Fachverlag für Marketing & Trendinformationen
Newsletter abonnieren


TRENDALERT
Innovations-Radar für Konsum, Handel und Dienstleistungen


Anzeige






Lesen Sie am 14. Oktober 2009 im Trend Alert:

Gute Nachrichten verbreiten sich schnell - schlechte leider noch viel schneller

Liebe Leserin, lieber Leser,

in einem Vortrag zur Kundenzufriedenheit im Tourismus hörte ich kürzlich folgenden Satz: "1 unzufriedener Kunde teilt sein Negativerlebnis mindestens 9, teilweise über 20 Personen mit." Dies mag für die Offline-Welt durchaus richtig sein - doch in Zeiten von Web 2.0 haben sich die Machtverhältnisse verschoben. Ein Kunde, der sich über ein Unternehmen beschwert, erreicht binnen Sekunden ein Millionenpublikum.

Ein Beispiel dafür, wie schnell sich ein Unternehmen am "digitalen Pranger" wiederfindet: Der Country-Rocksänger Dave Carroll verreiste im Frühjahr 2008 mit United Airlines. Bei der Ankunft am Ziel stellte der Musiker fest: Eine 3.500 Dollar teure Gitarre war von der Fluggesellschaft beim Transport zerstört worden. United Airlines lehnte aber eine Entschädigung ab. Eine schlechte Entscheidung, wie sich schon bald herausstellen sollte. Denn der verärgerte Musiker schrieb den Song "United breaks Guitars", drehte ein Video dazu und stellte dieses bei YouTube ein. Die Folge:  Der Song wurde über 5 Millionen Mal abgerufen, zwischenzeitlich gibt es bereits den Fortsetzungssong. Zwar hat die Fluggesellschaft den Passagier inzwischen entschädigt, das Video aber erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Ein immenser Imageschaden für die Fluggesellschaft.

Beobachten und Meinungen akribisch verfolgen - daran kommt heute kein Unternehmen mehr vorbei. Was Sie tun können, wenn die Grenzen des Zulässigen überschritten und Sie im Internet verleumdet oder verschmäht werden, lesen Sie heute im dritten Beitrag.

Doch nicht nur in Sachen "negative Berichterstattung" müssen Sie in diesen Tagen auf der Hut sein: Auf welch perfide Art Cyberkriminelle Ihnen und Ihrem Unternehmen Schaden zufügen können, lesen Sie im Beitrag "Firmen PKW bald Ziel von Hackern".


Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Trend Alert"


Warnung: Softer Terrorismus gegen Unternehmer nimmt zu

Ulrich Lehner, CEO des Familienunternehmens Henkel, erhielt ungebetenen Besuch. Eindringlinge beschmierten sein Haus und gossen Abbeizmittel auf sein Auto. Das Ferienhaus von Daniel Vassella, Chef des Pharma-Unternehmens Novartis, wurde von Unbekannten angezündet.

Beide Angriffe wurden von Aktivisten vorgenommen, die gegen Tierversuche kämpfen. In den letzten 12 Monaten gab es eine Häufung derartiger Übergriffe in Europa, zuvor war diese Praxis nur in England üblich. Das zeigt: Unternehmer sollten sich mittelfristig auf eine neue Form von Soft-Terrorismus einstellen. Kritiker von Geschäftspraktiken lassen es nicht mehr mit verbalen Protesten bewenden, in Zukunft wird es mehr Gewalt gegen Sachen geben (Autos, Häuser, Ferienhäuser).

Unser Tipp: Wer in sensiblen Branchen tätig ist (Pharma, Chemie, Lebensmittel) oder negative Publicity bekommt (Entlassungen, Unfälle), sollte a) Haus und Hof mit einem Mindestmaß an Schutz ausstatten und b) einen Lebenswandel pflegen, den Sicherheitsexperten Low Profile nennen: wenig Auffälligkeiten zeigen.

