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Lesen Sie in dieser Ausgabe von OnlineMarketing aktuell
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Google im Herbst 2009
Liebe Leserin, lieber Leser,
zur Buchmesse ist Google im Kreuzfeuer der Kritik. Das Vorhaben des Unternehmens, Bücher zu scannen und im Internet zugänglich zu machen, stößt bei Verlagen und Urhebern nicht unbedingt auf Gegenliebe. Kritiker befürchten, dass Google mit seiner gigantischen Online-Bibliothek noch mehr Einfluss gewinnen wird und beträchtlichen Einfluss auf den Buchmarkt nehmen wird. Auch im Online-Business wird Google nicht nur positiv beurteilt: Die immense Marktmacht des Suchmaschinen-Betreibers sorgt bei so manchem für Unbehagen.
Dass Google nicht nur als Feindbild, sondern auch als Vorbild dient kann, meint Jeff Jarvis, Autor des Buchs "What would Google do", der in seinem Werk die Erfolgsstrategien des Unternehmens aufzeigt. Mehr dazu lesen Sie heute im Beitrag "Nutzen Sie die Erfolgsrezepte der Champions".
Vorschau: Jeff Jarvis wird übrigens auf der Suchmaschinenkonferenz Search Engine Strategies Anfang Dezember in Chicago den Keynote-Vortrag halten. Ich werde für Sie vor Ort sein und Herrn Jarvis interviewen.
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Viele Grüße sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Online Marketing Aktuell"
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Achtung: Neue AGB bei Google AdWords
Es ist wieder soweit: Google hat seine AdWords AGB überarbeitet. Mein Kollege Robin Heintze hat für Sie die neuen AGB mit denen aus dem Jahr 2006 verglichen. Hier sein Fazit:
Generell: Die neuen AdWords AGB sind verständlicher und kompakter formuliert, es gibt weniger spezifische Einzeldefinitionen (z. B. in Punkt 2.1 gibt es keine dezidierte Auflistung der einzelnen Auswahlmöglichkeiten der Platzierung). Und Google wird sich laut der neuen AGB nicht mehr nach Kräften” bemühen, sondern nur noch bemühen. Klingt ein wenig nach einer Degradierung wie in der Arbeitszeugnissprache.
Ansonsten sind die AGB umfangreicher geworden und enthalten zusätzliche Abschnitte zu folgenden Themen:
- Auslieferung von Werbung durch Dritte (also third party ad server)
- Stornierung von Werbung
- Ansprüche bei Display Werbung
- Aus Vertragsbeendigung” wurde jetzt Laufzeit und Beendigung des Vertrages”
- Folgen der Beendigung und der Stornierung von Werbung
Es gibt aber auch Abschnitte, die in den neuen AGB nicht mehr konkret genannt werden. Dazu zählen der alte Punkt 8 Haftungsfreistellung” sowie Punkt 13 Eigene Rechte Dritter”.
Was bedeuten die neuen AGB für Sie als Advertiser?
Eine konkrete Verschlechterung der Bedingungen kann ich auf den ersten (Jura-Laien-) Blick nicht feststellen. Es wirkt viel mehr so, dass die neuen AGB verständlicher geschrieben und in einzelnen Bereichen weniger konkrete Formulierungen gewählt wurden. Dadurch sind einige Punkte besser lesbar und verständlicher.
Andere Bereiche wie z. B. das Display Advertising und die Auslieferung von Werbung durch Dritte wurden anscheinend eindeutiger geregelt und an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Eine abschließende Beurteilung durch die Juristen steht noch aus.
Quelle: AdWords Days Blog, SEM 2 Lead
2 weitere Beiträge zum Thema Google AdWords finden Sie hier:
Was Google AdWords mit Golfen gemein haben
Google Adwords: Wie Sie mit einem besseren Qualitätsfaktor Kosten sparen
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Der Google Gebotssimulator: Was er bringt, wie Sie ihn einsetzen
Was wäre wenn? Der Google Gebotssimulator zeigt Werbern, wie ein höheres Gebot für bestimmte Keywords ihre Kampagnen beeinflusst hätte.
