancen wie dein Link; Entscheidend ist, welcher bei der Masse ankommt. So lautet das Credo der Facebooker. Genau diesen freien Wettbewerb der Ideen erwarten sie auch in der Arbeitswelt. Unser Tipp: Schaffen Sie im Unternehmen oder Ihrer Abteilung ein innovatives Klima, das einen offenen Wettbewerb zulässt.

Hierarchien sind out. Wer mit dem Web 2.0 aufgewachsen ist, misstraut Hierarchien und Kommando-Kultur. Die Idee, dass jemand der Chef ist, nur weil es auf seiner Tür steht, lehnt die Generation Facebook ab. Im Social Web der Anführer zu sein, bedeutet nicht, Macht auszuüben, sondern dafür zu sorgen, dass alle das Projekt gemeinsam voranbringen. Unser Tipp: Fördern Sie eine Kultur, die nicht Manager, sondern Moderatoren belohnt. 

Selbstorganisation schlägt starre Strukturen. Die Generation Facebook steckt ihre Energie lieber in Ideen als in Checklisten und Abläufe. Unser Tipp: Lassen Sie Teams sich selbst organisieren; je lockerer Sie die Zügel lassen, desto effizienter werden die Facebooker arbeiten.

Wer teilt, gewinnt. „Wissen ist Macht” – das war gestern. Das Web 2.0 lebt vom freien Austausch der Ideen. Kommunikation und Kooperation sind die Ideale der Generation Facebook. Unser Tipp: Setzen Sie auf eine offene Informationspolitik. Belohnt werden sollte, wer seine Geistesblitze teilt – und nicht wer sie hortet.

Quelle: Zukunftsletter


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Schenken Sie dem Kunden Zeit!

Wer kennt das nicht? Das Produkt an sich ist gut – doch um es zu bekommen, muss man Schlange stehen, sich mit der Verpackung oder schlechtem Kundendienst herumärgern. All das kostet viel Nerven und vor allem – Zeit. Folge: 95 Prozent aller Konsumemten beklagen: „Unternehmen gehen zu sorglos mit meiner Zeit um” (US-Umfrage).

Hier liegt eine ungenutzte Marketingchance: In Zukunft haben Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, die dem Kunden Zeit sparen. Hier drei Beispiele von US-Firmen, die den Faktor Zeit geschickt als Verkaufsargument nutzen.
  • Dem Kunden die Arbeit abnehmen. Dream Dinners hilft Menschen dabei, ein Essen zuzubereiten. Ablauf: Kunden wählen im Internet ein Gericht aus; kurz darauf können sie in einer Filiale von Dream Dinners ein Paket abholen, in dem alle Zutaten – fertig geschnitten und portioniert – enthalten sind. Den Kunden werden so pro Monat ca. 20 Stunden erspart.
  • Den Kaufvorgang beschleunigen. Der US-Supermarkt KMart hat in einigen Filialen so genannte Abholcenter mit Autoschaltern eröffnet. Hier können die Kunden mit ihrem Pkw vorfahren und zuvor im Internet bestellte Waren in Empfang nehmen.
  • Das Warten abkürzen. Der Bio-Supermarkt Whole Foods hat in seinen Filialen in Manhatten ein neues Kassenmodell eingeführt. Kunden stellen sich an drei zentralen Schlangen an; kurz vor der Kasse werden Wartenden vom Personal auf 30 Bezahlstationen aufgeteilt. Erfahrung: Die Wartezeit sinkt.
Quelle: Trendletter
 
 
 
Nicht Management-Firlefanz macht erfolgreich, sondern Bodenständiges

Hornbach, Fresenius, Douglas – all diese Unternehmen sind überdurchschnittlich erfolgreich. Aber warum? Das wollte der Wettbewerb Stratege des Jahres herausfinden. Dafür wurden die Chefs der Top-Unternehmen nach ihren Methoden befragt. Das Ergebnis ist überraschend bodenständig.

Diese 5 Punkte hielten die Manager für wichtig:
  • Kunden besuchen und beobachten, wie das Produkt angewendet wird.
  • Dem Bauchgefühl vertrauen.
  • Nicht zu lange im Büro sitzen, lieber Zeit bei Kunden und Lieferanten verbringen.
  • Statt Quartalsbereichte zu wälzen, regelmäßig mit den Mitarbeitern sprechen.  
  • Im Blick behalten, was sich in der Gesellschaft tut.
Quelle: Trendletter

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