Quelle: Trendletter




Anzeige






Firmen-Pkw bald Ziel von Hackern

Neue Firmen-Pkw und -Lkw sind voll digitalisiert. Einstellungen an Motor, Bremsen, Tacho und Anti-Schleuder-System können mit jedem Laptop verändert werden. Der bald stark verbreitete drahtlose Zugang zur Bordelektronik kann auch Hackern als Einfallstor dienen. Überdies kann die Auto-zu-Auto-Vernetzung, die etwa der Verkehrssteuerung bei Staus dient, missbraucht werden. Denn: Die Autohersteller lassen die Rechner im Auto ungeschützt arbeiten.

Risiko für Sie: Konkurrenten lassen den Bordrechner Ihrer Firmenautos hacken. Sie zapfen drahtlos Daten ab, aus denen sie herauslesen, wer Ihre wichtigsten Kunden sind, wer sie wie oft besucht, wo Sie Ihre Bezugsquellen haben und welche Ziele am meisten angefahren werden. Abhilfe: Geben Sie Ihrer IT-Abteilung den Auftrag, die Risiken auszuschalten.



Wie Sie sich gegen den "digitalen Pranger" wehren

Im Internet wird es immer mehr zur Gewohnheit, dass Kunden ihrem Unmut Luft verschaffen. Beispiele: Unzufriedene Kunden der Bahn machen ihre Klage auf bahn-hasser.de öffentlich, auf disney-sucks.com wird Walt Disney angegriffen.

Eine Untersuchung von Fairwinds Partners zeigt das Ausmaß des Prangers: 500 der größten Unternehmen der Welt und die 500 größten in den USA stehen im Feuer von mehr als 1.000 Kritik-Webseiten.Die weitere Verbereitung des Internet und spektakuläre Kunden-Beschwerden sorgen dafür, dass diese Angriffe zunehmen. Deshalb die folgende Kurz-Anleitung, für den Fall, dass auch Sie am digitalen Pranger stehen.

Wogegen Sie einschreiten können:
  • Nicht zulässig sind Kritikseiten mit Namen, die Ihrem Firmennamen gleichen oder ähneln. Beispiel: wolkswagen.de ist also nicht erlaubt.
  • Offene Schmähkritik ist nicht erlaubt. Der Betreiber von Scheiss-t-online.de musste vom Netz gehen.
  • Auch Unternehmen haben ein Persönlichkeitsrecht, dürfen also nicht beliebig verunglimpft werden. Mit anwaltlicher Hilfe hat etwa der Media-Markt unter Berufung auf dieses Recht eine einstweilige Verfügung gegen den Blogger Rainer Kohnen erwirkt, der gegen eine Werbekampagne polemisiert hatte.
Hier können Sie Hilfe erwarten, wenn Sie an den Pranger gestellt werden:
Wenden Sie sich an einen Anwalt, der sich auf Domainstreitigkeiten spezialisiert hat. Erläuterungen zur Rechtslage finden Sie auf der Seite des auf dieses Themengebiet spezialisierten Anwalts Stefan Bettinger www.bettinger.de/rechtsdatenbank/domainrecht.html

Wenn Sie der Meinung sind, dass eine Domain zu Ihren Lasten missbraucht wird, können Sie eine außergerichtliche Schlichtung mit Ihrem Gegner einleiten. Das Verfahren ist formalisiert und findet in den meisten Fällen innerhalb von zwei Monaten einen Abschluss. Anbieter des Verfahrens ist die Internet-Selbstverwaltung Icann, das Verfahren heißt Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP). Zugang: www.icann.org/en/udrp/udrp.htm. In den USA können Sie auf Grundlage des Anticybersquatting Protection Act Schadenersatz von den Netz-Nörglern verlangen.

