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TRENDALERT
Innovations-Radar für Konsum, Handel und Dienstleistungen


Lesen Sie heute im Trend Alert

Online-Business 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

dass nichts so beständig ist wie der Wandel, stellte Heraklit von Ephesus bereits vor rund 2.500 Jahren fest. Dieses Prinzip gilt in besonderem Maße für die Online-Welt: Der E-Commerce ist mächtig in Bewegung, und das nicht nur in Sachen Technik. Websites aus den Anfangsjahren dieses Jahrtausends wirken in Punkto Design und Gestaltung heute schon fast wie Fossilien. Die Ansprüche der Nutzer verändern sich rapide, mit zunehmender "Computer-Literacy" steigen die Erwartungen. Der Online-Shopper des Jahres 2009 will nicht mehr nur Schnäppchen machen, sondern vor allem den Komfort und die Auswahl der virtuellen Läden nutzen.

Vielleicht ist die Flexibilität des Mediums ja auch eines seiner Erfolgsrezepte? Während die stationären Einzelhändler über sinkende Umsätze stöhnen, geht es im E-Commerce bergauf, das legt die aktuelle ACTA-Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach nahe. Von 2008 auf 2009 hat der Anteil der Online-Käufer unter den deutschen Internet-Nutzern von 63 auf 66 % zugenommen, insbesondere Touristik-Angebote und Medikamente und medizinische Geräte verbuchten hohe Zuwächse.

Gute Voraussetzungen für Online-Händler: In dieser Ausgabe des Trend Alert stelle ich Ihnen Konzepte und Ideen vor, die den E-Commerce 2010 weiter beflügeln und für gute Umsätze sorgen.



Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Trend Alert"


5 Beispiele für innovative Websites

Einkaufen im Internet ist längst nicht mehr eine Domäne für Schnäppchenjäger und technikfixierte Männer. Wir haben für Sie internationale, vor allem englischsprachige Shopping-Seiten unter die Lupe genommen. Das Auffällige bei den meisten der Seiten: Auch im Internet geht es ab jetzt um Einkaufskomfort. Natürlich gibt es immer noch die gnadenlosen Preismaschinen (www.esmarts.com), wir haben jedoch festgestellt, dass im Netz Kundenberatung und Lust am Einkauf künftig an erster Stelle stehen:

Beispiel 1: www.theknot.com ist Teil eines amerikanischen Familien-Kuschelimperiums, zu dem noch die Hauskaufseite www.thenest.com und das Babyportal www.thebump.com gehören. Heiraten ist eine aufregende Angelegenheit; und theknot.com hat es innerhalb kurzer Zeit geschafft, zu dem Heirats-Kaufhaus der USA zu werden, und verfügt über 3,2 Millionen Unique User pro Monat. Theknot, das auch ein erfolgreiches Heirats Magazin herausgibt, hilft den Heiratenden ebenso wie den Hochzeitsgästen. Wer vor der Hochzeit arbeitslos geworden ist, erhält von Theknot nützliche Tipps, wie das Fest trotzdem gelingen kann.

Beispiel 2: www.clinique.com:
Diese internationale Kosmetikseite lädt direkt zum Hauttest ein. Wer sich darauf einlässt, wird zum begeisterten Kunden. Denn alle Vorschläge der sehr übersichtlich gestalteten Seite können über eine Personalisierungsfunktion gefiltert werden. Es handelt sich hierbei allerdings um eine Seite, die nur die eigene Marke Clinique vertreibt, die Kundenansprache ist jedoch beispielhaft.

Beispiel 3: www.frys.com
hörte bis vor kurzem auf den witzigen Namen Cyberian Outpost. Die Seite für Technik- und Software-Liebhaber hat natürlich auch bei Amazons Longtail-Prinzip gelernt. Interessant ist, wie Frys.com relativ elegant seine Empfehlungen in den Kaufprozess einbaut: Wer beispielsweise einen Rechner kauft, bekommt nur diejenigen Produkte empfohlen, die direkt mit dem gewählten Produkt in Zusammenhang stehen. Wer bezüglich Empfehlungen eine gewisse Geduld hat, wird diese Form einer wenig penetranten Überredungsdramaturgie vielleicht sogar als nützlich empfinden.

Beispiel 4: www.carsdirect.com: Es ist nicht jedermanns Sache, ein Auto, gar einen Neuwagen im Internet zu kaufen. Carsdirect.com hat aber eine virtuelle Einkaufsumgebung entwickelt, in der man durchaus zum Kaufen animiert wird. Auf der Seite werden Modelle von mehr als 15.000 amerikanischen Händlern angeboten. Selbst wer kein ausgesprochener Autoliebhaber ist, wird die Seite schnell verstehen und schätzen lernen. Hat man sich für ein Modell entschieden, können umgehend weitere Extras hinzugefügt werden und man bekommt sofort die Preise dafür mitgeteilt. Auch das Lieferdatum wird unmittelbar vom Konfigurator ausgespuckt, egal welche Marke ausgewählt wurde. Carsdirect kommt monatlich auf 20 Millionen Unique User. Eine weitere Einkommensquelle ist die Vermittlung von Finanzierungen, Leasing und Aftersales-Business.