- Was wäre gewesen, wenn ich für ein bestimmtes Keyword mehr geboten hätte? Wie hätte sich die Position meiner Anzeige verändert, wenn ich statt 1,50 Euro vielleicht 2,50 Euro geboten hätte?
- Wie viele Klicks hätte ich dann bekommen?
- Und was hätte mich ein Klick dann im Schnitt gekostet?
Der Gebotssimulator zeigt Ihnen also eine Schätzung der Werbeergebnisse an, die Sie mit einem anderen maximalen CPC-Gebot für ein Keyword erzielt hätten. Dabei blickt Google (nur!) 7 Tage lang zurück in die Vergangenheit.
Der Gebotssimulator erstellt eine Schätzung der Klicks, Kosten und Impressionen, die Ihre Anzeigen in den vergangenen sieben Tagen erzielt hätten, wenn Sie einen anderen Preis für Ihr Keyword geboten hätten.
Aus der Google-Hilfe: "Angenommen, Sie haben für ein Keyword ein maximales CPC-Gebot von 1 Euro abgegeben und möchten wissen, welche Ergebnisse Sie mit einem Gebot von 1,50 oder 0,75 Euro erzielen würden. Der Gebotssimulator zeigt Ihnen in diesem Fall die Klicks, die Kosten und die Impressionen an, die Sie mit diesen Geboten in den vergangenen sieben Tagen erzielt hätten."
Achtung
Der Gebotssimulator versucht jedoch nicht, die zukünftige Leistung vorherzusagen oder zu schätzen
Wie ermittelt Google die Daten für den Gebotssimulator?
Um Ihnen Werte für den Gebotssimulator zu liefern, wertet Google die folgenden vorhandenen Daten aus:
- Ihren Qualitätsfaktor,
- die Gebote und den Qualitätsfator Ihrer Wettbewerber,
- das Volumen des Traffics, den ein Keyword erzielte,
- die Wahrscheinlichkeit des Klicks auf Ihre Anzeige – abhängig von der Platzierung (Position) und
- interne Auktionsdaten.
Geschätzt wird dann:
- die mögliche Position, an der Ihre Anzeige platziert wird – je nach Gebot,
- die Anzahl der Klicks, die Sie auf dieser Position erzielt hätten und
- die Kosten für diese Klicks.
Achtung
Googles Gebotssimulator kann nur für Anzeigen benutzt werden, die bei Google und im Such-Werbenetzwerk geschaltet wurden.
So rufen Sie den Gebotssimulator für Ihre Keywords auf:
Melden Sie sich in Ihrem AdWords-Konto unter
1. https://adwords.google.de an.
2. Rufen Sie den Tab Keywords auf.
3. Klicken Sie in der Spalte Max. CPC neben dem Gebot auf das Symbol für den Gebotssimulator (wird kein Symbol angezeigt, sind keine Schätzwerte verfügbar).
Fazit
Der Google-Gebotssimulator ist eine gute Hilfe beim Festlegen des optimalen Gebots. Denn: Das langwierige Ausprobieren mit verschiedenen Geboten und das anschließende Analysieren der Auswirkungen können Sie sich sparen. Insofern ist das Werkzeug eine gute Unterstützung bei der Wahl des richtigen Gebots.
Allerdings gibt es zwei Einschränkungen:
Sind nicht genügend Daten vorhanden, kann der Gebotssimulator nicht arbeiten. Um neue Keywords auszuprobieren, taugt er daher nicht. Lediglich die bereits vorhandenen Keywords können überprüft und gegebenenfalls durch neue Gebote verbessert werden. Wichtig bleibt aber auch, dass Sie zu den Google-Daten Ihre eigenen Daten hinzufügen. Durch den Abgleich mit Ihrer Konversionsrate (wie hoch ist der Prozentsatz der Kunden, die gekauft haben?) beantworten Sie die für Sie wichtigere Frage, nämlich: Was kostet mich die Gewinnung eines Neukunden?