Zwei digitale Risikoherde, die Sie auch im Blick behalten sollten
1. Im Jahr 2010 kommen neue Top-Level-Domains auf den Markt. Dann sind nicht nur Adressen wie Volkswagen.de und Volkswagen.com möglich, sondern beliebige andere Endungen, etwa Volkswagen.auto, Volkswagen. pkw, aber auch Volkswagen.schrott. Weil die Zahl der möglichen Domainnamen dann unendlich groß ist, wird es nicht mehr, wie bislang, möglich sein, alle verfügbaren für Ihr Unternehmen zu reservieren.
2. Beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter kann sich jeder unter Ihrem Firmennamen anmelden und Falschmeldungen verbreiten.

Deshalb in Zukunft wichtig: Suchen Sie das Netz regelmäßig und mit System nach firmenfeindlichen Äußerungen ab. Gehen Sie mit allen rechtlichen Mitteln gegen unberechtigte Äußerungen vor.

Quelle: Trendletter

Weitere Beiträge zum Thema "Digitale Welt":

Marktforschung per Handy liefert in Zukunft schnelle Antworten
Dr. Eike Wenzel trifft Dirk Müller: Technologie der Zukunft




Schon jetzt vormerken: AdWords Days 2010

Am 9. und 10. September  fanden in Köln die 1. AdWords Days statt. Namhafte Referenten aus dem In- und Ausland, darunter die amerikanischen AdWords-Experten Howie Jacobson und Brad Geddes teilten ihr Fachwissen mit Teilnehmern aus vielen Branchen. Sie konnten an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen? Dann freuen Sie sich doch schon jetzt auf das kommende Jahr:  Die "2. AdWords Days" finden am 1.und 2. Juni 2010 in Köln statt.

Ab Dezember lesen Sie unter www.vnr-akademie.de/adwordsdays welche Themen bei dieser Veranstaltung auf dem Programm stehen und wer im kommenden Jahr die Referenten sind. Um Ihnen die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, schauen Sie sich Impressionen der AdwordDays 2009 an oder lesen Sie im AdWords-Days-Blog News und Tipps rund um Google AdWords.

Ganz aktuell: Google hat seine AdWords AGBs verändert. Was dies für Sie bedeutet, lesen Sie im aktuellen Beitrag meines Kollegen Robin Heintze.



Kontakt:
Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns eine E-Mail.
Fragen an die Redaktion: bettina.steffen@marketing-trendinformationen.de
Technische Probleme: webmaster@vnr.de
Produktinformationen: info@vnr.de

Haftungsausschluss und Vervielfältigung
Sämtliche Beiträge und Inhalte sind journalistisch recherchiert. Dennoch wird eine Haftung ausgeschlossen. Weiterhin ist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden. Diese Erklärung gilt für alle in diesem Newsletter angebrachten Links, die nicht auf Webseiten des Verlags zeigen. Vervielfältigungen jeder Art, als auch die Aufnahme in andere Online-Dienste und Internet-Angebote oder die Vervielfältigung auf Datenträger, dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung und Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG erfolgen.

Sicherheitsgarantien
Wir wissen das Vertrauen, das unsere Leser/-innen in uns setzen, zu schätzen. Deshalb behandeln wir alle Daten, die Sie uns anvertrauen, mit äußerster Sorgfalt. Mehr dazu lesen Sie in unseren Sicherheitsgarantien, indem Sie den nachfolgenden Link anklicken: Sicherheitsgarantien

ImpressumMarketing & Trendinformationen
Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service von Marketing & Trendinformationen,
ein Verlagsbereich des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG
Redaktion: Bettina Steffen
Theodor-Heuss-Str. 2-4
D-53177 Bonn
Tel.: 02 28 - 9 55 05 55
F ax: 02 28 - 36 82 923
E-Mail: bettina.steffen@marketing-trendinformationen.de

USt.-ID: DE 812639372 | Amtsgericht Bonn, HRB 8165 | Vorstand: Helmut Graf

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Norman Rentrop

© 2009 Fachverlag für Marketing & Trendinformationen. Alle Rechte vorbehalten.