Beispiel 5: www.consumersearch.com/blog: In diesem Blog befindet sich das Kaufportal Productopia, das durch gut geschriebene Produkterläuterungen begeistert. Waren aus unterschiedlichen Gruppen (vom Auto bis zur Babywäsche) können geshoppt werden. Besonders einladend kommt die linke Info-Leiste daher, die auf verständliche Weise Fragen des alltäglichen Konsums erläutert wie: „Gibt es einen Unterschied zwischen Rasierern für Frauen und Männer? Was tun, wenn Blasen an den Füßen quälen?“, etc. Die Mission der Seite: „A world without buyer`s remorse“, Einkaufen ohne Reue. Die Seite inklusive Blog gehört zur New York Times-Gruppe.

Einschätzung des
Zukunftsletter: Dem Online-Geschäft sind vorläufig keine Grenzen gesetzt. Auch Finanzkrise und globale Konsumflaute können daran nichts ändern. In Großbritannien ging der Weihnachtsumsatz der Handelskette Marks & Spencer im vergangenen Jahr um 2,2 % zurück, der Online-Umsatz kletterte dagegen um 40 %. In Deutschland profitiert u. a. Otto vom Online-Boom. Im Geschäftsjahr 2008/2009 stieg die Online-Nachfrage um 12 % auf 5,5 Milliarden Euro. Otto ist damit weltweit der zweitgrößte Online-Händler hinter Amazon. War es früher das Preisargument, so schätzen die Kunden heute vor allem den Bequemlichkeitsfaktor und die zeitunabhängigen Einkaufsmöglichkeiten.

Quelle: Zukunftsletter

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Besser shoppen im Internet durch innovative Visualisierungstechniken

Dass das Ordern eines Weines ohne vorherige Degustation ein Fehler sein kann, dazu braucht man nicht die Erfahrung eines Online-Kaufs. Um das Risiko unzufriedener Kunden zu minimieren, bietet der Online-Shop Aromicon (www.aromicon.com) seinen Besuchern deshalb mit einer speziellen Geschmacks-Suchmaschine eine synästhetische Form der Ersatz-Verkostung.

Durch Flash-Animationen, die die geschmackliche Note des Rebensaftes in ansprechender Form visualisieren, wird der Weinverkauf im Netz ab sofort sinnlicher und geschmacklich erlebbarer gemacht.

Ein ähnliches Einkaufsgefühl entsteht mit dem „Webcam Social Shopper“ von Zugara (www.zugara.com). Denn das größte Manko beim Online-Klamottenkauf ist, dass man die Kleidung vorher nicht anprobieren kann. Das virtuelle Umkleidekonzept funktioniert ganz einfach: Klamotten aussuchen, so genannte „marker“ ausdrucken (damit die Größe in optimaler Relation erscheint) und dann die Webcam für den Spiegel-Effekt einschalten. Größe und Farbe können dann ganz einfach mittels Motion-Capture-Technik verändert werden (Demo-Video: www.zugara.com/index.aspx?id=1056).

Quelle: Zukunftsletter

Weitere Tipps und Trends für Ihren Erfolg im Online-Business lesen Sie auch unter www.marketing-trendinformationen.de/trends-zukunft/





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Produkt-Trend: Individuell schlägt 08/15

Dass erfolgreicher E-Commerce in Zukunft auch immer stärker auf das Zusammenspiel zwischen Online-Shop und der Kreativität der User setzen muss, zeigen Mass-Customization-Plattformen wie www.zazzle.com. Das US-amerikanische Unternehmen expandierte unlängst nach Europa und zeigt, wie Merchandising- und Werbeartikel, Skateboards und selbst Designer-Schuhe personalisiert in neue Umsatzhöhen führen können. Als Speerspitze des elektronischen Handels der Zukunft zeigt Zazzle: Online-Shop (shop), Entwurf (create) und der Verkauf durch User (sell) sind künftig enger verzahnt.

Personalisierung, Unikate und außergewöhnliche Produkte sind die Antwort auf die Belanglosigkeit des Massenkonsums im stationären Handel und des E-Commerce der 1. Generation. Auch die Erfolgsgeschichte des Leipziger Unternehmens Spreadshirt (www.spreadshirt.de) zeigt, dass individualisierte Produkte im Trend liegen!

Quelle: Zukunftsletter



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Aufschwung 2010 mit Tablet-PC

In der nächsten Zeit werden die Tastaturen, in die man so wunderbar hineinkrümeln konnte, verschwinden. Eine Zäsur in unserer Büro- und Arbeitskultur: Der umständlich angenabelte PC wird ab 2010 definitiv vom System des „Küchen-Computers“ ersetzt.

Der kabellose Tablet-Computer lässt sich in einer Hand halten, während die andere in der Küche hantiert. Der Apple Tablet-PC wird für 2010 erwartet, Tablet-PCs werden nach Analystenmeinung im kommenden Jahr für Umsätze in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar sorgen. Lean Back oder Lean Forward ist bei Computernutzung künftig weniger wichtig als: every time at every place.

Quelle: Zukunftsletter



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