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Lesen Sie am 18.11.2009 im Trend Alert:

Bastler an die Macht!

Liebe Leserin, lieber Leser,
 
stellen Sie sich vor, Siemens, Bosch und Mercedes würden über Nacht verschwinden. An ihre Stelle träten kleine Gruppen von Freaks, die in ihren Garagen sämtliche Produkte in Eigenarbeit herstellen, mit wenig Geld und Programmen, die jeder kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. Wie sähe sie dann aus – diese Welt, in der die Bastler und Schrauber an der Macht sind?
 
Diese Frage stellt Cory Doctorow in seinem neuen Roman „Makers“. Der Mann hat ein Gespür für Zukunftsthemen: Er ist Mitgründer von BoingBoing, eines der weltweit bekanntesten Weblogs. Natürlich ist Doctorows erdachte Freak-Welt nur eine Fiktion, doch wie bei jeder guten Science-fiction-Story steckt ein guter Kern Realität darin. Denn die „Makers“, die Helden der Garage, sind auf dem Vormarsch. 
 
Do-it-yourself, so lautet derzeit die Devise auf vielen Märkten. Das gab"s schon einmal, sagen Sie? Richtig, doch die Schrauber von heute haben den Strickliesel-Muff der Siebziger abgeschüttelt. Sie müssen den Vergleich mit den Profis nicht scheuen. Mehr noch: Einige sind so gut, dass sie großen Konzernen Konkurrenz machen, wie unser erster Beitrag zeigt.


Beste Grüße

Ihr

Axel Gloger & Constantin Gillies,
Chefredakteure "Trend Alert"


Produkte aus der Garage erobern den Weltmarkt

Sony, Samsung, Apple – die Elektronikwelt gehört den Riesen. Von diesem Glaubenssatz müssen wir uns in Zukunft verabschieden. Denn die heißesten neuen Gadgets kommen immer häufiger aus Garagen. Ambitionierte Bastler haben sie erdacht – und verdienen mit ihren Kreationen viel Geld.  

Chumby zum Beispiel – eine Kombination aus Radio, Musikplayer, Wecker und Kamera – wurde in einer Garage geboren. Das Gerät greift drahtlos auf das Internet zu und kann somit auch Web-Radio abspielen. Preis: ca. 200 Dollar. Hersteller ist eine kleine kalifornische Firma, die zuvor niemand kannte.
 
Newcomer wie die Chumby-Macher profitieren von zwei Faktoren.
1) Um ein neues Elektronikgerät zu entwerfen, ist heute dank billiger Konstruktionsprogramme und 3D-Drucker nur noch eine Hand voll Ingenieure notwendig.
2) Es wird weniger Kapital für die Produktion benötigt: Auftragsfabriken in China oder Plattformen wie Ponoko erledigen die Arbeit schnell und kostengünstig.

Folge: Wer 1 Mio. Euro zur Verfügung hat, kann mit einer eigenen Firma auf dem Elektronikmarkt mitspielen – früher war die zehnfache Investitionssumme nötig. 
 
Quelle: Zukunftsletter 




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So ticken die neuen Selbermacher

Selbermachen statt kaufen – so lautet die Mantra einer neuen Bewegung, die weltweit auf dem Vormarsch ist. Für ihre Mitglieder ist nichts so in wie stricken, löten und werkeln. Zentralorgan der so genannten Alternative-Craft-Bewegung, die eben nicht nur konsumieren, sondern auch selbst Dinge produzieren will, ist das Magazin „Make“. Darin finden sich Themen wie: Roboterstaubsauger zur Alarmanlage aufmotzen; eine Skirampe in der Garage bauen; Sodaflaschen zu Raketen umfunktionieren. Parallel dazu bietet "Make" im Netz kostenlose Videos an, die jeden Arbeitsschritt genau zeigen. 
 
Die Szene wächst: Zu einem vom „Make“ organisierten Treffen namens Maker Fair in der Nähe von San Francisco kamen unlängst 65.000 Menschen.
 
