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Wieso Schnäppchen so schön stimulieren
Liebe Leserin, lieber Leser,
da hatte der Maßhemdenhersteller Youtailor einen hervorragenden Einfall. Anstatt teure Werbegelder in nutzlosen Anzeigenserien zu verpulvern, verschenkt er lieber 10.000 Maßhemden. Die Aufmerksamkeit der Medien ist ihm damit schon sicher. Es hagelte Medienberichte – vor allem online, wo der Shop zuhause ist.
Wer ein Maßhemd wollte, musste nur schnell genug sein – und 8,50 Euro für den Versand berappen. Gut, dass Youtailor diese kleine Kostenbarriere eingebaut hat, um den Ansturm nicht ins Unermeßliche zu treiben.
Warum uns Schnäppchen nur so unwiderstehlich anziehen, haben jetzt Hirnforscher erklärt. Sie haben nachgesehen und herausgefunden: Das Belohnungszentrum im Oberstübchen wird dadurch stimuliert. Weitere wirksam Kaufanreize finden Sie in diesem Newsletter.
Na denn, eine stimulierende Woche!
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Viel Gewinn beim Lesen wünscht Ihr

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur "Werbe- und PR-Profi"
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PR-Fehler: Die 8 Don'ts in der Krisen-PR
Aussitzen ist in Zeiten, in denen Ihr Unternehmen in der Kritik steht, keine gute Strategie. Während die Medien genüsslich Ihr Schweigen interpretieren und andere Quellen befragen, während die Öffentlichkeit sich erhitzt, auf so genannte Fakten stürzt, schmilzt Ihr Image. Und wenn Sie glauben, dass die Nachricht von gestern schon morgen vergessen sein wird, dann trifft das im schnellen Mediengeschäft in einem Fall garantiert nicht zu: im Krisenfall. Was aber können Sie tun? Gibt es ein allgemeingültiges Rezept, einen Krisenplan, den Sie als PR-Verantwortlicher in solch turbulenten Zeiten aus der Schreibtischschublade zaubern können? Nein. Aber es gibt einige grundsätzliche Regeln, mit deren Hilfe Sie den Schaden begrenzen und Ihre Glaubwürdigkeit bewahren können.
Wie Sie die PR-Krise professionell meistern?
Wenn eine Krise öffentlich wird, dann handeln Sie. Von Ihrem professionellen Handeln wird es letztendlich abhängen, ob eine Unternehmenskatastrophe droht. Dieses Wissen erzeugt einen enormen Druck, aber dieses Wissen sollte für Sie handlungsleitend sein. Denn eines ist sicher: Die Medien wollen eine Story. Und das heißt konkret: Hier hört die Freundschaft auf. Das nette Gespräch am Rande der letzten Pressekonferenz, das Hintergrundgespräch vor einem halben Jahr, der fachliche Austausch zwischendurch bei zufälligen Treffen oder in entspannter Lunch-Atmosphäre, das alles zählt nicht mehr, weil es eine Story gibt, die interessiert.
Der enge und ständige Kontakt mit der Geschäftsführung, das gegenseitige Informieren über jede Kleinigkeit, das Besprechen eines jeden Schrittes hinsichtlich interner und externer Kommunikation hat Vorrang vor allen anderen Aufgaben. In Krisenzeiten gibt es kein Alltagsgeschäft.
Die 8 Don`ts in der Krisen-PR?
Es gibt kein Rezept gegen eine Krise. Es gibt keinen allgemeingültigen Masterplan in Ihrer Schublade und es gibt auch kein kreatives Konzept Ihrer Berater-Agentur. Aber es gibt Verhaltensformen, die Sie auf keinen Fall an den Tag legen sollten, möchten Sie Ihrer Krise professionell und mit Nervenstärke begegnen:
- Schweigen und aussitzen und hoffen, alles gehe schnell vorüber.
- In schwierigen Zeiten auf Medienfreundschaften setzen.
- Arrogantes Auftreten und die Antwort: Kein Kommentar.
- Ausschweifende Rechtfertigung und persönliche Ansichten äußern.
- Plaudern und spekulieren in Mediengesprächen.
- Wechselnde Gesprächspartner anbieten und unterschiedliche Aussagen treffen.
- Den Blick auf die Konkurrenz lenken.
- Nebenschauplätze eröffnen und hoffen, damit die Krise vom Kernthema abzulenken.
