|
|
Anzeige
Strategisches Know-how für Führungskräfte in Management und Marketing
Machen Sie jetzt sich und Ihr Unternehmen mit dem 27-teiligen Zukunfts-Paket fit für die kommenden turbulenten Jahre. Sie verpassen keinen der derzeit entscheidenden Trends - brandaktuell: die Regio-Welle, besetzen Sie früher als Ihre Konkurrenz neue lukrative Märkte und verdienen Sie mit diesen Trends Geld, statt Geld zu verbrennen.
Erfahren Sie in diesem Gratis-Report:
- Chancen-Ticker: Wo die Märkte von morgen entstehen
- Crisis-Winner: Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für Innovationen - eine Strategie-Anleitung
- Marketing-Trends: Auf welche Werbeansprachen Kunden heute noch reagieren
- Und vieles mehr...
Fordern Sie jetzt Ihr Zukunfts-fit-Paket als Gratis-PDF an!
|
|
|
|
Lesen Sie am 03.12.2009 im Trend Alert
|
|
Kennen Sie die Locasexuals?
Liebe Leserin, lieber Leser,
in den USA gibt es einen neue Gruppe von Singles: Sie nennen sich Locasexuals und leben nach einem strengen Gesetz: Sie treffen sich nur mit Alleinstehenden aus ihrer Umgebung – je näher desto besser. Sich mit einem Single aus einer anderen Stadt oder gar einem anderen Bundesstaat zu verabreden, kommt für Locasexuals dagegen nicht infrage. Denn sie denken auch beim Dating an die Umwelt. Ihr Argument: Wohnt der spätere Partner nebenan, entfallen lange Autofahrten oder gar Flüge, die eine Fernbeziehung nach sich ziehen würde.
Partnerwahl nach Umweltbilanz? Sicher eine extreme Einstellung. Doch die Locasexuals verkörpern einen wichtigen Trend: Das Lokale gewinnt in den kommenden Jahren rasant an Bedeutung, nicht nur bei der Partnerwahl, sondern auf vielen Märkten, wie unser erster Beitrag zeigt. Selbst ein globaler Riese wie Starbucks tut mittlerweile so, als sei er das kuschelige Café von Nebenan …
|
Beste Grüße Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies, Chefredakteure "Trend Alert"
|
|
|
Wie der Faktor Regio neue Kunden anzieht
Hemdsärmelig geht es zu, im 15th Ave. Coffee & Tea in Seattle. Alles in dem Café wirkt improvisiert und amateurhaft: Sonderangebotsschilder sind von Hand geschrieben, die Stühle stammen aus einem ehemaligen Theater um die Ecke. Was nur wenige Kunden wissen: Betreiber des Lokals ist die Kette Starbucks. Der Global Player verfolgt nämlich seit Kurzem eine radikale Regio-Strategie: Statt weitere Filialen mit dem grün-weißen Logo zu eröffnen, setzt Starbucks auf Cafés, denen bewusst eine lokale Anmutung verpasst wird. Der Mutterkonzern tritt im Lokal selbst nicht mehr in Erscheinnung.
Das Beispiel zeigt: Die Regio-Welle rollt.
Getrieben wird die Rückbesinnung auf die unmittelbare Umgebung durch die Klimadebatte. Produkte aus regionaler Erzeugung haben kürzere Transportwege; das kann den so genannten CO2-Fußabdruck der jeweiligen Ware senken. Darüber hinaus sind sie emotional aufgeladen, vermitteln ein Gefühl von Heimat, das gerade in Post-Krisenzeiten wieder zunehmend gefragt ist.
Vor allem die Lebensmittelbranche setzt auf Regio. Beispiele:
- Edeka bietet unter der Marke Unsere Heimat – echt & gut nur Produkte von Bauern aus der Region an, bei Rewe läuft das Angebot unter der Überschrift Landmarkt.
- Die Molkerei Hemme aus der Uckermark bei Berlin hat den Milchmann wiederaufstehen lassen. Jeden Morgen beliefern ihre Fahrer 2.500 Privathaushalte in der Hauptstadt. Für den Service – und das Wissen um die Herkunft – zahlen die Kunden 20 Cent pro Liter mehr als für die Milch aus dem Supermarktregal.