Quelle: WerbePraxis aktuell
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Google: Nutzen Sie die Erfolgsrezepte des Champions
Jeff Jarvis betreibt den sehr einflussreichen Blog www.buzzmachine.com. Er befasst sich hauptsächlich mit den Veränderungen, die das Internet in Zukunft auslösen wird. Die treibende Kraft hier ist der ständige Strom von Innovationen, die die Suchmaschine Google schafft.
Jarvis These lautet: Je mehr sich das Unternehmen der Zukunft Verhaltensweisen von Google zu Eigen macht, desto erfolgreicher wird es sein.
Ein zentraler Punkt ist Kontrolle. Kunden und Mitarbeiter von morgen wollen ihre Welt selbst in den Händen haben. Alles, was abhängig macht oder unwägbar ist, erfährt wenig Wertschätzung. Über ihre Arbeit, Geschäft, Konsum, Zeit und Geld wollen Menschen selbst verfügen und Kontrolle ausüben.
Regel für Unternehmer: Geben Sie Kontrolle ab, überantworten Sie Teile der Wertkette dem Kunden. Der wird das schätzen und Sie überraschend großzügig unterstützen. Ein einfaches Beispiel zeigt, was damit gemeint ist: Die Versandabteilung teilt den Liefertermin nicht mehr zu. Der Kunde geht ins Netz, sucht sich von den freien Terminen den für ihn besten aus – und hinterlässt dort seine Anweisungen für die Lieferung.
Weiterer Punkt ist das Verhältnis zu Kunden. Jarvis sagt: Der schlechteste Kunde ist Ihr bester Freund. Erfolgreiche Unternehmen von morgen nehmen Kontakt zu Nörglern, Maulern und Kritikern auf. Dafür gehen sie ins Netz, suchen gezielt nach Äußerungen über Firma, Marke und Produkte. Sie identifizieren Kritiker – und beginnen das Gespräch mit ihnen. Der Gedankenaustausch erfolgt öffentlich: in Blogs, Foren oder Netzwerken. Sie versuchen, das Problem des Kunden zu lokalisieren, finden alles zum Thema heraus. Das bietet eine Chance zum Lernen. So entstehen Ideen, wie Sie Leistungen verbessern oder neue auflegen können. Gleichzeitig steigt Ihre Glaubwürdigkeit im Netz, weil Dritte Ihre Aktivitäten beobachten können.
Agenda: Machen Sie die schlechtesten Kunden zu Ihren besten Freunden.
Regel für Unternehmer: Delegieren Sie diese Arbeit nicht an PR-Dienstleister. Äußerungen Ihrer Kunden in Blogs lokalisieren Sie mit Blog-Suchmaschinen (z. B. Technorati, Icerocket, Blogpulse, Google Blogsuche). Werten Sie überdies YouTube (Filme und Diskussionen) sowie Themen-Diskussionsgruppen auf sozialen Netzen (Facebook, Xing, Linkedin) aus.
Außerdem sollten Sie den Plattform-Gedanken für Ihr Geschäft nutzen. Erfolgreiche Unternehmen binden Partner über eine Plattform, die diesen ihr Geschäft, Logistik, Berufsausübung oder Privatleben erleichtert. Ein Beispiel zeigt, worum es geht. Die Baumarktkette Home Depot stellt ihr Warenwirtschaftssystem auch ihren Partnern zur Verfügung. Das verbessert deren Management-Qualität – und nützt damit auch Home Depot.
Deshalb fordert Jarvis Unternehmer auf: Schaffen Sie eine Plattform, auf der Ihre Partner Kontakte knüpfen und Produktideen generieren oder gemeinsame Interessen verfolgen können.
Ein weiterer zentraler Punkt: Wenn Sie nicht suchbar sind, werden Sie nicht gefunden. Jarvis sagt das mit Blick auf die Suchmaschinen.
Seine Diagnose: Viele Internet- Angebote, oft von mittelständischen Unternehmen, sind noch digitales Mittelalter. Sie werden von der Suchmaschine, also potenziellen Kunden, nicht gefunden. Damit entgeht Ihnen Business.
Quelle: Trendletter.de
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