Hinweis
Sinnvolle Krisen-PR beruht immer auf einer Krisenstrategie und diese ist abhängig vom Verlauf des Dramas. Daher sollte zunächst immer die Entwicklung beobachtet, die Gründe analysiert und der Ursprung definiert werden. Unüberlegte Schnellschüsse in alle Richtungen tragen niemals zur Aufklärung bei und jeder PR-Verantwortliche ist gut beraten, hier Nervenstärke und eine gute Kondition zu zeigen. Denn ein überlegtes Handeln bietet die Chance zu erkennen, ob aus einem Strohfeuer ein Flächenbrand wird. In wenigen Fällen kann es eben doch sein, dass sich haltlose Behauptungen schneller verflüchtigen, als sie präsent waren. Und dann ist eben Schweigen und Abwarten die beste Taktik, um Zeit zu gewinnen für die Ausarbeitung Ihrer Krisen-PR, für das Feststellen, was die Krise auslöste, wann und wie die Krise
öffentlich wurde und welcher Imageschaden zu entstehen droht.
Quelle: PR-Praxis
Tipps und Tricks für eine 100%ige Abdruckquote Ihrer Pressemitteilung finden Sie unter: www.prpraxis.de
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Nutzen Sie die Erkenntnisse der Hirnforschung: Warum wir kaufen, was wir kaufen
Mehr als 2.000 Probanden hat der dänische Neuromarketingexperte Martin Lindstrom in den Computertomografen gelegt und dabei gemessen, wie die Hirnströme auf Werbung reagieren. In dem Buch Buyology erklärt er seine Erkenntnisse und die seiner Kollegen, die anhand von Hirnscans den verborgenen Geheimnissen des Kaufverhaltens auf die Spur kommen wollen.
Nicht alle seine Entdeckungen sind wirklich überraschend oder neu – manch andere aber werfen unsere althergebrachten Vorstellungen über den Haufen. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus Buyology: Warum wir kaufen, was wir kaufen.
Sex verkauft nicht.
Der Spruch Sex sells gehört in die Mottenkiste. Stimmt zwar, dass Männer von nackten Tatsachen angezogen werden. Aber ihre Aufmerksamkeit verweilt so lange auf den nackten Tatsachen, dass sie nicht wahrnehmen, welche Werbung ihnen da gerade präsentiert wird. Auch Frauen sind für Sex sells nicht sehr zu haben. Sind die Models zu attraktiv, reagieren sie auf erotische Motive mit Abwehr – manchmal auch mit Abscheu.
Logos sind völlig überbewertet.
Großkonzerne machen ein Riesenbromborium um ihr Logo – so als sei es das wichtigste Symbol für das Unternehmen. Mag sein – aber beim Verkaufen spielen Logos keine Rolle. Logos werden im Hirn viel zu schlecht verankert. Was besser wirkt, sind Geräusche und Gerüche! Achten Sie also lieber darauf, dass Ihre Produkte gut riechen und angenehme Geräusche von sich geben. Das Plopp eines Weinkorkens oder das Zischen beim Öffnen der Bierflasche sind unübertrefflich. Man muss dies nur hören – und Vorstellungen von einem kühlen Glas Bier werden geweckt.
Rituale sind wirksam.
Warum wohl steckt man in eine mexikanische Bierflasche einen Zitronenschnitz? Wieso soll man nach dem Tequila kippen Salz aus der Hand lecken? Alles Rituale – die keineswegs dem Geschmack zugute kommen. Frei erfunden von den Getränkeherstellern oder Importeuren, die damit auch langweilige Produkte aufpeppen können und so wirksam in unserem Hirn verankern. Rituale prägen sich ein. Auch das Warten auf Mon Cherie ist eigentlich ein solches Ritual. Denn warum soll Mon Cherie nicht im Sommer verkauft werden? Eiscreme reagiert auf Hitze noch empfindlicher. Und in jedem Haus steht ein Kühlschrank.
Sammeln hat seinen eigenen Reiz.
Sammeln kann bei manchen Menschen zur Obsession werden. Gelingt es Ihnen, Sammelserien oder einzelne Objekte zu schaffen, werden Ihnen diese Objekte meist aus der Hand gerissen. Bestes Beispiel: der Turnschuh AirForce 1 von Nike. In seiner Grundform unverändert, erscheint er alle paar Monate in einem neuen Design. Aufgrund seiner begrenzten Auflage eignet er sich prima als Sammelobjekt. Er ist binnen weniger Wochen ausverkauft – und gehört zu den größten Profitbringern des Konzerns.