- Im Frankfurter Fastfood-Lokal Die Kuh, die lacht kommt nur Rindfleisch in die Hamburger, das von Höfen in der Umgebung stammt.
Unser Tipp: Wenn Sie regionale Wurzeln haben, sollten Sie diese in der Werbung herausstellen – aber auch nur dann! Regionalität – so wie Starbucks – künstlich zu inszenieren, bringt keinen Erfolg. Indiz: Es gab schon Demonstrationen vor dem Laden in Seattle, bei denen Aktivisten auf die Pseudo-Lokalität des Geschäfts hinwiesen.
Außerdem sollte der Faktor Regio nur das Sahnehäubchen auf einem wettbewerbsfähigen Angebot sein, schließlich spielt er bei der Kaufentscheidung immer noch eine untergeordnete Rolle. Das zeigt zum Beispiel eine Untersuchung der Universität Kassel: Dabei gaben 29 Prozent aller Milchkäufer an, die heimische Wirtschaft mit ihrem Kauf fördern zu wollen – doch für 59 Prozent bleibt Qualität das wichtigste Kaufargument.
|
|
|
Fallstudie: Wie ein Juwelier das Netz zur lokalen Goldgrube macht
Vonwegen World Wide Web – selbst das vermeintlich so globale Internet ist letztlich ein Lokalmedium. Das hat eine Studie der Universität Jerusalem ans Licht gebracht: Demnach gehen 41 Prozent aller E-Mails, die Surfer verschicken, an Menschen an ihrem eigenen Wohnort. Und ein Großteil ihrer Facebook-Freunde wohnt ebenfalls um die Ecke.
Die Schlussfolgerung: Wer im Internet Erfolg haben will, muss auftreten wie der Laden von nebenan.
Wie das geht, zeigt der amerikanische Juwelier Fred Meyer. Die Kette stand vor einer schwierigen Aufgabe: Sie wollte mehr Online-Nutzer in eines ihrer 15 Geschäfte locken. Die Lösung: Das Unternehmen machte das Sortiment in den Läden für Suchmaschinen sichtbar.
Dafür entwarf die Marketingabteilung spezielle Webseiten, auf denen jeweils nur ein Produkt und ein Laden-Standort vorgestellt wurde, also zum Beispiel zu Verlobungsringe in Mountain View/Kalifornien. Diese so genannten Landing-Pages lockten Internetsurfer an, die bei Suchmaschinen nach den jeweiligen Worten gesucht hatten. Mit ein paar Klicks konnten sich die Interessenten das Schmuckstück in der lokalen Filiale zurücklegen lassen.
Erfolg: 83 Prozent der Kunden holten es tatsächlich ab. Der Umsatz von Fred Meyer stieg durch die lokale Internetvermarktung stark an!
|
|
|
|
Anzeige

|
|
|
Wenn der Chefkoch morgens auf den Acker geht
Was ist das ultimative Regio-Produkt? Antwort: Eines, das im eigenen Garten wächst!
Deshalb werben immer mehr Cafés, Bars und Restaurants mit dem Label 100 Prozent hausgemacht. Beispiele:
- Thomas Haus, Chefkoch vom Restaurant Goldmann in Frankfurt, holt seine Zutaten jeden Tag frisch vom eigenen Acker, den das Lokal betreibt.
- Fortnum and Mason, ein Feinkostladen/Restaurant in London bietet Honig aus eigener Produktion an. Die Bienenstöcke stehen auf dem Dach des Flagship-Stores – mitten in der Innenstadt.
- Kunden im Café Perfect Day in Wiesbaden wissen, woher die Bohnen zu ihrem Getränk stammen: Der Laden betreibt im südindischen Kerala eine eigene Kaffeeplantage. So stellt das Unternehmen sicher, dass der Anbau strengen ökologischen und ethischen Anforderungen genügt.
Unser Votum: Kunden hungern nach Hausgemachtem, weil nur solche Produkte vertrauenswürdig sind – eine Reaktion auf Lebensmittelskandale und zunehmende Verbreitung von Allergien. Das bedeutet allerdings nicht, dass in Zukunft wieder jeder alles selbst machen muss. Es geht darum, den Kern des Angebots selbst zu erstellen.
|
|
|