Do-it-yourself ist an sich nicht neu, doch die neuen Selbermacher unterscheiden sich stark von ähnlichen Bewegungen früherer Tage:
  • Do-it-Yourself und Design schließen sich nicht mehr aus. Strickliesel-Charme ist passé; wenn es bei „Make“ Häkelanleitungen gibt, dann höchstens für Socken mit Computerspielfiguren darauf. Die Szene ist stark von Internetprofis und Designern durchsetzt – Konsumenten, die eine ansprechende oder ironische Gestaltung erwarten. 
  • Es gibt einen globalen Markt für Selbstgemachtes. Bastler und Kunsthandwerker können ihre Waren heute über Internetplattformen wie Etsy (USA) oder Dawanda (D) weltweit verkaufen. Es gibt in der Selbermach-Gemeinde zwar eine leichte antikapitalistische Strömung, die Mehrheit der Bastler aber hat keine Berührungsängste mit Kommerz. An die Stelle des alten Motivs Geld sparen ist bei viele Amateuren Geld verdienen getreten. 
Quelle: Trendletter



Gastro-Trend: Mit der Tupperdose ins Büro

400 Prozent mehr verkauft als im letzten Jahr – welches Unternehmen kann das schon derzeit melden? Die Zahl stammt von einem Thermoskannen-Hersteller. Andere Firmen der Branche sind von der Nachfrage überrumpelt worden und kommen mit der Produktion kaum nach. Gut laufen zum Beispiel die Geschäfte von Robert Dyas, einem britischen Einzelhändler. Er machte mit Brotdosen im abgelaufenen Jahr 650.000 Euro Umsatz – im Vorjahr waren es nur 386.000.
 
Unsere Diagnose: Henkelmann und Tupperdose erleben derzeit einen wahres Revival. Immer mehr Angestellte machen einen Bogen um die Kantine und verzehren lieber Selbstgemachtes; gleichzeitig schrumpfen die Budgets für üppige Geschäftsessen in Restaurants. 
 
Vor allem finanzielle Argumente sprechen für die Do-it-yourself-Brotzeit: Angestellte, die sich täglich zwei Latte Macchiato zum Mitnehmen gönnen, lassen jeden Monat über 100 Euro bei Starbucks & Co – ein Kostenblock, der sich mit einer Thermoskanne leicht eliminieren lässt. Und wer in der Mittagspause statt zum Sandwich aus der Kühltheke zu Selbstgemachtem greift, kann noch einmal 50 Euro sparen. 
 
Weitere Treiber der Selbstversorgungstrends: 
  • Die Zahl der Menschen, die bestimmte Inhaltsstoffe (Beispiel: Gluten) nicht vertragen, steigt. Lebensmittelallergiker müssen schlichtweg genau wissen, was in ihrer Mahlzeit steckt.
  • Menschen essen bewusster. Einige wünschen sich Essen, dessen Zutaten aus der Region kommen, andere Bio-Produkte – beides ist in herkömmlichen Kantinen oft noch Mangelware.
Neu: Mit schnöden Butterbroten lassen es die neuen Selbstversorger nicht bewenden.

Der Trend geht zu aufwändigeren Snacks: Auf den (Schreib-)Tisch kommen zum Beispiel Nudelsalate oder Suppen. Nicht selten bringen Angestellte Reste des Abendessens vom Vortag mit und wärmen sich die Mahlzeit in der Kaffeeküche auf. 
 
Quelle: Zukunftsletter 




Veranstaltungs-Tipp: Über Google neue Kunden gewinnen

Anzeigen in Internet-Suchmaschinen entwickeln sich zu einem der wichtigsten Werbewege. Doch bei welchen Begriffen lohnt es sich wirklich, in den Ergebnislisten zu erscheinen?

Solche und ähnliche Fragen werden auf den Adwords Days beantwortet, der Anwenderkonferenz für Werbetreibende, die Google AdWords nutzen. Die nächste Konferenz findet am 1. und 2. Juni in Köln statt.

Wichtig: Wenn Sie sich hier bis zum 31.12.09 anmelden erhalten Sie als Leser der Trend Alert einen Frühbucherrabatt von 200 Euro.


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