Schnäppchen stimulieren das Belohnungszentrum.
Nehmen Sie eine Louis Vuitton Tasche im Wert von 1.000 Euro und setzen Sie Ihren Preis um nur 100 Euro herab, so spielt eine Gehirnregion völlig verrückt. Das Belohnungszentrum feuert Impulse. Da bleibt nur noch wenig Gegenwehr durch Vernunftargumente – die Tasche will man haben. Und erst neulich demonstrierte Yanga Rogeshwar, dass auch bei Preisen von 2,99 Euro der Verstand aussetzt. An einem Verkaufsstand wurden Waren einzeln oder im Set verkauft. Beim Einzelverkauf waren die Waren billiger als im Set. Aber das Set wurde als Sonderangebot mit großen Schildern beworben. Raten Sie mal, was 85 % der Testpersonen gekauft haben! Richtig: Das teurere Schnäppchen. Weil das Belohnungszentrum ansprang, konnten sie nicht mehr nachrechnen.
Angst hat ihren Reiz.
Bisher glaubten wir Werbung müsse immer positiv sein. Aber Ängste sprechen uns viel stärker an. Und um Angst zu vermeiden und Gefahren abzuwehren, konsumieren wir gerne etwas. Cellulite-Cremes zum Beispiel oder Haarwuchsmittel. Eine Vielzahl von Produkten ist so gut wie wirkungslos, wirkt aber gegen die Ängste vor Dellen und der Fleischmütze.
Kaufen hat religiöse Züge.
Haben Sie auf der Straße einem anderen Motorradfahrer zugewunken, weil er die gleiche Marke fuhr wie Sie? Menschen wollen sich zu Gemeinschaften zugehörig fühlen. Wer Werbung nachhaltig betreiben will, sorgt dafür, dass diese Gemeinschaft unter den Kunden entsteht.
Spiegelneuronen wirken.
Nicht selten heißt es: Ich nehme dasselbe wie der Herr da. Denn ist Ihnen der Herr sympathisch, dann sind Sie häufig geneigt dasselbe zu ordern. Manchmal braucht es aber auch keine Phantasie. Das Verhalten und die Erlebnisse anderer Menschen färben auf uns ab, so dass wir Schmerzen und Freude mitempfinden. Aus dem gleichen Grund ahmen wir auch nach. Wenn wir einen iPod mit weißen Kopfhörern sehen, wollen wir auch so einen haben. Vor dem iPod gab es übrigens nur schwarze Kopfhörer.
Mein Buchtipp: Martin Lindstrom, Buyology: Warum wir kaufen, was wir kaufen, 280 Seiten, 24,90 Euro.
Quelle: WerbePraxis aktuell
Übrigens: Tipps, Ideen und Strategien für neue Marketingmaßnahmen finden Sie 16 x im Jahr in WerbePraxis aktuell.
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Video der Woche: Ein Dessoushersteller blickt unter die Burka
Was tragen Frauen unter der Burka? Klar, dass die islamische Komplett-Verhüllung der Weiblichkeit Männerfantasien weckt. Der Dessoushersteller Liaison Dangereuse spielt mit dem Islam/West-Kulturkonflikt und erheischt damit Aufmerksamkeit. Frage: Darf man das? Aber sehen Sie selbst.

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Webtipp: Wie Sie neue Produkte schneller bei Trendsettern einführen
Ichbinneu.de. eine Website hilft Ihnen, Ihre neuen Produkte schneller bei den richtigen Menschen bekannt zu machen.
Hier kommt ein Tipp für Ihre nächste Produkteinführung:
Auf ichbinneu.de finden sich alle Konsumenten ein, die besonders neu-gierig sind. Trendsetter, Menschen, die gerne als erste informiert sind und öfter mal etwas ausprobieren wollen. Auf dem Webportal finden sie Informationen über nagelneue Produkte, können diese weiterempfehlen, Produktproben bestellen oder den nächsten Händler finden.
So was kommt an – bereits 2 Monate nach dem Start tummeln sich dort täglich 5.000–6.000 Besucher auf dem Portal.
Bei ichbinneu.de vorbeisehen.
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